Blasenentzündung im Winter, weil man ständig friert, im Frühjahr, weil man die erste Sonne überschätzt, im Sommer, weil man sich im nassen Badezeug verkühlt, im Herbst…Und ganz schlimm im Urlaub, wenn man sich doch endlich mal richtig erholen und regenerieren will. Da Blasenentzündungen viele Frauen quälen und es gute Vorsorgemöglichkeiten gibt, sofern frau sie kennt und anwendet, hat mich Frau Ritter, die Chefredakteurin von BIO zu diesem Thema befragt. Sie können das ganze Interview in der BIO 3, 2010 lesen. Hier stelle ich Ihnen Ausschnitte und Ergänzungen vor.
BIO: Jede 2. Frau hat mindestens einmal im Leben mit einer Blasenentzündung zu tun, so zeigen Studien. Was sind die typischen Symptome?
Prof. Ingrid Gerhard: Neben dem ständigen Harndrang verspüren die Betroffenen Brennen beim Wasser lassen und Schmerzen im Unterleib. Es können nur kleine Urinmengen entleert werden, was meist mit Krämpfen verbunden ist.
BIO: Durch welche Faktoren wird eine Blasenentzündung ausgelöst?
Prof. Ingrid Gerhard: Ursache einer Blasenentzündung sind fast immer Bakterien, die durch eine Verkühlung, durch Geschlechtsverkehr oder eine Katheterisierung der Blase überhand genommen haben.
BIO: Warum tritt sie immer wieder mal auf?
Prof. Ingrid Gerhard: Hierfür gibt es verschiedene Gründe. So haben Frauen – im Unterschied zu Männern – eine kurze Harnröhre. Die Bakterien haben deshalb leichtes Spiel, vom äußeren Genitale in die Blase hoch zu wandern. Auch hormonelle Schwankungen können dazu führen, dass nicht nur die Schleimhaut der Scheide, sondern auch die der Blase verkümmert, so dass Bakterien leichter anhaften können.
Ebenso kann eine Antibiotika-Therapie das natürliche Gleichgewicht von guten und schlechten Bakterien auf Haut und Schleimhäuten stören. Last but not least ist ein geschwächtes Immunsystem häufig Auslöser einer Blasenentzündung. Der Körper kann die Bakterien nicht richtig in Schach halten, so beispielsweise bei der Zuckerkrankheit oder als Folge von anderen Erkrankungen.
BIO: Welche naturheilkundlichen Maßnahmen sind bei einer Blasenentzündung erfolgreich?
Prof. Ingrid Gerhard: An erster Stelle stehen hier die pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti.Infekt N (Repha). Sie werden bereits in den oberen Darmabschnitten in das Blut aufgenommen und schädigen die „guten“ Darmbakterien nicht. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Auch die Homöopathie kann helfen, doch sollte man sich das passende Mittel von einem Arzt empfehlen lassen.
BIO: Was kann Frau vorbeugend tun?
Prof. Ingrid Gerhard: Die Badezeit und das Tragen nasser Badekleidung begünstigen gerade im Sommer eine Infektion der Harnwege. Deswegen sollte nach dem Schwimmen möglichst der Badeanzug gewechselt werden. Auch das Sitzen auf blanken Stühlen oder Steinen ist zu vermeiden.
Die Blase hat gerne warme Füße, denn an den Füßen endet der Blasenmeridian. Das bedeutet auch: Nicht auf kaltem Boden barfuß laufen! Wer viel schwitzt, sollte viel trinken, damit die Blase gut durchgespült wird. Bei den allerersten Anzeichen einer Blasenentzündung ist es ratsam, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch ins Bett zu gehen und viel zu trinken.
Ideal ist beispielsweise Cranberrysaft. Dieser verhindert, dass sich die Bakterien an der Blasenwand anheften können. Außerdem macht Vitamin C den Urin sauer, und das mögen die Bakterien gar nicht. Am besten nur leichte basische Nahrungsmittel essen und für eine gute Verdauung sorgen.
