Blasenentzündung im Winter, weil man ständig friert, im Frühjahr, weil man die erste Sonne überschätzt, im Sommer, weil man sich im nassen Badezeug verkühlt, im Herbst…Und ganz schlimm im Urlaub, wenn man sich doch endlich mal richtig erholen und regenerieren will. Da Blasenentzündungen viele Frauen quälen und es gute Vorsorgemöglichkeiten gibt, sofern frau sie kennt und anwendet, hat mich Frau Ritter, die Chefredakteurin von BIO zu diesem Thema befragt. Sie können das ganze Interview in der BIO 3, 2010 lesen. Hier stelle ich Ihnen Ausschnitte und Ergänzungen vor.
BIO: Jede 2. Frau hat mindestens einmal im Leben mit einer Blasenentzündung zu tun, so zeigen Studien. Was sind die typischen Symptome?
Prof. Ingrid Gerhard: Neben dem ständigen Harndrang verspüren die Betroffenen Brennen beim Wasser lassen und Schmerzen im Unterleib. Es können nur kleine Urinmengen entleert werden, was meist mit Krämpfen verbunden ist.
BIO: Durch welche Faktoren wird eine Blasenentzündung ausgelöst?
Prof. Ingrid Gerhard: Ursache einer Blasenentzündung sind fast immer Bakterien, die durch eine Verkühlung, durch Geschlechtsverkehr oder eine Katheterisierung der Blase überhand genommen haben.
BIO: Warum tritt sie immer wieder mal auf?
Prof. Ingrid Gerhard: Hierfür gibt es verschiedene Gründe. So haben Frauen – im Unterschied zu Männern – eine kurze Harnröhre. Die Bakterien haben deshalb leichtes Spiel, vom äußeren Genitale in die Blase hoch zu wandern. Auch hormonelle Schwankungen können dazu führen, dass nicht nur die Schleimhaut der Scheide, sondern auch die der Blase verkümmert, so dass Bakterien leichter anhaften können.
Ebenso kann eine Antibiotika-Therapie das natürliche Gleichgewicht von guten und schlechten Bakterien auf Haut und Schleimhäuten stören. Last but not least ist ein geschwächtes Immunsystem häufig Auslöser einer Blasenentzündung. Der Körper kann die Bakterien nicht richtig in Schach halten, so beispielsweise bei der Zuckerkrankheit oder als Folge von anderen Erkrankungen.
BIO: Welche naturheilkundlichen Maßnahmen sind bei einer Blasenentzündung erfolgreich?
Prof. Ingrid Gerhard: An erster Stelle stehen hier die pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti.Infekt N (Repha). Sie werden bereits in den oberen Darmabschnitten in das Blut aufgenommen und schädigen die „guten“ Darmbakterien nicht. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Auch die Homöopathie kann helfen, doch sollte man sich das passende Mittel von einem Arzt empfehlen lassen.
BIO: Was kann Frau vorbeugend tun?
Prof. Ingrid Gerhard: Die Badezeit und das Tragen nasser Badekleidung begünstigen gerade im Sommer eine Infektion der Harnwege. Deswegen sollte nach dem Schwimmen möglichst der Badeanzug gewechselt werden. Auch das Sitzen auf blanken Stühlen oder Steinen ist zu vermeiden.
Die Blase hat gerne warme Füße, denn an den Füßen endet der Blasenmeridian. Das bedeutet auch: Nicht auf kaltem Boden barfuß laufen! Wer viel schwitzt, sollte viel trinken, damit die Blase gut durchgespült wird. Bei den allerersten Anzeichen einer Blasenentzündung ist es ratsam, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch ins Bett zu gehen und viel zu trinken.
Ideal ist beispielsweise Cranberrysaft. Dieser verhindert, dass sich die Bakterien an der Blasenwand anheften können. Außerdem macht Vitamin C den Urin sauer, und das mögen die Bakterien gar nicht. Am besten nur leichte basische Nahrungsmittel essen und für eine gute Verdauung sorgen.
