Blasenentzündung im Winter, weil man ständig friert, im Frühjahr, weil man die erste Sonne überschätzt, im Sommer, weil man sich im nassen Badezeug verkühlt, im Herbst…Und ganz schlimm im Urlaub, wenn man sich doch endlich mal richtig erholen und regenerieren will. Da Blasenentzündungen viele Frauen quälen und es gute Vorsorgemöglichkeiten gibt, sofern frau sie kennt und anwendet, hat mich Frau Ritter, die Chefredakteurin von BIO zu diesem Thema befragt. Sie können das ganze Interview in der BIO 3, 2010 lesen. Hier stelle ich Ihnen Ausschnitte und Ergänzungen vor.
BIO: Jede 2. Frau hat mindestens einmal im Leben mit einer Blasenentzündung zu tun, so zeigen Studien. Was sind die typischen Symptome?
Prof. Ingrid Gerhard: Neben dem ständigen Harndrang verspüren die Betroffenen Brennen beim Wasser lassen und Schmerzen im Unterleib. Es können nur kleine Urinmengen entleert werden, was meist mit Krämpfen verbunden ist.
BIO: Durch welche Faktoren wird eine Blasenentzündung ausgelöst?
Prof. Ingrid Gerhard: Ursache einer Blasenentzündung sind fast immer Bakterien, die durch eine Verkühlung, durch Geschlechtsverkehr oder eine Katheterisierung der Blase überhand genommen haben.
BIO: Warum tritt sie immer wieder mal auf?
Prof. Ingrid Gerhard: Hierfür gibt es verschiedene Gründe. So haben Frauen – im Unterschied zu Männern – eine kurze Harnröhre. Die Bakterien haben deshalb leichtes Spiel, vom äußeren Genitale in die Blase hoch zu wandern. Auch hormonelle Schwankungen können dazu führen, dass nicht nur die Schleimhaut der Scheide, sondern auch die der Blase verkümmert, so dass Bakterien leichter anhaften können.
Ebenso kann eine Antibiotika-Therapie das natürliche Gleichgewicht von guten und schlechten Bakterien auf Haut und Schleimhäuten stören. Last but not least ist ein geschwächtes Immunsystem häufig Auslöser einer Blasenentzündung. Der Körper kann die Bakterien nicht richtig in Schach halten, so beispielsweise bei der Zuckerkrankheit oder als Folge von anderen Erkrankungen.
BIO: Welche naturheilkundlichen Maßnahmen sind bei einer Blasenentzündung erfolgreich?
Prof. Ingrid Gerhard: An erster Stelle stehen hier die pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti.Infekt N (Repha). Sie werden bereits in den oberen Darmabschnitten in das Blut aufgenommen und schädigen die „guten“ Darmbakterien nicht. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Auch die Homöopathie kann helfen, doch sollte man sich das passende Mittel von einem Arzt empfehlen lassen.
BIO: Was kann Frau vorbeugend tun?
Prof. Ingrid Gerhard: Die Badezeit und das Tragen nasser Badekleidung begünstigen gerade im Sommer eine Infektion der Harnwege. Deswegen sollte nach dem Schwimmen möglichst der Badeanzug gewechselt werden. Auch das Sitzen auf blanken Stühlen oder Steinen ist zu vermeiden.
Die Blase hat gerne warme Füße, denn an den Füßen endet der Blasenmeridian. Das bedeutet auch: Nicht auf kaltem Boden barfuß laufen! Wer viel schwitzt, sollte viel trinken, damit die Blase gut durchgespült wird. Bei den allerersten Anzeichen einer Blasenentzündung ist es ratsam, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch ins Bett zu gehen und viel zu trinken.
Ideal ist beispielsweise Cranberrysaft. Dieser verhindert, dass sich die Bakterien an der Blasenwand anheften können. Außerdem macht Vitamin C den Urin sauer, und das mögen die Bakterien gar nicht. Am besten nur leichte basische Nahrungsmittel essen und für eine gute Verdauung sorgen.
Auch Schüßlersalze sind im Anfangsstadium hilfreich. Hier kann alle zehn Minuten 1 Tablette Natrium phosphoricum D6 – möglicherweise im Wechsel mit Ferrum phosphoricum D12 – eingenommen werden. Natrium sulfuricum D6 ist zu empfehlen, wenn die Entzündung nach Kälte und Nässe aufgetreten ist. Dann ist nach einem Tag meist alles ausgestanden.