Auch Schüßlersalze sind im Anfangsstadium hilfreich. Hier kann alle zehn Minuten 1 Tablette Natrium phosphoricum D6 – möglicherweise im Wechsel mit Ferrum phosphoricum D12 – eingenommen werden. Natrium sulfuricum D6 ist zu empfehlen, wenn die Entzündung nach Kälte und Nässe aufgetreten ist. Dann ist nach einem Tag meist alles ausgestanden.
BIO: Welche Mittel können Sie zur Vorbeugung empfehlen?
Prof. Ingrid Gerhard: Die folgenden Rezepte kann man sowohl zur Vorbeugung von Blasenentzündungen als auch zur Begleitung einer antibiotischen Therapie einsetzen.
Blasentees

• Je 20 g Birken-, Orthosiphon-, Bärentrauben- und Schwarze Johannisbeerblätter sowie Goldrutenkraut mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und fünf bis maximal acht Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1-2 Tassen trinken.
• 20 g Birken- und Orthosiphonblätter mit 30 g Bärentrauben- und 10 g Pfefferminzblättern mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1 Tasse lauwarm trinken.
Achtung: Bärentraubenblätter sind für Kinder unter 12 Jahren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht geeignet. Auch sollten Tees und Medikamente, die Bärentraubenblätter enthalten nur maximal fünfmal im Jahr und dann höchstens eine Woche verwendet werden, da sonst Leberschäden auftreten können. Deshalb noch ein Tee ohne Bärentraubenblätter:
• 50 g Schachtelhalmkraut, 30 g Birkenblätter, 20 g Wacholderbeeren mischen. 1 TL der Mischung mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken.
Pflanzliche Arzneimittel
Bärentraubenblätter gibt es auch in Tabletten, z. B. Cystinol akut Drg. oder mit Goldrutenkraut zur Nierendurchspülung als Cystinol N Lösung (Schaper und Brümmer).
Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen und Reizblase Canephron N (Bionorica SE) längerfristig einnehmen, z.B. 12 Wochen durchgehend, bei akuten Harnwegsinfektionen bis zum Abklingen der Symptome. Die Pflanzenkombination enthält Tausendgüldenkraut, Liebstöckelwurzel und Rosmarinblätter. Dadurch entkrampft sie die Blase, wirkt antientzündlich und antibakteriell. Dosierung: 3 x tgl. 2 überzogene Tbl. oder 5ml.
Oder:
Morgens, mittags und abends je 3-5 Tr. von je einer Sorte: CERES Solidago Ø, CERES Echinacea Ø und CERES Tropaeolum Ø (ALCEA). Wenn Sie Ihren Körper gut kennen, werden Sie vielleicht schon bei den ersten Anzeichen mit diesen Tropfen verhindern, dass es zu einer ausgewachsenen Entzündung kommt.
Nahrungsergänzung
Die Kombination aus Cranberry, Vitamin C, Zink und Selen stärkt das Immunsystem und schützt gezielt die Blase (in Tuim urofemin, Dr. Willmar Schwabe, 4 x tgl. 4 Tbl.).
Spagyrik
Bei ersten Signalen 3x tgl. je 20 Tr. Akutur® spag und Toxex® spag Tropfen (Pekana) in etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten.
BIO: Wann ist bei einer Blasenentzündung von einer Behandlung mit herkömmlichen Antibiotika eher abzuraten?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn es sich um wiederkehrende Blasenentzündungen ohne Fieber handelt. In diesem Fall würden die meisten Antibiotika nur die natürliche Keimbesiedlung von Darm und Schleimhäuten zerstören, was weitere Infekte vorprogrammiert. Dann ist es viel besser, die Wurzel des Übels herauszufinden und mit naturheilkundlichen Methoden das Immunsystem zu stärken. Die oben beschriebenen pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti-Infekt N (Repha) beispielsweise schädigen die Darmbakterien nicht. In der Therapie stehen sie darum immer an erster Stelle. Bei den Alarmsignalen Fieber und Rückenschmerzen dagegen sollte man nicht alleine herumdoktern, sondern schleunigst einen Arzt aufsuchen.