Auch Schüßlersalze sind im Anfangsstadium hilfreich. Hier kann alle zehn Minuten 1 Tablette Natrium phosphoricum D6 – möglicherweise im Wechsel mit Ferrum phosphoricum D12 – eingenommen werden. Natrium sulfuricum D6 ist zu empfehlen, wenn die Entzündung nach Kälte und Nässe aufgetreten ist. Dann ist nach einem Tag meist alles ausgestanden.
BIO: Welche Mittel können Sie zur Vorbeugung empfehlen?
Prof. Ingrid Gerhard: Die folgenden Rezepte kann man sowohl zur Vorbeugung von Blasenentzündungen als auch zur Begleitung einer antibiotischen Therapie einsetzen.
Blasentees

• Je 20 g Birken-, Orthosiphon-, Bärentrauben- und Schwarze Johannisbeerblätter sowie Goldrutenkraut mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und fünf bis maximal acht Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1-2 Tassen trinken.
• 20 g Birken- und Orthosiphonblätter mit 30 g Bärentrauben- und 10 g Pfefferminzblättern mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1 Tasse lauwarm trinken.
Achtung: Bärentraubenblätter sind für Kinder unter 12 Jahren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht geeignet. Auch sollten Tees und Medikamente, die Bärentraubenblätter enthalten nur maximal fünfmal im Jahr und dann höchstens eine Woche verwendet werden, da sonst Leberschäden auftreten können. Deshalb noch ein Tee ohne Bärentraubenblätter:
• 50 g Schachtelhalmkraut, 30 g Birkenblätter, 20 g Wacholderbeeren mischen. 1 TL der Mischung mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken.
Pflanzliche Arzneimittel
Bärentraubenblätter gibt es auch in Tabletten, z. B. Cystinol akut Drg. oder mit Goldrutenkraut zur Nierendurchspülung als Cystinol N Lösung (Schaper und Brümmer).
Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen und Reizblase Canephron N (Bionorica SE) längerfristig einnehmen, z.B. 12 Wochen durchgehend, bei akuten Harnwegsinfektionen bis zum Abklingen der Symptome. Die Pflanzenkombination enthält Tausendgüldenkraut, Liebstöckelwurzel und Rosmarinblätter. Dadurch entkrampft sie die Blase, wirkt antientzündlich und antibakteriell. Dosierung: 3 x tgl. 2 überzogene Tbl. oder 5ml.
Oder:
Morgens, mittags und abends je 3-5 Tr. von je einer Sorte: CERES Solidago Ø, CERES Echinacea Ø und CERES Tropaeolum Ø (ALCEA). Wenn Sie Ihren Körper gut kennen, werden Sie vielleicht schon bei den ersten Anzeichen mit diesen Tropfen verhindern, dass es zu einer ausgewachsenen Entzündung kommt.
Nahrungsergänzung
Die Kombination aus Cranberry, Vitamin C, Zink und Selen stärkt das Immunsystem und schützt gezielt die Blase (in Tuim urofemin, Dr. Willmar Schwabe, 4 x tgl. 4 Tbl.).
Spagyrik
Bei ersten Signalen 3x tgl. je 20 Tr. Akutur® spag und Toxex® spag Tropfen (Pekana) in etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten.
BIO: Wann ist bei einer Blasenentzündung von einer Behandlung mit herkömmlichen Antibiotika eher abzuraten?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn es sich um wiederkehrende Blasenentzündungen ohne Fieber handelt. In diesem Fall würden die meisten Antibiotika nur die natürliche Keimbesiedlung von Darm und Schleimhäuten zerstören, was weitere Infekte vorprogrammiert. Dann ist es viel besser, die Wurzel des Übels herauszufinden und mit naturheilkundlichen Methoden das Immunsystem zu stärken. Die oben beschriebenen pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti-Infekt N (Repha) beispielsweise schädigen die Darmbakterien nicht. In der Therapie stehen sie darum immer an erster Stelle. Bei den Alarmsignalen Fieber und Rückenschmerzen dagegen sollte man nicht alleine herumdoktern, sondern schleunigst einen Arzt aufsuchen.
BIO: Kann eigentlich eine Blasenentzündung auch durch zu häufigen Geschlechtsverkehr ausgelöst werden?