BIO: Welche Mittel können Sie zur Vorbeugung empfehlen?
Prof. Ingrid Gerhard: Die folgenden Rezepte kann man sowohl zur Vorbeugung von Blasenentzündungen als auch zur Begleitung einer antibiotischen Therapie einsetzen.
Blasentees

• Je 20 g Birken-, Orthosiphon-, Bärentrauben- und Schwarze Johannisbeerblätter sowie Goldrutenkraut mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und fünf bis maximal acht Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1-2 Tassen trinken.
• 20 g Birken- und Orthosiphonblätter mit 30 g Bärentrauben- und 10 g Pfefferminzblättern mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1 Tasse lauwarm trinken.
Achtung: Bärentraubenblätter sind für Kinder unter 12 Jahren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht geeignet. Auch sollten Tees und Medikamente, die Bärentraubenblätter enthalten nur maximal fünfmal im Jahr und dann höchstens eine Woche verwendet werden, da sonst Leberschäden auftreten können. Deshalb noch ein Tee ohne Bärentraubenblätter:
• 50 g Schachtelhalmkraut, 30 g Birkenblätter, 20 g Wacholderbeeren mischen. 1 TL der Mischung mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken.
Pflanzliche Arzneimittel
Bärentraubenblätter gibt es auch in Tabletten, z. B. Cystinol akut Drg. oder mit Goldrutenkraut zur Nierendurchspülung als Cystinol N Lösung (Schaper und Brümmer).
Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen und Reizblase Canephron N (Bionorica SE) längerfristig einnehmen, z.B. 12 Wochen durchgehend, bei akuten Harnwegsinfektionen bis zum Abklingen der Symptome. Die Pflanzenkombination enthält Tausendgüldenkraut, Liebstöckelwurzel und Rosmarinblätter. Dadurch entkrampft sie die Blase, wirkt antientzündlich und antibakteriell. Dosierung: 3 x tgl. 2 überzogene Tbl. oder 5ml.
Oder:
Morgens, mittags und abends je 3-5 Tr. von je einer Sorte: CERES Solidago Ø, CERES Echinacea Ø und CERES Tropaeolum Ø (ALCEA). Wenn Sie Ihren Körper gut kennen, werden Sie vielleicht schon bei den ersten Anzeichen mit diesen Tropfen verhindern, dass es zu einer ausgewachsenen Entzündung kommt.
Nahrungsergänzung
Die Kombination aus Cranberry, Vitamin C, Zink und Selen stärkt das Immunsystem und schützt gezielt die Blase (in Tuim urofemin, Dr. Willmar Schwabe, 4 x tgl. 4 Tbl.).
Spagyrik
Bei ersten Signalen 3x tgl. je 20 Tr. Akutur® spag und Toxex® spag Tropfen (Pekana) in etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten.
BIO: Wann ist bei einer Blasenentzündung von einer Behandlung mit herkömmlichen Antibiotika eher abzuraten?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn es sich um wiederkehrende Blasenentzündungen ohne Fieber handelt. In diesem Fall würden die meisten Antibiotika nur die natürliche Keimbesiedlung von Darm und Schleimhäuten zerstören, was weitere Infekte vorprogrammiert. Dann ist es viel besser, die Wurzel des Übels herauszufinden und mit naturheilkundlichen Methoden das Immunsystem zu stärken. Die oben beschriebenen pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti-Infekt N (Repha) beispielsweise schädigen die Darmbakterien nicht. In der Therapie stehen sie darum immer an erster Stelle. Bei den Alarmsignalen Fieber und Rückenschmerzen dagegen sollte man nicht alleine herumdoktern, sondern schleunigst einen Arzt aufsuchen.
BIO: Kann eigentlich eine Blasenentzündung auch durch zu häufigen Geschlechtsverkehr ausgelöst werden?

Prof. Ingrid Gerhard: Leider ja, wir Frauenärzte sprechen dann oft von einer Honeymoon-Cystitis. Beim Austausch von Intimitäten werden Keime vom gesamten Genitalbereich einschließlich der Afterumgebung verteilt und in die Scheide eingebracht. Durch die „Massage“ der Scheide werden die Bakterien in die Harnröhre und Blase gedrückt. Deshalb sollten sich beide Partner vor dem Verkehr gründlich säubern. Zur Prophylaxe empfehlen wir den anfälligen Frauen die Blasenentleerung nach jedem Geschlechtsakt. Außerdem hat es sich bewährt, viel zu trinken, damit sich die Bakterien nicht anheften können.