BIO: Kann eigentlich eine Blasenentzündung auch durch zu häufigen Geschlechtsverkehr ausgelöst werden?

Prof. Ingrid Gerhard: Leider ja, wir Frauenärzte sprechen dann oft von einer Honeymoon-Cystitis. Beim Austausch von Intimitäten werden Keime vom gesamten Genitalbereich einschließlich der Afterumgebung verteilt und in die Scheide eingebracht. Durch die „Massage“ der Scheide werden die Bakterien in die Harnröhre und Blase gedrückt. Deshalb sollten sich beide Partner vor dem Verkehr gründlich säubern. Zur Prophylaxe empfehlen wir den anfälligen Frauen die Blasenentleerung nach jedem Geschlechtsakt. Außerdem hat es sich bewährt, viel zu trinken, damit sich die Bakterien nicht anheften können.
BIO: Manche Frauen klagen unter der Einnahme der Pille oder in den Wechseljahren über gehäufte Blasenentzündungen, gibt es da tatsächlich einen Zusammenhang?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, den gibt es deshalb, weil die Schleimhaut der Blase wie die Scheidenschleimhaut auf Östrogene anspricht. Wenn eine Pille mit sehr niedrigem Östrogengehalt eingenommen wird oder wenn nach den Wechseljahren die Eierstöcke nicht mehr genügend Östrogene produzieren, trocknen bei manchen Frauen die Schleimhäute des Genitalbereichs einschließlich der Blase aus. Bakterien können sich dann leichter in der Blase ansiedeln. Wenn das der Fall ist, helfen oft Scheidenzäpfchen mit Östriol auch der Blase. Oder die Frauenärztin verschreibt eine andere Verhütungspille, bzw. für die ältere Frau natürliche Östrogene.
BIO: Welche Hygienemaßnahmen sind wichtig für den Intimbereich?
Prof. Ingrid Gerhard: Die häufigsten Bakterien, die man bei Blasenentzündungen findet, stammen aus dem eigenen Darm. Deshalb sollten Mütter ihren Töchtern von klein auf beibringen, dass sie sich nach der Toilette immer von vorne nach hinten abwischen müssen. Seifen, Waschlotionen und Deos sollten nur sehr zurückhaltend benutzt werden, um die empfindliche Haut im Genitalbereich nicht zu schädigen und die natürliche gesunde Keimbesiedelung zu erhalten. Am besten eignen sich Produkte, die den Säureschutzmantel stärken, beispielsweise Deumavan Waschlotion sensitiv (Kaymogyn). Einmalwaschlappen sind zu bevorzugen, damit keine Keime in den vorderen Genitalbereich verschleppt werden.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Falls sie Fragen zu Blasenentzündungen haben oder eigene Erfahrungen mit anderen Leserinnen teilen wollen, gehen Sie einfach auf dieser Seite nach unten und geben Sie Ihren Kommentar ein. Ich werde auf jeden Fall darauf antworten.
Im BIO-Heft 3, 2010 finden Sie weitere interessante Artikel über:
• Schilddrüsenstörungen
• Essstörungen
• Wie wichtig Tanzen ist
• Pilgern der besonderen Art
• Selbstachtung
• Sonnenyoga
• Außerdem Wohlfühltipps für die heiße Jahreszeit und vieles mehr
Im August erscheint das BIO-Heft 4. Darin erfahren Sie in einem weiteren Interview mit mir, was Sie gegen Scheidenentzündungen tun können.