Prof. Ingrid Gerhard: Leider ja, wir Frauenärzte sprechen dann oft von einer Honeymoon-Cystitis. Beim Austausch von Intimitäten werden Keime vom gesamten Genitalbereich einschließlich der Afterumgebung verteilt und in die Scheide eingebracht. Durch die „Massage“ der Scheide werden die Bakterien in die Harnröhre und Blase gedrückt. Deshalb sollten sich beide Partner vor dem Verkehr gründlich säubern. Zur Prophylaxe empfehlen wir den anfälligen Frauen die Blasenentleerung nach jedem Geschlechtsakt. Außerdem hat es sich bewährt, viel zu trinken, damit sich die Bakterien nicht anheften können.
BIO: Manche Frauen klagen unter der Einnahme der Pille oder in den Wechseljahren über gehäufte Blasenentzündungen, gibt es da tatsächlich einen Zusammenhang?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, den gibt es deshalb, weil die Schleimhaut der Blase wie die Scheidenschleimhaut auf Östrogene anspricht. Wenn eine Pille mit sehr niedrigem Östrogengehalt eingenommen wird oder wenn nach den Wechseljahren die Eierstöcke nicht mehr genügend Östrogene produzieren, trocknen bei manchen Frauen die Schleimhäute des Genitalbereichs einschließlich der Blase aus. Bakterien können sich dann leichter in der Blase ansiedeln. Wenn das der Fall ist, helfen oft Scheidenzäpfchen mit Östriol auch der Blase. Oder die Frauenärztin verschreibt eine andere Verhütungspille, bzw. für die ältere Frau natürliche Östrogene.
BIO: Welche Hygienemaßnahmen sind wichtig für den Intimbereich?
Prof. Ingrid Gerhard: Die häufigsten Bakterien, die man bei Blasenentzündungen findet, stammen aus dem eigenen Darm. Deshalb sollten Mütter ihren Töchtern von klein auf beibringen, dass sie sich nach der Toilette immer von vorne nach hinten abwischen müssen. Seifen, Waschlotionen und Deos sollten nur sehr zurückhaltend benutzt werden, um die empfindliche Haut im Genitalbereich nicht zu schädigen und die natürliche gesunde Keimbesiedelung zu erhalten. Am besten eignen sich Produkte, die den Säureschutzmantel stärken, beispielsweise Deumavan Waschlotion sensitiv (Kaymogyn). Einmalwaschlappen sind zu bevorzugen, damit keine Keime in den vorderen Genitalbereich verschleppt werden.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Falls sie Fragen zu Blasenentzündungen haben oder eigene Erfahrungen mit anderen Leserinnen teilen wollen, gehen Sie einfach auf dieser Seite nach unten und geben Sie Ihren Kommentar ein. Ich werde auf jeden Fall darauf antworten.
Im BIO-Heft 3, 2010 finden Sie weitere interessante Artikel über:
• Schilddrüsenstörungen
• Essstörungen
• Wie wichtig Tanzen ist
• Pilgern der besonderen Art
• Selbstachtung
• Sonnenyoga
• Außerdem Wohlfühltipps für die heiße Jahreszeit und vieles mehr
Im August erscheint das BIO-Heft 4. Darin erfahren Sie in einem weiteren Interview mit mir, was Sie gegen Scheidenentzündungen tun können.
Ein BIO-Gratisheft erhalten Sie beim:
BIO Ritter Verlag, Monatshauser Str. 8, 82327 Tutzing,
Tel. 08158-8021,
Fax -997430, E-Mail: bioritter@aol.com oder über das Internet

Netzwerk Frauengesundheit





Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
nach erneutem Aufenthalt im Krankenhaus wegen eines Harnweginfekts und Therapie mit Meronem, wurden 5 Tage nach Entlassung wieder Keime im harn gefunden.
Während meines Aufenthaltes konnte der Keim aber überhaupt nicht nachgewiesen werden, da der Urin am 2. tAg nach Einweisung nicht mehr vorhanden war. Das ist alles sehr seltsam.
Allerdings hatte ich kurz vor dem stationären Aufenthalt mit Angocin in hoher dosis angefangen. Kann sein, dass es die Wirkung war darauf war.
