Blasenentzündung im Winter, weil man ständig friert, im Frühjahr, weil man die erste Sonne überschätzt, im Sommer, weil man sich im nassen Badezeug verkühlt, im Herbst…Und ganz schlimm im Urlaub, wenn man sich doch endlich mal richtig erholen und regenerieren will. Da Blasenentzündungen viele Frauen quälen und es gute Vorsorgemöglichkeiten gibt, sofern frau sie kennt und anwendet, hat mich Frau Ritter, die Chefredakteurin von BIO zu diesem Thema befragt. Sie können das ganze Interview in der BIO 3, 2010 lesen. Hier stelle ich Ihnen Ausschnitte und Ergänzungen vor.
BIO: Jede 2. Frau hat mindestens einmal im Leben mit einer Blasenentzündung zu tun, so zeigen Studien. Was sind die typischen Symptome?
Prof. Ingrid Gerhard: Neben dem ständigen Harndrang verspüren die Betroffenen Brennen beim Wasser lassen und Schmerzen im Unterleib. Es können nur kleine Urinmengen entleert werden, was meist mit Krämpfen verbunden ist.
BIO: Durch welche Faktoren wird eine Blasenentzündung ausgelöst?
Prof. Ingrid Gerhard: Ursache einer Blasenentzündung sind fast immer Bakterien, die durch eine Verkühlung, durch Geschlechtsverkehr oder eine Katheterisierung der Blase überhand genommen haben.
BIO: Warum tritt sie immer wieder mal auf?
Prof. Ingrid Gerhard: Hierfür gibt es verschiedene Gründe. So haben Frauen – im Unterschied zu Männern – eine kurze Harnröhre. Die Bakterien haben deshalb leichtes Spiel, vom äußeren Genitale in die Blase hoch zu wandern. Auch hormonelle Schwankungen können dazu führen, dass nicht nur die Schleimhaut der Scheide, sondern auch die der Blase verkümmert, so dass Bakterien leichter anhaften können.
Ebenso kann eine Antibiotika-Therapie das natürliche Gleichgewicht von guten und schlechten Bakterien auf Haut und Schleimhäuten stören. Last but not least ist ein geschwächtes Immunsystem häufig Auslöser einer Blasenentzündung. Der Körper kann die Bakterien nicht richtig in Schach halten, so beispielsweise bei der Zuckerkrankheit oder als Folge von anderen Erkrankungen.
BIO: Welche naturheilkundlichen Maßnahmen sind bei einer Blasenentzündung erfolgreich?
Prof. Ingrid Gerhard: An erster Stelle stehen hier die pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti.Infekt N (Repha). Sie werden bereits in den oberen Darmabschnitten in das Blut aufgenommen und schädigen die „guten“ Darmbakterien nicht. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Auch die Homöopathie kann helfen, doch sollte man sich das passende Mittel von einem Arzt empfehlen lassen.
BIO: Was kann Frau vorbeugend tun?
Prof. Ingrid Gerhard: Die Badezeit und das Tragen nasser Badekleidung begünstigen gerade im Sommer eine Infektion der Harnwege. Deswegen sollte nach dem Schwimmen möglichst der Badeanzug gewechselt werden. Auch das Sitzen auf blanken Stühlen oder Steinen ist zu vermeiden.
Die Blase hat gerne warme Füße, denn an den Füßen endet der Blasenmeridian. Das bedeutet auch: Nicht auf kaltem Boden barfuß laufen! Wer viel schwitzt, sollte viel trinken, damit die Blase gut durchgespült wird. Bei den allerersten Anzeichen einer Blasenentzündung ist es ratsam, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch ins Bett zu gehen und viel zu trinken.
Ideal ist beispielsweise Cranberrysaft. Dieser verhindert, dass sich die Bakterien an der Blasenwand anheften können. Außerdem macht Vitamin C den Urin sauer, und das mögen die Bakterien gar nicht. Am besten nur leichte basische Nahrungsmittel essen und für eine gute Verdauung sorgen.
Auch Schüßlersalze sind im Anfangsstadium hilfreich. Hier kann alle zehn Minuten 1 Tablette Natrium phosphoricum D6 – möglicherweise im Wechsel mit Ferrum phosphoricum D12 – eingenommen werden. Natrium sulfuricum D6 ist zu empfehlen, wenn die Entzündung nach Kälte und Nässe aufgetreten ist. Dann ist nach einem Tag meist alles ausgestanden.