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Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard
Ich hatte vor etwa 2 jahren immer wiederkehrende Blasenentzündung. Es wurde diagnostiziert, dass ich eine chronische Blasenentzündung hatte die therapiert wurde. Danach hatte ich diese nur selten. Nun habe ich vor 10 tagen eine schlimme Blasenentzündung mit blut in der blase. Habe für 10tage antibiotika bekommen und eine vorbeugende pilzcreme. Heute am letzten Tag an dem ich die Antibiotika nehmen sollte habe ich schon wieder eine Blasenentzündung obwohl ich die Antibiotika gewissenhaft nehme und alle Vorbäugemassnahmen beachte (viel trinken, cranberry tee und gleich nach dem geschlechtsverkehr zur toilette) Ich weis nicht mehr weiter, was kann ich noch tun? Vielen Dank
Liebe Amy,
wenn Sie unter Antibiotika schon wieder eine Blasenentzündung haben, müssen Sie wohl oder übel wieder zum Arzt, denn dann hatten Sie wohl unterschiedliche Keime, die nicht alle auf dasselbe Antibiotikum ansprechen. Zur Vorbeugung versuchen Sie herauszufinden, was Ihr Immunsystem momentan so stresst (Ärger in der Familie, Kummer, Angst usw.), wie Sie sich besser ernähren können und wie Sie die guten Darmbakterien unterstützen können. Hier finden Sie gute Vorsorge und Pflanzenheilmittel. Gute Besserung!
Guten Tag,
Ich habe seid gestern eine leichte Blasenentzündung. Da ich schonmal damit zu tun hatte und zur Zeit im Urlaub bin, habe ich mir Canephron N mitgenommen und nehme diese nun ein. Da ich aber nicht mehr viele habe, hab ich mir hier in Italien etwas in der Apotheke geholt. Das heißt: Cysberry von TEVA. Dies besteht unter anderem aus Crenberries. Nun ist meine Frage ob ich dies in Kombination mit Canephron nehmen kann? Vielen Dank für die Hilfe.
Liebe Sonnenblume,
das Präparat kenne ich zwar nicht, aber so, wie Sie es beschreiben, können Sie es ruhig einnehmen. Gute Besserung!
Danke für die schnelle Antwort. Leider habe ich seid heute Abend Blut im Urin und hab deswegen Antibiotika genommen. Ich hoffe es wirkt schnell.
Ich nehme dieses Antibiotikum: Cotrimoxazol AL forte… Kann ich in Kombination damit Baldriantee trinken? Danke schonmal
Liebe Sonnenblume,
ich denke ja, sonst fragen Sie Ihren Arzt, der hat ein Computerprogrammmit allen erlaubten Kombinationen.
Hallo Frau Prof. Gerhard
Ich schreibe ihnen, weil ich sehr verzweifelt bin. Ich bin 55 Jahre alt und leide seit Jahren unter häufigen Harnwegsinfekten. Laut Urologen habe ich eine leichte Stenose der Harnröhre, die jedoch meine Beschwerden nicht erklärt. Meine Gynäkologin begann daraufhin vor ca. 2 Jahren mit einer Hormontherapie (oral mit Presomen und vaginal mit Oekolp 0,5mg mehrfach wöchentlich). Anfangs schien die Therapie erfolgreich, denn ich war ungefähr ein Jahr beschwerdefrei. Seit Ca.3 Monaten leide ich wieder ständig unter Harnwegsinfekten obwohl sich an meinen Lebensgewohnheiten nichts geändert hat. Alle gängigen Vorsichtsmaßnahmen treffe ich schon seit Jahren
Ich freue mich auf ihren Rat
Mit freundlichen Grüßen Claudia
Liebe Claudia,
Haben Sie keine Gebärmutter mehr? Vielleicht muss die Östrogendosis verändert werden. Unbedingt auch an die guten Bakterien für den Darm denken, was sich direkt auf die Blasenschleimhaut auswirken wird. Störfeld am Bettplatz ausschließen. Emotionale Probleme angehen, eventuell Bachblüten oder Emotionscode Auch alle anderen Artikel über Blasenentzündungen lesen, gibt viele Tipps!