BIO: Manche Frauen klagen unter der Einnahme der Pille oder in den Wechseljahren über gehäufte Blasenentzündungen, gibt es da tatsächlich einen Zusammenhang?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, den gibt es deshalb, weil die Schleimhaut der Blase wie die Scheidenschleimhaut auf Östrogene anspricht. Wenn eine Pille mit sehr niedrigem Östrogengehalt eingenommen wird oder wenn nach den Wechseljahren die Eierstöcke nicht mehr genügend Östrogene produzieren, trocknen bei manchen Frauen die Schleimhäute des Genitalbereichs einschließlich der Blase aus. Bakterien können sich dann leichter in der Blase ansiedeln. Wenn das der Fall ist, helfen oft Scheidenzäpfchen mit Östriol auch der Blase. Oder die Frauenärztin verschreibt eine andere Verhütungspille, bzw. für die ältere Frau natürliche Östrogene.
BIO: Welche Hygienemaßnahmen sind wichtig für den Intimbereich?
Prof. Ingrid Gerhard: Die häufigsten Bakterien, die man bei Blasenentzündungen findet, stammen aus dem eigenen Darm. Deshalb sollten Mütter ihren Töchtern von klein auf beibringen, dass sie sich nach der Toilette immer von vorne nach hinten abwischen müssen. Seifen, Waschlotionen und Deos sollten nur sehr zurückhaltend benutzt werden, um die empfindliche Haut im Genitalbereich nicht zu schädigen und die natürliche gesunde Keimbesiedelung zu erhalten. Am besten eignen sich Produkte, die den Säureschutzmantel stärken, beispielsweise Deumavan Waschlotion sensitiv (Kaymogyn). Einmalwaschlappen sind zu bevorzugen, damit keine Keime in den vorderen Genitalbereich verschleppt werden.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Falls sie Fragen zu Blasenentzündungen haben oder eigene Erfahrungen mit anderen Leserinnen teilen wollen, gehen Sie einfach auf dieser Seite nach unten und geben Sie Ihren Kommentar ein. Ich werde auf jeden Fall darauf antworten.
Im BIO-Heft 3, 2010 finden Sie weitere interessante Artikel über:
• Schilddrüsenstörungen
• Essstörungen
• Wie wichtig Tanzen ist
• Pilgern der besonderen Art
• Selbstachtung
• Sonnenyoga
• Außerdem Wohlfühltipps für die heiße Jahreszeit und vieles mehr
Im August erscheint das BIO-Heft 4. Darin erfahren Sie in einem weiteren Interview mit mir, was Sie gegen Scheidenentzündungen tun können.
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Netzwerk Frauengesundheit





Guten Abend
Meine Frage wäre ob ich bei Bluthochdruck die Ceres Solidago comp. Tropfen einnehmen darf? Ich nehme seit fünf Jahre BD Medikamente. Vielen Dank im Voraus. Lieber Gruss
Liebe Enna,
Ceres-Produkte dürfen Sie einnehmen. Ob dieses Präparat in Ihrem Fall richtig ist,sollten Sie mit einer Ceres-Therapeutin besprechen. Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
ich habe auch eine Frage… Ich habe eine akute Blasenentzündung, die ich erst (mit Hilfe meines Arztes) naturheilkundlich und homöopathisch versucht habe zu heilen, die ich nun aber doch mit Antibiotika behandeln muss. In der Vergangenheit habe ich schon mehrmals mit Uro Vaxom gute Erfahrungen gemacht (mehrere Jahre keine Blasenentzündung. Das möchte ich gleich im Anschluss nach der Antibiotikabehandlung wieder machen (über drei Monate und dann Auffrischung). Ich würde meinen Darm aber auch gerne mit Symbioflor wieder aufbauen. Kann ich die beiden Mittel zusammen nehmen? Vagisan Milchsäurebakterien auch noch dazu, um einer schon vorprogammierten Pilzinfektion vorzubeugen? Oder ist das alles zuviel?