BIO: Welche Mittel können Sie zur Vorbeugung empfehlen?
Prof. Ingrid Gerhard: Die folgenden Rezepte kann man sowohl zur Vorbeugung von Blasenentzündungen als auch zur Begleitung einer antibiotischen Therapie einsetzen.
Blasentees

• Je 20 g Birken-, Orthosiphon-, Bärentrauben- und Schwarze Johannisbeerblätter sowie Goldrutenkraut mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und fünf bis maximal acht Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1-2 Tassen trinken.
• 20 g Birken- und Orthosiphonblätter mit 30 g Bärentrauben- und 10 g Pfefferminzblättern mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1 Tasse lauwarm trinken.
Achtung: Bärentraubenblätter sind für Kinder unter 12 Jahren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht geeignet. Auch sollten Tees und Medikamente, die Bärentraubenblätter enthalten nur maximal fünfmal im Jahr und dann höchstens eine Woche verwendet werden, da sonst Leberschäden auftreten können. Deshalb noch ein Tee ohne Bärentraubenblätter:
• 50 g Schachtelhalmkraut, 30 g Birkenblätter, 20 g Wacholderbeeren mischen. 1 TL der Mischung mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken.
Pflanzliche Arzneimittel
Bärentraubenblätter gibt es auch in Tabletten, z. B. Cystinol akut Drg. oder mit Goldrutenkraut zur Nierendurchspülung als Cystinol N Lösung (Schaper und Brümmer).
Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen und Reizblase Canephron N (Bionorica SE) längerfristig einnehmen, z.B. 12 Wochen durchgehend, bei akuten Harnwegsinfektionen bis zum Abklingen der Symptome. Die Pflanzenkombination enthält Tausendgüldenkraut, Liebstöckelwurzel und Rosmarinblätter. Dadurch entkrampft sie die Blase, wirkt antientzündlich und antibakteriell. Dosierung: 3 x tgl. 2 überzogene Tbl. oder 5ml.
Oder:
Morgens, mittags und abends je 3-5 Tr. von je einer Sorte: CERES Solidago Ø, CERES Echinacea Ø und CERES Tropaeolum Ø (ALCEA). Wenn Sie Ihren Körper gut kennen, werden Sie vielleicht schon bei den ersten Anzeichen mit diesen Tropfen verhindern, dass es zu einer ausgewachsenen Entzündung kommt.
Nahrungsergänzung
Die Kombination aus Cranberry, Vitamin C, Zink und Selen stärkt das Immunsystem und schützt gezielt die Blase (in Tuim urofemin, Dr. Willmar Schwabe, 4 x tgl. 4 Tbl.).
Spagyrik
Bei ersten Signalen 3x tgl. je 20 Tr. Akutur® spag und Toxex® spag Tropfen (Pekana) in etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten.
BIO: Wann ist bei einer Blasenentzündung von einer Behandlung mit herkömmlichen Antibiotika eher abzuraten?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn es sich um wiederkehrende Blasenentzündungen ohne Fieber handelt. In diesem Fall würden die meisten Antibiotika nur die natürliche Keimbesiedlung von Darm und Schleimhäuten zerstören, was weitere Infekte vorprogrammiert. Dann ist es viel besser, die Wurzel des Übels herauszufinden und mit naturheilkundlichen Methoden das Immunsystem zu stärken. Die oben beschriebenen pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti-Infekt N (Repha) beispielsweise schädigen die Darmbakterien nicht. In der Therapie stehen sie darum immer an erster Stelle. Bei den Alarmsignalen Fieber und Rückenschmerzen dagegen sollte man nicht alleine herumdoktern, sondern schleunigst einen Arzt aufsuchen.
BIO: Kann eigentlich eine Blasenentzündung auch durch zu häufigen Geschlechtsverkehr ausgelöst werden?

Prof. Ingrid Gerhard: Leider ja, wir Frauenärzte sprechen dann oft von einer Honeymoon-Cystitis. Beim Austausch von Intimitäten werden Keime vom gesamten Genitalbereich einschließlich der Afterumgebung verteilt und in die Scheide eingebracht. Durch die „Massage“ der Scheide werden die Bakterien in die Harnröhre und Blase gedrückt. Deshalb sollten sich beide Partner vor dem Verkehr gründlich säubern. Zur Prophylaxe empfehlen wir den anfälligen Frauen die Blasenentleerung nach jedem Geschlechtsakt. Außerdem hat es sich bewährt, viel zu trinken, damit sich die Bakterien nicht anheften können.