Die Ärzte rieten zu einer Langzeittherapie mit Antibiotikum bei Keimfreiheit. Das ist leider nicht passiert. Nun ist der Keim wieder da und so langsam bin ich ratlos.
Nehme Cranberry Kapseln (36) und wie gesagt Angocin seit Oktober in unterschiedlicher Dosierung.
Nitrofurantoin darf ich wegen der transplantierten Niere nicht nehmen.
Gruß aus Hannover
Hallo, ich hatte schon vor ein paar Wochen geschrieben und seitdem angocin und cranberries-Kapseln eingenommen . Leider hatte ich 6 Wochen nach meiner meronem Therapie im Krankenhaus erneut eine e. Coli Infektion , die ich aber nicht bemerkt habe . Da ich wegen meiner transplantierten Niere ständig in Behandlung bin , wurde wieder e. Coli gefunden . Wieder Krankenhaus und meronem- Infusion . Die Ärzte konnten keinen Keim nachweisen , da der Urin immer negativ war . Seit Donnerstag bin ich zu Hause und heute, also 5 Tage später , sind wieder keime im Urin . Ich verstehe das nicht . Nehme jetzt wieder angocin alle 3 Std 5 Tabletten ,aber bin sehr skeptisch, ob es überhaupt hilft .
Haben sie einen Rat ?
Vielen dank im voraus
Liebe Marlis,
ich verstehe nicht ganz: die Ärzte konnten keinen Keim nachweisen, aber trotzdem hatten Sie E. coli? Haben Sie mal Preiselbeeere in richtig hoher Dosierung versucht: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/haeufige-harnwegsinfekte-helfen-zubereitungen-aus-der-preiselbeere/ ?
Mein weiterer Rat ist: dringend eine Darmbehandlung machen und damit das Immunsystem stärken: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/der-darm-denkt-mit-interview-mit-umweltmediziner-runow/
Viele Grüße
Hallo….ich hätte nochmal eine kurze frage….wirkt Angocin besser in Kombination mit methionin oder sollte der Urin eher basisch sein,wie bei der einnahme von bärentraube….ich hatte seit 4 Wochen ruhe durch das ansäuern des urins……leider kam jetzt die be.zurück……ist die kombination ok? LG Sarah
Liebe Sarah,
Würde Angocin antiinfect nicht kombinieren, es reicht, wenn Sie genügend trinken.
Hallo liebe Frau Gerhard,
ich habe fast ein Jahr lang unter den Auswirkungen einer wiederholten (und unnötigen) Antibiotika-Therapie gelitten, obwohl der Erreger am Ende wahrscheinlich ein Herpes-Virus war.
Ich habe meine Ernährung umgestellt und lange Probiotika genommen, um überhaupt wieder zurecht zu kommen. Leider bin ich noch immer nicht arbeitsfähig! Seit zwei Wochen verzichte ich nun KOMPLETT auf Zucker, die meisten KH, süßes Obst und tierische Produkte.
Nun habe ich seit 1,5 Wochen eine Blasenentzündung, wahrscheinlich durch Verkühlung und/oder öffentliche Toilette. War bei meinem (nicht so tollen) Frauenartz, der stellte weiße Blutkörperchen im Urin fest und verschrieb mir ohne auf meine Frage nach Alternativen einzugehen Antibiotika.
Angocin (5x am Tag 5 Tabletten) hat mäßig gewirkt. Habe nach einer Woche aus Verzweiflung zu den Antibiotika (einmalige Einnahme, Granulat) gegriffen, danach wurde es schlimmer als zu Beginn der Erkrankung.
Habe weder Fieber noch Blut im Urin.
Mich quälen andauernder Harndran, ziehen im Unterleib und leichtes Brennen am Harnrörenausgang; stark gereizte, fast wunde Scheide, sowie ein dicker Wasserbauch. Trinke seit BE gut 4-6 Liter pro Tag, meist Tee.
Nun habe ich zu einem antibakteriellen Mittel gegriffen namens Grapefruitkernextrakt. Das scheint direkt zu helfen. Der Harndran ist vermindert, das Ziehen im Unterleib fast verschwunden nach jetzt grademal 2 Tagen. Jedoch schmerzt jedoch die Scheide immer mehr, brennen, wundsein.