Vielen Dank und liebe Grüße,
Cathy
Liebe Cathy,
Können Sie alles gleichzeitig machen, da alles eine andere wirkung hat. Die Kombination ist sicher in Ihrem Fall sinnvoll. Gute Besserung!
Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
Ich war schon immer anfällig für Blasenentzündungen.
Doch seitdem ich die Kupferkette als Verhütungsmittel habe ist es extrem geworden.
Kann die Kupferkette Auslöser für die Entzündungen sein?
Mit freundlichen Grüßen
Sophie
Liebe Sophie,
das kann gut möglich sein und wird immer wieder berichtet, u.a. weil sich das Scheidenmilieu verändert. Es gibt auch noch andere Erklärungen, die aber hier zu weit führen würden. Für Frauen, die immer wieder Probleme mit dem Unterleib haben (egal ob Scheide oder Blase) sind Spiralen keine gute Lösung. Versuchen Sie es doch mal mit einer natürlichen Methode! Viele Grüße!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
im vergangenen Jahr hatte ich (58) monatelang mit einer brennenden, gereizten Harnröhre zu tun. Ich habe das Problem schließlich mit Oekolp-Creme in den Griff bekommen und mit einer wöchentlich zweimaligen Gabe zunächst auch behalten. Nun geht es wieder los! Halten Sie es für möglich, dass die neuerliche Reizung durch die Einnahme von Entwässerungstabletten (Acemit), die ich 4 Wochen lang zur Behandlung eines Makulaödems nach einer Cataract-OP einnehmen musste, wieder „befeuert“ wurde? Das Acemit durfte ich vor 5 Tagen absetzen, die Harnröhre brennt weiter. Nun wende ich die Östrogen-Creme wieder täglich an – bisher allerdings ohne spürbaren Erfolg. Ist das unbedenklich? Wie lange kann und darf ich so weitermachen?
Herzlichen Dank
Maria
Liebe Maria,
Die Östriol Creme dürfen Sie ohne Angst ständig weiternehmen, die ist nur für alles gut. Wenn nach täglicher Nutzung die Beschwerden besser sind, reicht meistens jeden zweiten Tag. Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Prof.
Ich bin 41 Jahre und leide seit der Pupertät an rez. Harnwegsinfekten ( fast immer E.Coli ) und meist nach dem GV.
Ich behaupte zu sagen das ich eigentlich so ziemlich alle Möglichkeiten einer Therapie ausgeschöpft habe.
Natürlich anfangs etliche Antibiose ,
( seit ca. 3 Jahren keine mehr ),sämtliche Naturprodukte (Canephron,Angocin,Cranberry u.s.w. ),
Strovac-Impfung, Homöopathie mit Eugenbluttherapie und und und….
Ich weiss mir langsam keinen Rat mehr.
Aktuell seit 3 Wochen wieder eine BE und habe diesmal alle 3h D-Mannose eingenommen für ca. 3 Tage nach Schema..nach kurzer Besserung musste ich nun heute wieder zum Doc.
Ich bin mir nun nicht sicher ob ich es doch nochmal mit einer Antibiose versuchen soll (nach Kultur )
Ich bin beunruhigt weil ich auch am Alport-Syndrom leide ( chron. entzündliche Nierenerkrankung )und ein bissel Angst um meine Nieren habe wegen den aufsteigenden Keinen.
Und wenn ja,wie kann ich den Darm dabei unterstützen, was die Schleimhautflora angeht…mir fällt nur Joghurt essen ein ?
Ich bin selbst Krankenschwester und weiss um die Schädigung im Körper nach einer Antibiotika -Therapie, aber ich bin wirklich hin und hergerissen.
MfG,Olga
Liebe Olga,
vom Joghurtessen rate ich ab, reicht nicht. Aber Sie haben richtig erkannt, dass Sie etwas für Ihren Darm tun müssen. In diesem Artikel über „Chronisch krank“ wird sehr schön beschrieben, wie Sie diagnostisch vorgehen können. Auch in diesem aktuellen Artikel über Darmgesundheit werden Produkte genannt. Da Sie ja offenbar ein besonders schwerer „Fall“ sind, würde ich Ihnen dringend raten, sich einen Arzt für Naturheilkunde zu suchen, der sich mit der Therapie des Darms gut auskennt. Wahrscheinlich müssen Sie auch Ihre Ernährung verbessern und den Stresslevel runterfahren. Gute Besserung!