BIO: Manche Frauen klagen unter der Einnahme der Pille oder in den Wechseljahren über gehäufte Blasenentzündungen, gibt es da tatsächlich einen Zusammenhang?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, den gibt es deshalb, weil die Schleimhaut der Blase wie die Scheidenschleimhaut auf Östrogene anspricht. Wenn eine Pille mit sehr niedrigem Östrogengehalt eingenommen wird oder wenn nach den Wechseljahren die Eierstöcke nicht mehr genügend Östrogene produzieren, trocknen bei manchen Frauen die Schleimhäute des Genitalbereichs einschließlich der Blase aus. Bakterien können sich dann leichter in der Blase ansiedeln. Wenn das der Fall ist, helfen oft Scheidenzäpfchen mit Östriol auch der Blase. Oder die Frauenärztin verschreibt eine andere Verhütungspille, bzw. für die ältere Frau natürliche Östrogene.
BIO: Welche Hygienemaßnahmen sind wichtig für den Intimbereich?
Prof. Ingrid Gerhard: Die häufigsten Bakterien, die man bei Blasenentzündungen findet, stammen aus dem eigenen Darm. Deshalb sollten Mütter ihren Töchtern von klein auf beibringen, dass sie sich nach der Toilette immer von vorne nach hinten abwischen müssen. Seifen, Waschlotionen und Deos sollten nur sehr zurückhaltend benutzt werden, um die empfindliche Haut im Genitalbereich nicht zu schädigen und die natürliche gesunde Keimbesiedelung zu erhalten. Am besten eignen sich Produkte, die den Säureschutzmantel stärken, beispielsweise Deumavan Waschlotion sensitiv (Kaymogyn). Einmalwaschlappen sind zu bevorzugen, damit keine Keime in den vorderen Genitalbereich verschleppt werden.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Falls sie Fragen zu Blasenentzündungen haben oder eigene Erfahrungen mit anderen Leserinnen teilen wollen, gehen Sie einfach auf dieser Seite nach unten und geben Sie Ihren Kommentar ein. Ich werde auf jeden Fall darauf antworten.
Im BIO-Heft 3, 2010 finden Sie weitere interessante Artikel über:
• Schilddrüsenstörungen
• Essstörungen
• Wie wichtig Tanzen ist
• Pilgern der besonderen Art
• Selbstachtung
• Sonnenyoga
• Außerdem Wohlfühltipps für die heiße Jahreszeit und vieles mehr
Im August erscheint das BIO-Heft 4. Darin erfahren Sie in einem weiteren Interview mit mir, was Sie gegen Scheidenentzündungen tun können.
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Hallo Frau dr. Gerhard,
Ich bin 18 jahre alt und leide nun seit etwa einem halben jahr an stabdig wiederkehrenden Blasenentzündungen, welche mit starken Schmerzen verbunden sind. Mein arzt hat gemeint es wäre kein bakterieller Infekt und gab mir desshalb homöopathische mittel, welche ich auch jedes mal wieder genommen habe. Nach 2-4 tagen war dann meinst wieder Ruhe. Jetzt hatte ich längere zeit (ca 1 Monat) nichts mehr, in dieser zeit war ich auch sexuell nicht so stark aktiv. Jetzt hatte ich mal an ein paar Tagen hintereinander je mehr als 1 mal Geschlechtsverkehr und die Entzündung ist wieder da. Was kann ich tun, ich habe schon gelesen mal soll nach dem sex Wasserlassen und befolge dies auch stets, aber es bringt leider nichts.
Mit freundlichen Grüßen
Liebe Theresa,
versuchen Sie eine Stoßtherapie mit Angocin antiinfect jedes Mal nach dem Sex. Viele Grüße
Liebe Frau Prof. Gerhard,
Ich hatte von 18-24 mindestens 4x pro Jahr eine Blasenentzuendung und jedes Mal Antibiotika. Dann habe ich eine Candida Diaet gemacht und hatte seitdem keine einzige Entzuendungen mehr.