Mein Partner und ich verzichten schon auf GV seit ich BE habe!
Welche Probiotika genau empfehlen Sie, um den Darm dahingehend zu sanieren? Ich habe nur noch Symbiolact zuhause im Kühlschrank…
Sind Milchsäurezäpfchen in meinem Fall ratsam?
Ich bin ziemlich Histaminintolerant und vertrage keine Fermentierten Produkte, wie von Tisso oder ähnlichen Firmen!
Herzliche Grüße von der Ostsee,
Anna
Liebe Anna,
glaube leider nicht, dass bei einer so wunden Scheide nur Milchsäurezäpfchen helfen. Liegt vielleicht auch ein Hormonmangel vor? Das müssten Sie vom Frauenarzt abklären lassen. Bis dahin vielleicht erstmal multigyn versuchen. Symbiolyct comp für den Darm ist prima. Bei Blasenentzündungen auch mal an Preiselbeere denken: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/haeufige-harnwegsinfekte-helfen-zubereitungen-aus-der-preiselbeere/
Gute Besserung!
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Hallo, ich war gerade 14 Tage im Krankenhaus wegen einer verschleppten Blasenentzündung. Dazu muss ich sagen, dass ich seit 2002 nierentransplantiert bin und in diesem Jahr schon einige Harnweginfekte hatte.
Diese wurden immer mit cipro behandelt, was aber beim letzten Infekt nicht mehr wirkte. Im Krankenhaus meinte man, dass der e-coli resistent geworden sei und nur Meronem (infusion) ansprach.
Nun wollte ich, um vorzubeugen ein Meerrettichpräparat nehmen, weiß aber nicht, ob es das Immunsystem zu sehr ankurbelt, da ich ja Immunsuppresiva nehme. Cranberrykapseln nehme ich jetzt bereits, aber über die Wirkung ist man ja nicht sicher.
Über eine Antwort würde ich mich freuen. Vielen Dank !
Liebe Marlis,
Angocin antiinfect dürfen Sie ruhig versuchen, die verhindern das Anheften der Bakterien an der Blasenschleimhaut. Oder hochdosierte Preiselbeerextrakte, wie in diesem Artikel beschrieben: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/haeufige-harnwegsinfekte-helfen-zubereitungen-aus-der-preiselbeere/
Sehr geehte Frau Dr. Gerhard,
auch ich (47J) bin eine Leidgeplagte seit ca 10 Jahren. Alles was ich hiergelesen habe habe ich auch schon probiert. Gv ohne Antibiotikum ist unmöglich. Meine Blase ist wohl seit Kindheit mein Schwachpunkt. Mit 11 J. wurde eine unterentwickelte kaum funktionsfähige Niere entfernt. Bisdahin hatte ich wohl unbemerkt chronische Entzündungen. 2 Jahre später Entfernung Harnleiter, da immer noch Bakterien im Urin waren. Ich habe bei Infekten, Unterkühlungen sofort zu Blasenentzündungen geneigt. Ende 30J, eig. zeitgleich wie meine Zyklen kürzer wurden begannen die Entzündungen nach GV. 2x Ausschabungen.Vor 2 Jahren wurde die Gebärmutter entfernt, von Myomen durchwachsen. Im le. Jahr kam ich kaum aus Blasenentzündeungen heraus, ich wurde in der Urologie absolut durchuntersucht und es wurden Proben aus der Blase entnommen.Diagnose: Plattenepithelmetaplasie bei chron. Enzündungskomponente, urotheliale Hyperplasie. Therapie ein viertel Jahr Nitrofurantoin, hochdosiert Vit.C..
Kein Wunder dass ich oft zu Scheideninfektionen neige!
Meine Blase ist einfach mein schwaches Organ!
Mein Mann kommt mittlererweile auch damit klar:-)
Meine Idee: gibt es denn eine antibiotische Salbe die man vor GV anwendet, die die orale Einnahme eines Antibiotikums ersetzen könnte. So würde der Wirkstoff doch gleich an Ort und Stelle wirken und nicht den ganzen Stoffwechsel belasten?? Das wäre doch einen Versuch wert.