Liebe Frau Prof. Gerhard,
auch ich habe seit Dezember 2015 mit Blasenentzündungen zu kämpfen. Ich achte sehr auf die Vorsorge. Ich nehme 2x täglich 1 Cranberrykapsel, 2x täglich 5 Angocin, täglich ein paar Schluck Cranberrysaft. Dazu trinke ich für die Darmgesundheit täglich 2 Gläser Kanne Brottrunk und mache momentan eine 28 Tage Kur mit probiotischen Bakterien zum trinken (vom Urologen verordnet).
So viel dazu. Nun habe ich im letzten Tag des Urlaubs nicht aufgepasst und saß etwas zu lang draußen im Kalten. Ich hatte dann nachts gemerkt, dass der Harnleiter brennt, am Morgen war dies nicht mehr zu spüren. Ich bin nun wieder zu Hause und alles was ich merke sind Schmerzen in der Blase. Es ist schwer zu beschreiben, es brennt nichts, ich spüre sie einfach. Ansonsten habe ich normalen Harndrang, keine anderen Symptome für eine Entzündung. Ich nehme weiterhin alle Medikamente zur Vorsorge, nur mehr Angocin. Ich teste hin und wieder meinen Urin mit Combur-Teststreifen, es ist alles in Ordnung. Dennoch weiß ich ja aus der Erfahrung, dass dies nicht normal sein kann. Was raten Sie mir? Soll ich zum Arzt gehen, obwohl keine Bakterien nachweisbar sind? Wie lange hält das Gefühl der „spürbaren“ oder gereizten Blase an? Heilen die Schmerzen mit meiner Behandlung bald wieder aus? Ich trinke natürlich 3l am Tag und wärme viel.
Vielen Dank für Ihren Rat!
Liebe Valerie,
das kann schon 3 Tage anhalten. Regelmäßig eine Wärmflasche auf den Bauch ist sicher gut. Sonst tun Sie ja wirklich alles. Wenn Sie allerdings so viel trinken, schwemmen Sie sehr viel Magnesium aus und das kann die Tendenz zu Verkrampfungen, auch der Blase, erhöhen. Sprühen Sie einfach Magnesium Oil auf die Blasenregion und massieren Sie es sanft ein. Alles Gute!
Lieb Frau Professor Gerhard,
ich schreibe nicht wegen mir, sondern wegen meiner Tochter, (32), die unerwartet, aber voller Freude schwanger geworden ist (9 Woche) . Leider leidet sie seit 10 Jahren an immer wiederkehrenden Blasenentzündungen, die wohl meist mit Antibiotika behandelt wurden. Jetzt in den letzten 2 Monaten hat sie bereits das 4 mal solches verschrieben bekommne. Sie hatte einen Urologen gefunden, bei dem sie sich zum ersten Mal ernst genommen fühlt, der aber die vorher angedachet Therapie zum Aufbau der Blasenschleimhaut und des Darms, also der Immunabwehr nun aussetzt, weil seiner Meinung nach, diese gefährlicher bzw. unerforschtrr seien, als Antibiotika und deshalb zu riskant in der Schwangerschaft.
Meine Tochter ist sehr verunsichert, auch, weil sie nicht arbeiten kann und deswegen finanziell in Schwierigkeiten geraten würde.So ihre Ängste.das ist aber verkraftbar. Ich mache mir große Sorgen wegen ihrer Gesundheit. Können Sie mir raten? Sie lebt in Köln.
Liebe Elisabeth,
bei Ihrer Tochter muss unbedingt die Darmbehandlung fortgesetzt werden. Sie kann auch einfach mal mit Kanne Brottrunk anfangen, das baut die Darmschleimhaut auf und wirkt sich nach der Erfahrung vieler Frauenärzte später auch positiv auf die Gesundheit des Babys auf. Als Schutz vor wiederkehrenden Blasenentzündungen D-Mannose einnehmen, was die Anheftung der Bakterien an der Blasenschleimhaut verhindert. Unter http://www.natum.de findet IHre Tochter sicher in Köln einen ganzheitlich arbeitenden Frauenarzt. Alles Gute!