Ausser jetzt – mein 2. kind ist 10 Monate, noch gestillt. Er reduziert aber die Milch trastisch im Moment. Ich bin im Vaginalbereich komplett trocken (Hormonumstellungen? Ich glaube ich bekomme meine erste Regel seit der Geburt)
Jetzt habe ich 3 Tage mit Angocin und Homeopathie probiert, das brennen wurde staerker. Dann kam Blut und ich bin zum Arzt. Der hat mit Erythromycin fuer 7 Tage gegeben da ich allergisch auf Penicillin bin. Kurz vor dem Arztbesuchen habe ich Blasentee getrunken und ein heisses Fussbad gemacht. Innerhalb von 3 Stunden war das Brennen und das Blut weg. Ich fuehle mich wieder ganz normal (24h spaeter), habe aber jetzt panische Angst vor Folgeerscheinungen, da ich das Antibiotikum nicht nehme… Ich habe ja keine Schmerzen und habe gerade 6 Wochen Darmkur hinter mir, wegen einer Antibiotikabehandlung bei der Geburt meines Sohnes.
Muss ich das Antibiotikum nehmen?
Nehmen ich Angocin und Blasentee weiter?
Ich habe einmal Doerlein gekauft vielleicht hilft das der Scheidenflora und damit der Blase.
Fuer mich ist es so seltsam, dass das Blut weg ist, dann kann es ja nicht mehr so gravierend sein.
Vielen Dank!
Liebe Simona,
sehe ich wie Sie. Wenn Sie so trocken sind, was kein Wunder ist während der Stillzeit, eventuell etwas Östriolcreme in die Scheide einführen, das baut auch die Blasenschleimhaut wieder auf. Alles Gute!
meine Frage; in diesem Jahr habe ich schon die 10. BE, immer wieder Behandlung mit Antibiotika, da etliche Bakterien sich in der Blase befinden. Im Juni wurde mir 150 mg Botox in die Blasenwände gespritzt, das war erfolgreich.
Außerdem habe ich Divertikel, können die Bakterien daher kommen?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen,
Gruss Elisabeth
Liebe Elisabeth,
Divertikel und Blasenentzündungen haben wahrscheinlich eine Ursache gemeinsam: Ernährungsfehler und Veränderung der Darmflora. Suchen Sie unbedingt einen Therapeuten für Naturheilkunde, der Ihren Darm gut behandeln kann. Da Sie Ihr Alter nicht geschrieben haben, kann ein Östroenmangel verstärkend wirken. Gute Besserung!
Sehr geehrte Frau Prof Dr. Gerhard,
da ich leider wieder eine Blasenentzündung habe, riet mir mein Urologe zur Strovac Impfung.
Montag soll ich die 1. Spritze erhalten.
Gleichzeitig verschrieb er mir das Antibiotikum Doxcycyclin 200 1a Pharma für 10 Tage.
Da nun das Wochenende vor der Tür steht und ich nicht mehr rechtzeitig fragen kann, hoffe ich auf Ihren Rat :
Sollte ich wegen dem Antibiotikum noch mit der Impfung warten weil sich das ja vielleicht irgendwie widerspricht (Antibiotikum und Impfung ) oder ist das Quatsch und ich kann mich Montag trotz akuter BE und Antibiotikagabe impfen?
Schönes Wochenende und freundliche Grüße,
Maria Merker
Liebe Maria,
KÖnnen Sie ruhig gleichzeitig machen. Gute Besserung!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
gerne möchte ich Sie noch mal um Rat fragen.
Gestern beim Urologen erhielt ich die letzte Strovac Impfung.
Bis dato zeigten meine Teststicks vor allem morgens, wenn ich noch nicht viel getrunken habe, erhöhte Leukozyten und Nitrit an.
Für mich klar: Blasenentzündung, weswegen ich zur Sicherheit, um nicht unterwegs auszulaufen, meinen SPK mit Beutel rangemacht habe.
Der Urologe hat auch nachmittags (wo ich schon viel getrunken habe ) Blasenspiegelung gemacht und sagte, ich habe keine akute Entzündung.
(Heißt es, dass es eine Art inaktive Entzündung ist?).
Jedenfalls habe ich heute aufgrund der Aussage den Beutel entfernt und hab 3 oder 4 x Urin verloren. Hose klitschhass.
Also habe ich doch noch eine Blasenentzündung?