Schönen guten Morgen ,
Ich bin mittlerweile sehr verzweifelt ich habe seid letztes Jahr August jedes Mal nach dem geschlechtsverkehr eine Blasenentzündung . Letztes Jahr August habe ich auch die Pille abgesetzt . Ich habe schon Angocin, Nephroselct, cystisol akut und Solidago ausprobiert leider kam die Blasenentzündung immer wieder . Habe gerade eine Langzeittherapie mit dem Antibiotikum Furadantin gemacht die 6 Wochen ging . Da war ich endlich mal beschwerdefrei. Doch schon eine Woche nach absetzen des Antibiotikum habe ich sofort wieder eine direkt einen Tag nach dem Gewchlechtsverkehr . Ich trinke jeden Tag fast 3 Liter am Tag , zur Toilette gehe ich such sofort danach und auf geschlechtskrankeheiten wurden Wir auch getestet . Es ist sehr belastend , vor allem weil ich gerne schwanger werden würde aber ich Angst hab durch die ständige Blasenentzündung und damit Antibiotika Therapie mein Kind zu schädigen
Ich hoffe so sehr das Sie noch einen Tipp für mich haben
Mit freundlichen Grüßen
Liebe Lisa,
Sie sollten sich unbedingt einen Arzt für Naturheilkunde suchen, damit Ihr Darm behandelt wird. Wenn Sie genügend gute Darmbakterien haben, schützen die auch die Scheiden- und Blasenschleimhaut. Bis Sie einen Therapeuten gefunden haben, können Sie schon mal mit dem Trinken von Kanne Brottrunk anfangen. Zu viel Trinken von Wasser, besonders wenn es nicht heiß ist, schwächt eventuell Ihr Immunsystem. Auch die TCM und die klassische Homöopathie könnten Ihnen sicher helfen. Alles Gute!
Hallo Frau Prof. Gerhard,
ich bekomme leider auch häufig Blasenentzündung (3x/ Jahr) in letzter Zeit auch häufiger. Seit einem viertel Jahr nehme ich täglich D’Mannose ein und hatte seitdem keine Beschwerden mehr, bis gestern :-(
Bei mir handelt es sich aber denke ich um ein ganz anderes Problem. Sobald ich daran denke, dass ich jetzt schon lange keine Blasenentzündung mehr hatte, dann kommt sie garantiert ein paar Tage später. Ich bekomme richtige Bauchkrämpfe und steigere mich so lange hinein, bis sie garantiert kommt. Ich weiß einfach nicht wie ich das verhinder soll…für mich ist diese Krankheit das Allerschlimmste und meine permanente Angst davor zieht sie denke ich auch noch magisch an.
Was würden Sie mir in so einem Fall raten?
(Letztes Mal bin ich die Entzündung mit Bärentraubenblättern, viel Trinken und Cranberrie-Kapseln losgeworden sowie Cantharis D200).
Kann ich alle diese Mittel zusammen einnehmen oder sollte ich auf eines verzichten. Kann man Cantharis-Globulli zusammen mit Bärentraubenblätter-Kapseln einnehmen oder nur eins von beiden? Ist es außerdem ratsam ausgepressten Zitronensaft zu trinken? Ist es besser beim Geschlechtsverkehr ein Kondom zu verwenden um zu verhinder, dass zu viele Bakterien in den Harntrakt gelangen?
Ich weiß das sind ziemlich viele Fragen auf einmal, aber da hat sich eben ganz schön was angesammelt.
Viele Grüße
Lisa
Liebe Lisa,
Sie können pflanzliche und homöopathische Mittel ruhig zusammen einnehmen. Nicht zu häufig Bärentraubenblätter Kapseln schlucken, die wirken außerdem nur in alkalischem Harn. Besser Angocin antiinfect. Ausgepresster Zitronensaft soll das Immunsystem stärken, sehr gut, wenn Sie das vertragen. Am allerwichtigsten ist wohl, etwas gegen die Ängste zu tun, bspw. mit Innerwise Gute Besserung!
Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
ich habe vor ca. 20 Jahren wegen häufiger Blasenentzündungen eine Impfung mit E.Coli.Bakterien erhalten (Strovac). Ich hatte zwar zunächst grippeähnliche Symptome, aber letztendlich hat die Impfung mir geholfen. Leider habe ich momentan sehr mit der Reizblasensymptomatik zu kämpfen, bakteriell war alles in Ordnung (oder Bakterienanzahl unterhalb der Nachweisgrenze?). Ich bin mittlerweile 54 Jahre, wahrscheinlich kommt auch Östrogenmangel und dadurch bedingte dünne Blasenschleimhaut dazu. Von Hormonen habe ich nach der Erfahrung mit der Mirena Hormonspirale die Nase voll, ich habe Sorge, dass mir Östrogenzäpfchen schaden würden. Was halten Sie von einer erneuten Strovac-Impfung auch wegen der Reizblasensymptomatik? Cranberrysaft trinke ich mittlerweile täglich, aber
gibt es auch eine einfachere Dauerlösung in Form der Impfung?
Vielen Dank für die guten Infos hier im Netzwerk Frauengesundheit
Liebe Beate,
Ich fände es wirklich sinnvoller, die dünne Blasenschleimhaut zu behandeln, als noch mal die Impfung zu versuchen. Vor Östriol Scheidenzäpfchen oder -salbe brauchen Sie keine Angst zu haben, da es sich bei Östriol um ein „gutes“ Östrogen handelt, wie auch in diesem Artikel beschrieben wurde. Alternativ gibt es die Delima-Scheidenzäpfchen aus Granatapfelsamen und die Femisanit Tabletten aus Sanddorn (dazu kommt bald ein eigener Artikel). Viel Erfolg und berichten Sie mal von Ihren Erfahrungen!
Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
die Delima-Scheidenzäpfchen verbessern wohl den Feuchtigkeitsgehalt der Scheidenschleimhaut für ca. 1 Stunde, allerdings versthe ich nicht, wie sie Einfluss auf die Blasenschleimhaut nehmen sollen. Ich weiss dass das Östriol naturidentisch ist – aber auch die Therapie mit bioidentischen Stoffen wird ja nur bei heftigen Beschwerden im Klimakterium empfohlen. Was spricht ihrer Meinung nach gegen die Impfung mit E.coli-Bakterien, also die Immunisierung? Gibt es negative Erfahrungen, Negativberichte darüber?
Eine Rückfrage zu den Östriol Scheidenzäpfchen: wirken die lokal oder systemisch? MfG Beate
Liebe Beate,
zu Delima: einee Stunde Feuchtigkeit auf der Schleimhaut ist nur eine gesetzliche Pflichtangabe. Die pflegende Wirkung der Vaginalzäpfchen ist auf die hochwertigen Öle zurückzuführen. Zu dem Produkt wurden vor einigen Jahren strukturiert Anwendungsberichte gesammelt. Das Produkt wird von den Therapeuten gerne kurmäßig über einige Wochen empfohlen. Gute Ergebnisse konnten u.a. bei Dyspareunie, der atrophischen Kolpitis und dem klimakterisches Syndrom dokumentiert werden. Und wenn sich Scheidenschleimhaut verbessert, tut das die Blasenschleimhaut auch. Die bioidentische Hormontherapie kann durchaus auch bei leichteren klimakterischen Beschwerden eingesetzt werden. Die Östriolwirkung hängt vom Gewebe und der Art und Anzahl der darin befindlichen Hormonrezeptoren ab. Genaueres finden Sie in diesem Artikel über naturidentische Hormone. Also keine Angst vor Östriol! Wegen der Impfung in Ihrem speziellen Fall sollten Sie sich mit der Firma in Verbindung setzen. Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
ich bin 59 Jahre alt und habe – wie ich so viele Frauen hier im Forum – gravierende Blasenprobleme. Außer einer Reizblase machen wir seit Monaten Harnwegsinfekte das Leben schwer.
Ich würde gerne Ihren Rat erbitten, zu meiner aktuellen Problematik. Seit September habe ich sozusagen ständig einen Harnwegsinfekt:
1. 29.9.-3.10.2015 Cipro 250 mg- 1A, 10 Stück
2. 20.11.2015 Cotrim forte 960 mg 10 Stück (blind verordnet, leider resistent, wie sich später herausstellte)
3. 30.11.2015 Cipro 250 mg/10 Stück. Verordnet nach Antibiogramm
4. 18.12.2015 Cipro 250 mg/10 Stück. Veordnet nach Antibiogramm
hierzu Labortest:
Leukozyten negativ
Nitrit positiv
100.000/ml Escherichia coli
100/ml Enterococus faecalis
5.000/ml Urethralflora
Da ich nach dieser Antibiotika-Gabe immer noch Symptome hatte, habe ich eine Packung Cystinol eingenommen. Leider hat es nicht geholfen.