Hallo,
ich habe auch schon seit 10 Jahren mit BEs zu kämpfen, immer Nitrit positiv E.coli Bakterien. Hatte dann die uro Vaxom Kur gemacht und war 3 Jahre beschwerdefrei.
Nachdem ich dann wieder eine hatte habe ich die Kur nochmal 3 Monate gemacht.
Nach dem GV hatte ich leider wieder die üblichen Symptome, aber diesmal war kein Nitrit und E.coli mehr zu finden. ALso hat das Uro Vaxom geholfen, dafür nun andere Bakterien. Habe schon 4 mal Antibiotikum dieses jahr genommen und bin mittlerweile gegen das Cipro resistent.
Habe Monuril genommen, und jetzt 4 Tage später sind noch wenige Leukos im Urin sagte der Urologe. Ein Brennen habe ich auch noch. Aber nicht beim Wasserlassen sondern danach und das dann für mehrere Stunden. Wenn die Blase voll ist, ist alles gut. Soll nun Canephron nehmen, 60 Stück. Nehme nebenbei noch Angocin die Stoßtherapie.
Habe nun schon oft gelesen, das einige Angocin als Dauermedikation nehmen 3×1 pro Tag und nach dem SEx direkt 3-4 Stück. Mein urologe und die Apothekerin sagten aber, das soll man nicht tun, da es dann auch bald nicht mehr wirkt und die gerinnung beeinträchtigt (habe keinerlei Erkrankungen).
Habe mir jetzt noch die Globulis gekauft und möchte die täglich dauerhaft nehmen und noch Acimol.
Darf ich Acimol und Angocin als Dauermedikation einsetzen und nach dem GV noch zusätzlich prohylaktisch Angocin nehmen?
Ist D-Mannose das Gleiche wie Acimol?
Für meinen Darm muss ich auchw as tun, das weiß ich :)
Liebe Aileen,
dann brauche ich Ihnen über den Darm ja nichts mehr zu erzählen (und die Ernährung!). Acimol ist eine Aminosäure, D-Mannose ein Zucker. Beides soll sich günstig auswirken, aber eins von beiden reicht. Wegen Angocin erkundigen Sie sich doch einfach mal beim Hersteller repha: ich persönlich würde kein Risiko sehen, wenn Sie es über längere Zeit einnehmen. Sie müssen nur aufpassen, dass Sie nicht zu viel unterschiedliche Sachen einnehmen, die aber alle einen zu ähnlichen Wirkmechanismus haben. Gute Besserung!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard, ich bin 55 Jahre alt und habe seit 30 Jahren immer mal wieder Blasenentzündungen. Da ich wegen einer Darmentzündung auf Antibiotika verzichten sollte, habe ich mich vor ca. 10 Jahren mit Strovac (Grundimmunisierung, dreifach) impfen lassen und dies jedes Jahr mit Perison aufgefrischt. So hatte ich sieben Jahre glücklicherweise keine BE. In den letzten zwei Jahren habe ich aber leider, trotz der Impfung wieder mindestens zwei BE im Jahr. Diese wurden mit Antibiotika behandelt, was eine erneute Darmentzündung zur Folge hatte. Zur Zeit versuche ich eine BE mit Angocin, Cystinol, Utiproplus und Canephron zu bekämpfen. Gleichzeitig nehme ich mehrere Mittel zum Darmaufbau. Diese Vielzahl an Medikamenten stört mich sehr. Sollte ich die Grundimmunisierung mit Strovac erneut durchführen lassen? Wie stehen Sie zu Impfungen?
Ich danke Ihnen vielmals für Ihre hilfreichen Kommentare in diesem Forum.