Sicherlich ist mein Blasenvolumen durch den SPK etwas kleiner geworden, aber dann würde ich ja trotzdem nicht so viel Harn verlieren?
Der Stick war ja auch gefärbt.
Was raten Sie mir?
Langsam bin ich mit meinem Latein am Ende und beim Heilpraktiker habe ich erst in 2 Wochen einen Termin bekommen. ..
Vielen Dank und Grüße;
Maria
Liebe Maria,
So ein Katheter ist auch immer ein Reiz für die Blase, was die Leukos erklärt und immer befinden sich irgendwo Bakterien. Das muss also nicht immer gleich eine BE sein, die dringend Antibiotika braucht. Aus Angst vor einer BE trinken Sie ja dann auch wahrscheinlich sehr viel. Ich weiß leider im Moment keinen neuen Rat. Alles Gute!
Ich danke Ihnen.
Ich habe vergessen zu schreiben dass ich öfter mal auslaufe. Dagegen hab ich 1x 15mg Spasmex verschrieben bekommen.
Leider wurde ich nicht aufgeklärt darüber, ob ich das jetzt schon nehmen kann trotz einiger Leukos usw im Urin?
Fördert es eigentlich auch Infektionen, wenn man mal in einer feuchten Einlage sitzt und nicht gleich wechseln kann?
Danke!
Einen schönen Tag Ihnen!
Liebe Maria,
Spasmex dürfen Sie ruhig nehmen. Warum ist die Einlage feucht? Saugt sie nicht genügend auf? Dann müssen Sie eben eine andere Sorte kaufen. Kleinkinder sitzen auch jeden Tag in „feuchten“ Windeln, aber bekommen keine Infektion. Lassen Sie sich in einem guten Sanitätshaus beraten.
Ich danke Ihnen vielmals für Ihre ganzen guten Ratschläge, liebe Frau Prof. Dr. Gerhard.
Eine letzte Frage hätte ich noch (entschuldigen Sie, falls das komisch sein sollte) :
Darf man Verkehr mit Kondom haben, wenn wenig Bakterien und Leukos im Urin sind wie bei mir (aufgrund Katheter ja normal)?
Ich habe keine Schmerzen o.ä. nur ab und an leichte Inkontinenz.
Meinen Partner möchte ich nicht anstecken, oder muss ich mir da keine Sorgen machen?
Schönen 1. Advent!
Liebe Maria,
da brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Unsere Haut ist voll mit Millionen von Bakterien, die wir zum Leben brauchen.
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
nach einem langen Weg und vielen Tips von Ihnen (siehe oben) und letztendlich dank der Strovac Impfung habe ich keine/kaum Blasenentzündung mehr.
Nun habe ich von den Menstruationstassen gehört. Was meinen Sie, dürfte ich diese auch nutzen als Blasenentzündungsgefährdete und Querschnittsgelähmte, welche im Intimbereich kaum Gefühl und Feuchtigkeit hat? Oder provoziert das eher?
Wie schaut es aus mit Tampons?
Ach ja, und kann man auch eine Blasenentzündung sich einfangen, wenn man nackt schläft und dabei die Bettdecke wegrutscht und man merkt es nicht?
Liebe Grüße
Liebe Maria,
Da ich Ihre anatomischen Gegebenheiten nicht kenne, kann ich nicht beurteilen, ob Sie mit der Menstruationstasse und Tampons hinkommen werden. Da hilft nur ausprobieren. Da Tampons oft die Scheide sehr austrocknen, würde ich die Tasse als physiologischer empfinden, die Scheidenflora sollte weniger in Mitleidenschaft gezogen werden. Wenn Füße oder Blasenbereich unterkühlen, kann das natürlich die Anfälligkeit für eine Blasenentzündung wieder erhöhen. Viele Grüße
Sehr geehrte Frau Professor Gerhard,
asl junge Frau litt ich häufig an Blasenentzündungen, dann seit der Geburten meiner 2 Kinder überhaupt nicht mehr. Bis vor kurzem hatte ich die Kupferspirale, die mir jetzt mit 46 Jahren nach 5 Jahren entfernt wurde. Dann bekam ich im Frühjar dieses Jahres die Hormonspirale Mirena eingesetzt und seither hatte ich 2 schlimme Blasenentzündungen, die mit Antibiotika behandelt wurden. Jetzt habe ich das Gefühl, es kündigt sich schon wieder eine an, obwohl ich viele Verhaltensmaßnahmen beachte. Kann es sein, dass das Einsetzen der Mirena die Ursache dafür ist oder sind es vielleicht beginnende Wechseljahre? Vielen Dank für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen, Pia S.