5. 19.1.2016 Cipro 250 mg/10 Stück. Verordnet nach Labortest
hierzu Labortest:
Leukozyten positiv (ca 75 Leuko/µ)
Nitritnachweis positiv
500.000/ml Escherichia coli
100/ml Enterococcus faecalis
500/ml Urethralflora.
Dass ich im Grunde genommen seit Ende September dauernd Antibiotika einnehme, ist erschreckend. Zumal es ja offensichtlich gar nicht wirkt, obwohl im Antibiogramm als sensibel ausgetestet.
Ich weiss mir keinen Rat mehr. Möchte auf jeden Fall diese dauernde Antiobiotika-Gabe unterbrechen. Es kann ja so nicht weitergehen.
Seit 2 Wochen nehme ich 3×2 Cystorenal cranberry plus (36 mg Proanthocyanidine pro Tag). Mannose-Pulver brachte nichts.
Was raten Sie mir? Wenn auch dieses Mal der Infekt nicht ausgeheilt ist (laut Labor), soll ich dann wieder Antibiotika nehmen oder was könnte ich machen?
Ich erwäge, eine Homöopathin aufzusuchen.
Ich bin sehr, sehr dankbar für Ihre Einschätzung!
Herzliche Grüße
Ronja
Liebe Ronja,
Homöopathie ist sicher ein Weg. Allgemeine Naturheilkunde ein weiterer (Darmtherapie, Abwehrkräfte steigern, TCM etc.) und eine Östrogengabe, um die Schleimhaut aufzubauen und widerstandsfähig zu machen, ein weiterer. Lesen Sie bitte meine Kommentare auf ähnliche Anfragen. Gute Besserung!
Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
herzlichen Dank für Ihre Antwort. Darf ich Sie noch folgendes fragen:
Muss bei einem Laborbefund wie oben genannt (19.1.2016) mit Antibiotika therapiert werden, oder kann man es durchaus auch alternativ probieren? Ist dieser Befund gravierend? Oder könnte man da von einer „leichten“ Blasenentzündung sprechen?
Herzliche Grüße
Ronja
Liebe Ronja,
ob leicht oder schwer hängt auch von Ihrem subjektiven Befinden ab. Sie haben ja selber gemerkt, dass die wiederholten Antibiotika nie langfristig geholfen haben, deshalb wird es Zeit, dass Sie Alternativen versuchen, ohne sich in Gefahr zu bringen. Gute Besserung!
Vielen herzlichen Dank für Ihre Ratschläge!
Ihre Homepage mit den vielen Tipps ist sehr hilfreich!
Herzliche Grüße
Ronja
Sehr geehrte Frau Professor Gerhard,
eine letzte Frage hätte ich noch:
Ich nehme täglich ein Cranberry-Produkt (36 mg Proanthocyanidine),
dazu 2 mal täglich 2 gr. D-Mannose.
Macht es Sinn, dazu noch zusätzlich zum Ansäuern L-Methionin täglich zu nehmen, oder habe ich mit der D-Mannose alles abgedeckt?
Freue mich über eine Einschätzung!
Herzliche Grüße
Ronja
Liebe Ronja,
das sollte reichen! Viele Grüße!
Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
ich wende mich nach nun 8 Monaten erneut an Sie. Leider haben bisher alle möglichen alternativen Versuche inklusive der Behandlung durch eine Homöopathie keinen Erfolg gebracht. Ich habe eine Blasenentzündung nach der anderen.
Trotzdem verliere ich nicht den Mut und suche weiter, zum Beispiel nach einer guten Naturheilkundlerin. Vielleicht wissen Sie einen Weg, wie ich eine seriöse finden kann?
Ich habe noch eine Frage zu dem Vitamin D-Öl, das hier und auch andernorts beschrieben worden ist und dem u.a. auch eine positive Wirkung auf die Blase zugeschrieben wird. Ich nehme an, man kann alternativ zum verschreibungspflichtigen Vigantol auch ein frei zugängliche, wie z.B. das von Dr. Jacobs Vitamin D3 Öl verwenden. Könnte ich davon z.B. 1 Tropfen (oder mehr?) in meine Oestro-Gynaedron M 1,0 mischen und dies 2-3mal pro Woche? Wäre die Vitamin D-Versorgung damit abgedeckt?