Ach ja, Oekolb habe ich über 2 Jahre genommen (bin sehr dünnhäutig geworden)und viel Geld in einen Heilpraktiker investiert. Heute habe ich deutliche Anzeichen von Wechseljahresbeschwerden. Gynokadin habe ich auch ein gutes Jahr gecremt und veruche es gerade wg. viel Kopfweh und hohem Puls abzusetzen.
Sonst bin ich gesund.
Vielen Dank für Ihre Gedanken und eine Antwort.
Letta
Liebe Letta,
Sie werden nicht darum herumkommen, regelmäßig ein Östrogen (Östriol) für Scheide und Blase einzuführen, anfangs täglich, dann zwei- bis dreimal die Woche. Von einer antibiotischen Salbe vor GV halte ich nichts: erstens belasten Sie damit ja auch Ihren Mann, zweitens schaffen Sie Resistenzen. Versuch mit Fluomicin-Zäpfchen wäre möglich. Was aber das Allerwichtigste ist: den Darm behandeln, zumindest gute Damrbakterien schlucken, denn die schützen auch Scheide und Blase. Haben Sie schon Kanne-Brottrunk versucht? Für mich in solchen Fällen immer ein Wundermittel: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/kanne-bio-brottrunk%C2%AE-ein-lebensmittel-das-es-in-sich-hat/ Berichten Sie mal, was Ihnen geholfen hat.
Liebe Fr. Dr. Prof. Gerhard,
Ich habe seit etwa 2 Jahren und aktuell etwa seit einem Jahr min. 1 mal im Monat eine BE.
Langsam bin ich wirklich am verzweifeln, weil mir keiner so wirklich helfen kann. Ich war beim Arzt, Urologen und sogar im Krankenhaus. Immer bekomme ich Antibiotika verschrieben und es kommt immer wieder. Ich versuche eigentlich alles um einer BE zu umgehen. Ich weiß einfach nicht mehr weiter, so kann man doch nicht mehr weiterleben. Auch der GV mit meinem Freund ist kaum mehr möglich. Zu meiner Person: ich bin 19 Jahre alt, mache Sport und bin 1,65 m groß und wiege 65 Kilo.
Mit freundlichen Grüße,
Aylin
Liebe Aylin,
dann ist die Bakterienbesiedlung Ihres Darms inzwischen total gestört. Kaufen Sie sich mal Kanne Brottrunk und trinken Sie täglich 100-200ml davon. Siehe auch dieser Artikel: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/kanne-bio-brottrunk%C2%AE-ein-lebensmittel-das-es-in-sich-hat/ Außerdem sollten Sie die Scheide mit Milchsäurebakterien behandeln. Haben Sie schon Angocin antiinfect versucht oder die hochkonzentrierten Preiselbeerextrakte: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/haeufige-harnwegsinfekte-helfen-zubereitungen-aus-der-preiselbeere/ Wenn Sie die Pille einnehmen, könnte die auch Ihr Immunsystem belasten.
Liebe Julia,
Zu Ihrer Anfrage, ob die immunisierende Wirkung von Uro-Vaxom bei paralleler Einnahme von Angocin durch Abtötung der Keime vermindert wird.
Dieser Effekt ist nicht zu erwarten, da in Uro-Vaxom keine lebenden Keime, sondern nur lysierte Fraktionen verschiedener Spezies von E. Coli enthalten sind.
liebe Jeannine,
die Phytotherapie ist – wenn korrekt angewandt – eine sehr gute Therapiemöglichkeit, auch für Kleinkinder. Allerdings erfordert der Einsatz hier eine genaue Kenntnis der Materie und Erfahrung. Eine durchdachte Therapie mit Phytotherapeutika in Kombination mit Aromatherapie scheint mir hier sinnvoll. Allerdings gebe ich prinzipiell keine therapeutischen Ratschläge, ohne mir vorher einen persönlichen Eindruck (mit Anamnese) gemacht zu haben.
liebe Grüße
Natascha von Ganski
Mitherausgeberin von „Die neue Pflanzenheilkunde für Frauen“ http://www.amazon.de/gp/product/389883302X/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=389883302X&linkCode=as2&tag=netzwerkfraue-21