Liebe Pia,
das Gestagen in der Mirena kann schon die Hormone verändern und Mirena das Immunsystem im Urogenitalbereich schwächen. Bei Beginn der Wechseljahre muss man keine Blasenentzündungen bekommen. Schwierige Entscheidung für Sie jetzt. Mal in Facebook auf die Hormonspiralengruppe gehen. Alles Gute!
Hallo, ich bin 64 Jahre alt und leide schon mein ganzes Leben unter Phasen mit wiederkehrenden Blasenentzündungen. Ich hab gerade jahrelang Ruhe gehabt, aber jetzt gehts wieder los, 3 BEs mit Abständen von ein paar Wochen, jedesmal Behandlung mit Antibiotika.
Vor 4 Wochen bin ich mal wieder mit Urovaxom für 90 Tage angefangen. Heute habe ich von D-Mannose gelesen und möchte das mal probieren. Meine Frage: Kann man es zusammen mit Urovaxom einnehmen und was ist besser, Kapseln oder Pulver?
Beste Grüße und danke für eine Antwort!
Liebe Carina,
können Sie beides einnehmen, Kapsel oder Pulver sollte egal sein. Aber bitte auch unbedingt den Darm behandeln und für eine gute Scheiden- und Darmflora sorgen. Am besten Östriol Scheidensalbe oder -zäpfchen nehmen, um die Blasenschleimhaut besser aufzubauen. Gute Besserung!
Vielen Dank für Ihre Antwort! Zusätzlich trinke ich eine Kanne Ingwer Tee täglich (frischer ingwer ca. 50 g gewürfelt und mit kochendem Wasser aufgegossen). Für den Darm nehme ich Kijimea. Oder wissen sie etwas wirkungsvolleres?
Beste grüße
Carina
Liebe Carina,
das ist gut. Ich würde aber dringend noch die Scheidenschleimhaut und damit die Blasenschleimhaut verbessern, entweder mit Östriol oder mit Granatapfelsamenöl (Delima feminin). Viel Erfolg!
Vielen Dank liebe Frau Prof. Dr. Gerhard!!!
Ein wirklich tolles Interview, das umfassend über Blasenentzündungen aufklärt.
Danke für diesen Beitrag – insbesondere die verschiedenen Tipps zur Vermeidung. Da sind sind einige dabei, die man doch schnell mal vergisst, wie die Infektionsrisiken beim Geschlechtsverkehr oder Toilettengang.
Gern würde ich noch 2 Hinweise ergänzen:
– wenn sich Harndrang bildet, dann auch direkt Urinieren und nicht „zurückhalten“ – regelmäßiges Urinieren spült die Bakterien aus, bevor sie die Harnröhre erklommen haben
– beim Urinieren aufrecht sitzen, damit sich die Blase auch komplett entleert
Beste Grüße
Danke für den ergänzenden Tipp!
Liebe Frau Prof. Gerhard,
ich hatte mit 29 Jahren aufgrund stark befallener Endometriose einen großen operativen Eingriff; die Eierstöcke, Gebärmutter und ca 30 cm Darm wurden entfernt. Bei diesem Eingriff wurden Nerven zur Blase verletzt. Seither leider ich unter den Folgen der OP und unter Blasenentleerungsstörungen, ca. 250 ml Restharn.
Mittlerweile bin ich 46 Jahre alt. Während dieser Zeit wurde ich nicht mit Hormonen versorgt, da ich diese nicht vertrage. Es war immer unklar, ob die Endometriose ggf. dadurch wieder gefördert wird. Ich leide unter ständig wiederkehrenden Blasenentzündungen, die letzten 3 Jahre praktisch dauerhaft, also auch dauerhaft AB. Vor einem Jahr hatte ich dann wieder begonnen, mit zu katheterisieren und Abends vor dem zu Bett gehen, als Vorsorge-Antibiotika Nifurantin einzunehmen (von dem ich nicht schlafen konnte). 2 Untersuchungen/Beratungen in unterschiedlichen Krankenhäusern ergab lediglich, dass ich mich weiter katherisieren soll, und mich am besten einen Blasenkatheter entscheiden soll, was ich aber nicht möchte.