Mit freundlichen Grüßen,
Patricia
Liebe Patricia,
das Sie so gut auf Strovac reagiert hatten, könnten Sie das ruhig wieder versuchen. Allerdings könnte es jetzt sein, dass Sie einfach nur einen leichten Östrogenmangel haben, den Sie gut und ungefährlich mit Östriol Scheidenzäpfchen behandeln könnten. Sprechen Sie Ihre Frauenärztin mal darauf an. Viele Grüße!
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
herzlichen Dank für Ihren guten Rat.
Vaginal nehme ich im Wechsel bereits Vagisan Milchsäurezäpfchen und 3xwöchentlich Xapro Creme, so dass die erneute Grundimmunisierung vielleicht doch eine Lösung darstellt. Allerdings habe ich damals mit einer starken Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle und mit Schüttelfrost reagiert, was bei der Auffrischung mit Perison nicht problematisch war. Zudem habe ich jetzt von einigen Impfgegnern gehört, dass ich mir damit eher schaden würde.
Was meinen Sie?
Mit besten Grüßen,
Patricia
Liebe Patricia,
informieren Sie sich, was heute in dem Impfstoff drin ist. Man kann nicht alle Impfungen in Bausch und Bogen verurteilen, auch wenn ich mich nicht gerade zu den Impffreunden zähle. Wahrscheinlich müssen Sie unter mehreren Übeln das wählen, was für Sie am meisten Aussicht auf Erfolg hat. Sprechen Sie noch mal mit Ihren Ärzten darüber, die Ihren Zustand besser beurteilen können als ich. Gute Besserung!
Ich hab nochmal eine Frage und zwar nehme ich auch LThyrox und Cetirizin, kann das auch Einfluss haben?
ist mir kein negativer Einfluss bekannt
Hallo Frau Prof. Seit 2014 leide ich unter wiederkehrenden Harnwegsinfekten. Meine Frauenärztin verschreibt mir jedes Mal bloß Antibiotika. 10 Tage zwei mal am Tag. Es hilft zwar aber nach ein paar Monaten ist alles wieder da. Ich hab eigentlich jeden Tag Angst wieder sowas zu bekommen. Ich nehme seit Dezember Acimol zur Harnsäuerung, trinke jeden Tag ca. 2 Liter, Trinke Cranberrysaft aus der Apotheke und und und. Meine Ärztin meinte da ich den Infekt ja „nur“ alle paar Monate habe ist das nicht schlimm. (Sie hat ja die schmerzen nicht) sie meinte irgendwann geht das wieder weg. Aber mal nach der Ursache zu suchen tut sie nicht. Hab auch gehört man soll die Darmbakterien wieder aufbauen da die durch Antibiotika zerstört werden. Meine Ärztin meinte nö.. muss man nicht. Bei einem Urologen war ich auch schon.. der hat gar nichts besonderes gesagt nur: ist halt so. Ich weiß echt nicht weiter. Kein arzt hilf einem.
Liebe Lisa,
Suchen Sie sich mal einen Arzt für Naturheilkunde,
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
http://www.zaen.org/
oder speziell für den Darm
http://www.mikrooek.de/
Viel erfolg und gute Besserung!
Kann ein Harnwegseffekt auch durch den Umstieg von Mikro zu Minipille erfolgen? Hatte noch nie einen Harnwegsinfekt und eine Woche nach dem Wechsel wurde auf einmal Blut im Urin gefunden und eine Blasenentzündung diagnostiziert…ich hatte noch nie Geschlechtsverkehr und habe mich auch nicht verkühlt.
Welches Antibiotikum ist denn außer Ciproflofaxin zu empfehlen?
Liebe Valentia,
das richtige Antibiotikum müssen Sie nach Austestung mit Ihrem Arzt besprechen. Es kann gut sein, dass Sie nach dem Absetzen der Mikropille zu wenig Östrogen haben (denn die Minipille hat ja nur ein Gestagen), was die Blasenschleimhaut empfindlicher macht. Könnte Ihr Frauenarzt im Scheidenabstrich überprüfen. Wenn Sie Glück haben, gibt sich das wieder, andernfalls ans Absetzen der Minipille denken. Alles Gute!