Ich freue mich sehr über einen Rat .
Herzliche Grüße
Eine fra
Liebe Ronja,
selbstverständlich können Sie das rezeptfreie Vitamin D3-Öl von Dr. Jacobs verwenden. Es schadet auch sicher nicht, wenn Sie einen Tropfen mit der Gynaedron vermischen. Aber das reicht nicht aus, um einen ausgeglichenen Vitamin-D-Spiegel zu bekommen. Die Menge Vitamin D, die Sie einnehmen müssen, hängt von Ihrem Gewicht und dem Blutwert ab. Lesen Sie die verschiedenen Artikel über Vitamin D in diesem Webmagazin, indem Sie oben rechts die Suchfunktion nutzen.
Bei diesen naturheilkundlichen Gesellschaften finden Sie Ärzte, die Sie individuell beraten können:
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V. Alles Gute, ich freue mich, dass Sie Ihren Mut nicht verlieren!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhart,
ich (19 Jahre) leide nun seit 4 Jahren an wiederkehrenden Blasenentzuendungen, die ohne AB nicht zu beseitigen sind. Anfangs waren es 8 BEs pro Jahr mittlerweile sind es alle 2-3 Wochen eine. Ueber die Jahre war ich bei 3 verschiedenen Arzten, habe eine Zystokopie und eine Doppelballonuntersuchung machen lassen im Krankenhaus, habe eine Homöopathin aufgesucht und alles ausprobiert was nur geht. Die Loesung schien der letzte Arzt den ich im September aufsuchte und mir ein anderes AB gab. Er sagte ich waere zuvor immer falsch behandelt worden und der Infekt sei nie ausgeheilt. Das war meine letzte Hoffnung und siehe da nach der Einnahme war ich 3 Monate ohne Entzuendung. Bei Kaelte musste ich aufpasen, aber eine akute Entzuendung blieb aus. Jetzt sitze ich wiederrum da und habe starke Schmerzen, ganz ploetzlich. Nun gibts wieder Tee ohne Ende und pflanzliche Tabletten, denn einen Arzt erreiche ich jetzt und um Silvester sowieso nicht. (Letztes Jahr um Silvester hatte ich dasselbe Problem, bin ins Krankenhaus und mir wurde gesagt das das doch nur ein leichter Infekt sei und ich deswegen nicht haette kommen sollen, Schmerzen hin oder her) Nun Frage ich Sie, was ich denn noch machen kann? Ich halte das langsam nicht mehr aus. Es ist eine unglaubliche Belastung im Leben und betrifft so viele Frauen die keine Loesung finden.
Liebe Theresa,
da chronische Blasenentzündungen immer etwas mit dem Darm-assoziierten Immunsystem und einem Vitalstoffmangel zu tun haben, sollten Sie sich von einem Arzt für Naturheilkunde ganzheitlich und individuell behandeln lassen. Es gibt Lösungen, aber die werden meist nicht von der Schulmedizin angeboten. Alles Gute!
Leider findet man bei uns keinen Arzt für Naturheilkunde auf diesem Gebiet. Die meisten sind auf Gelenkerkrankungen spezialisiert. Wir wohnen in Halle an der Saale :-((
Liebe Jutta,
versuchen Sie es mal über die Ärztelisten der folgenden Gesellschaften:
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
Frauenärzte für Naturheilkunde
Viel Erfolg!
Sg. Fr. Dr. Gerhard,
Was halten sie von Betmiga bei OAB. Habe Nebenwirkungen gelesen, find ich nicht so prickelnd. Habe häufigen Harndrang wenn ich pysischen od. psychischen Stress habe. Sonst nicht. Da ich aber auch zu HWI neige, sagt mir das jetzt nicht so zu. Soll Betmiga 3 Wochen nehmen.
LG
Liebe Monsi44,
manche Frauen finden durch das Produkt tatsächlich Linderung. Sie müssen also ausprobieren, ob es für Sie so gut ist, dass Sie mögliche Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Alternativ gibt es homöopathische und pflanzliche Heilmittel, die Ihnen individuell von einem Arzt für Naturheilkunde empfehlen werden könnten. Gute Besserung!