So, nun werden ja leider die Blasenentzündungen dadurch nicht weniger. Die kleinste Kleinigkeit, und schwups, eine BE. Mein Alltag, meine Psyche, meine Sexualität sind dadurch stark belastet.
Vor 2 Monaten habe ich nun beschlossen nicht mehr zu katheterisieren und auch kein AB mehr zu nehmen. Ich habe bei meiner Hausärztin, die auch auf Naturheilkunde spezialisiert ist, eine Aufbaukur gemacht, nehme tgl. morgens und abends D-Mannose, trinke Cranberry-Saft, Blasentees und komme ganz gut damit zurecht. Allerdings, wenn ich Sport machen, Sex habe, schwimmen gehe, bekomme ich sofort wieder eine BE. Klar, meine Blase leert sich nicht komplett, aber mittlerweile denk ich, dass mein Problem auch vor der Blase, nicht ausschließlich in der Blase sitz. Meine Frauenärztin gab mit nun Vagiflor und meinte, dass sie mir jetzt auch nicht groß weiterhelfen kann.
Ich denke, ich werde nun auch die aktuelle BE wegbekommen. Ich hatte den Urin zwar austesten lassen (Klebstella Pneumonie), möchte das AB aber nicht nehmen, da ich ja jetzt schon so weit mit dem Aufbau meines Immunsystems bin. Aber ich mach mir schon Sorgen, auch um meine Nieren.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir Ihre Einschätzung schulden würden!
Herzlichen Dank dafür!
Ute
Liebe Ute,
Wenn wirklich beide Eierstöcke entfernt wurden, leiden Sie unter einem Hormonmangel. Sie sollten unbedingt über die Haut/Scheide mit Östriol und Progesteron versorgt werden. Beide haben keinen ungünstigen Effekt auf eine Endometriose und sind positiv für die Blase. Wie ist denn Ihre Knochendichte? Außerdem sollten Sie den Darm behandeln, denn von dort wandern die guten Bakterien in die Scheide und schützen auch die Blase. Alles Gute!
Liebe Frau Prof. Gerhard,
ein verspätetes Dankeschön für Ihre Tipps:-)
Mittlerweile wurde mein Darm aufgebaut, die Scheide mit entsprechenden Zäpfchen versorgt, doch leider hat mich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen wieder eine schwere Blasenentzündung ereilt, die mit AB behandelt werden musste. Daher baue ich gerade also wieder Darm und Scheide auf.
Ich habe nun den Urologen gewechselt und im Januar einen Termin. u.U. werde ich wohl um einen Blasenschrittmacher nicht herumkommen, da meine Restharnmengen einfach zu hoch sind und durch die Selbstkatheterisierung die Scheidenflora und auch die Blase stark gereizt werden.
Ich bin mir nun etwas unsicher mit meinem weiteren vorbeugenden Maßnahmen. Ich trinke fleißig Blasentee, nehme Canephron, D-Mannose. Ich reagiere sehr sensibel, wenn mein Urin zu sauer ist, die Blase schmerzt dann umgehend, daher versuche ich basisch zu bleiben. Allerdings scheinen sich die Bakterien ja im basischen Milleu richtig wohl zu fühlen?!
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir wieder einen Tipp hätten. Auch vielleicht einen Fahrplan für den Tag, welche Einnahme Sie mir empfehlen würden.
Herzlichen Dank schonmal für Ihre Rückmeldung und Ihre tolle und hilfreiche Website.
Eine schöne Adventszeit!
Ute
liebe Ute,
Ihr Problem ist sehr speziell, einen Fahrplan kann ich da nicht geben. Haben sie mal versucht, mit Hilfe der Akupunktur weiterzukommen? Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
vor 3 Jahren hatte ich einen Tumor, infolgedessen ich (30) leider nach der Operation inkontinent geworden und mit suprapub. Katheter versorgt worden bin. Klappt damit auch ganz gut, nur leider habe ich seit ca 1 Jahr gehäuft Blasenentzündungen.
Intermittierend kathetern klappt leider noch nicht.
Bisher bekam ich (dieses Jahr schon 5x) immer nur für 10 Tage nach Antibiogramm Antibiotika, was zwar half, aber 3 Wochen später war die BE wieder da.
Nur als ich mal 10 Tage AB plus 2 Wochen Nitrofurantoin nahm und zufällig in dieser Zeit auch einen Katheterwexhsel bekam (alle 5 Wochen), hatte ich für 3 Monate Ruhe vor BE.
Bei meinem jetzigen Infekt will mir mein neuer Urologe aber auch nur 10 Tage AB verschreiben und keine antibiotische Langzeitbehandlung.
Überhaupt hab ich das Gefühl, dass ich urologisch nicht unbedingt in besten Händen bin, hab schon öfter gewechselt.
Ich hab jedoch Angst, dass die BE nach diesen 10 Tagen AB dann wieder vor der Tür steht.
Angocin hab ich schon probiert, nicht vertragen (Durchfall).
Cranberry und Methionin haben mir auch nicht wirklich geholfen.
Ich trinke viel und bin auf Hygiene bedacht.
Drum denk ich, dass allein der Katheter nicht schuld sein dürfte, die ersten 2 Jahre hatte ich auch kaum BE.
Haben Sie einen Tipp für mich?
Lieben Dank!
Liebe Maria,
Dieses Problem kenne ich gut, da ich eine Freundin hatte, die jahrelang einen Dauerkatheter tragen musste. Sie kam schließlich gut zurecht mit einer Kombination aus Darmsanierung und regelmäßiger Einnahme von guten Darmbakterien, D-Mannose und Nahrungsergänzungen, die sich günstig auf das Immunsystem auswirken, wie Zink, Vitamin D, usw. Versuchen Sie, einen Arzt für Naturheilkunde zu finden, der Sie in der Therapie begleiten kann. Gute Besserung!
Vielen lieben Dank! Mannose half mir bisher gar nicht, aber ich mache mich jetzt auf die Suche nach einem Arzt für Naturheilkundliche.
Liebe Grüße
Sehr geehrte Frau Prof Dr Gerhard,
ich möchte mich gerne noch einmal mit einer Frage melden.
Glauben Sie , dass Uropol mir auch helfen könnte? Meine Blasenschleimhaut wird von den Antibiotika recht angegriffen sein.
Muss man dafür vorher eine Blasenspiegelung machen und muss man dafür infektfrei sein, also für Uropol?
Könnte dies auch meine Frauenärztin durchführen oder muss es der Urologe sein?
Ich frage deshalb weil ich lieber zur Frauenärztin als Urologie gehe.
Freundliche Grüße!
Liebe Maria,
die normale Frauenärztin wird das nicht machen, fragen Sie sie einfach. Viel Erfolg!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
ich bin in der 35. Schwangerschaftswoche und nehme heute die letzte Tablette des Antibiotikums gegen die Blasenentzündung. Ich hatte zunächst versucht mit Cranberry und Angocin die Einnahme von Antibiotikum zu vermeiden, aber da es nach einer Woche nicht geholfen hatte blieb mir nichts anderes übrig. Meine Bedenken sind nun, dass ich nach Abschluss der Antibiotika-Therapie demnächst eine erneute Blasenentzündung bekomme. Zumal ich nach sechs Tagen Antibiotika manchmal immernoch ein Stechen in der Blase merke (besonders wenn sich der Kleine bewegt).
Was kann ich tun, um eine erneute Infektion zu vermeiden?
Probiotika nehme ich schon, auch Regacan von Syxyl zur Immunabwehr und gelegentlich Symbio vag. Auch trinke ich weiterhin Cranberrysaft. Kann ich diese „Mittelchen“ noch mit Brottrunk und D-Mannose ergänzen oder wird es zu viel und reizt die Blase eher?
Vielen Dank für Ihre Antwort und freundliche Grüße
Ela
Liebe Ela,
nach meinen Erfahrungen ist Kanne Brottrunk ideal, weil er als ganz natürliches Lebensmittel eine Fülle von guten Bakterien enthält, die auch für Ihr Baby wichtig sind und es vor der Anfälligkeit für Allergien und krankhafte Erreger schützt. Die Poweressenz ist hochkonzentriert und wird von einigen Frauen lieber genommen, die nicht gerne eine halbe bis eine Flasche Brottrunk pro Tag trinken wollen. Wenn Sie Brottrunk bisher nicht kennen, langsam anfangen und steigern! Alles Gute für Sie und Ihr Baby!