Blasenentzündung im Winter, weil man ständig friert, im Frühjahr, weil man die erste Sonne überschätzt, im Sommer, weil man sich im nassen Badezeug verkühlt, im Herbst…Und ganz schlimm im Urlaub, wenn man sich doch endlich mal richtig erholen und regenerieren will. Da Blasenentzündungen viele Frauen quälen und es gute Vorsorgemöglichkeiten gibt, sofern frau sie kennt und anwendet, hat mich Frau Ritter, die Chefredakteurin von BIO zu diesem Thema befragt. Sie können das ganze Interview in der BIO 3, 2010 lesen. Hier stelle ich Ihnen Ausschnitte und Ergänzungen vor.
BIO: Jede 2. Frau hat mindestens einmal im Leben mit einer Blasenentzündung zu tun, so zeigen Studien. Was sind die typischen Symptome?
Prof. Ingrid Gerhard: Neben dem ständigen Harndrang verspüren die Betroffenen Brennen beim Wasser lassen und Schmerzen im Unterleib. Es können nur kleine Urinmengen entleert werden, was meist mit Krämpfen verbunden ist.
BIO: Durch welche Faktoren wird eine Blasenentzündung ausgelöst?
Prof. Ingrid Gerhard: Ursache einer Blasenentzündung sind fast immer Bakterien, die durch eine Verkühlung, durch Geschlechtsverkehr oder eine Katheterisierung der Blase überhand genommen haben.
BIO: Warum tritt sie immer wieder mal auf?
Prof. Ingrid Gerhard: Hierfür gibt es verschiedene Gründe. So haben Frauen – im Unterschied zu Männern – eine kurze Harnröhre. Die Bakterien haben deshalb leichtes Spiel, vom äußeren Genitale in die Blase hoch zu wandern. Auch hormonelle Schwankungen können dazu führen, dass nicht nur die Schleimhaut der Scheide, sondern auch die der Blase verkümmert, so dass Bakterien leichter anhaften können.
Ebenso kann eine Antibiotika-Therapie das natürliche Gleichgewicht von guten und schlechten Bakterien auf Haut und Schleimhäuten stören. Last but not least ist ein geschwächtes Immunsystem häufig Auslöser einer Blasenentzündung. Der Körper kann die Bakterien nicht richtig in Schach halten, so beispielsweise bei der Zuckerkrankheit oder als Folge von anderen Erkrankungen.
BIO: Welche naturheilkundlichen Maßnahmen sind bei einer Blasenentzündung erfolgreich?
Prof. Ingrid Gerhard: An erster Stelle stehen hier die pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti.Infekt N (Repha). Sie werden bereits in den oberen Darmabschnitten in das Blut aufgenommen und schädigen die „guten“ Darmbakterien nicht. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Auch die Homöopathie kann helfen, doch sollte man sich das passende Mittel von einem Arzt empfehlen lassen.
BIO: Was kann Frau vorbeugend tun?
Prof. Ingrid Gerhard: Die Badezeit und das Tragen nasser Badekleidung begünstigen gerade im Sommer eine Infektion der Harnwege. Deswegen sollte nach dem Schwimmen möglichst der Badeanzug gewechselt werden. Auch das Sitzen auf blanken Stühlen oder Steinen ist zu vermeiden.
Die Blase hat gerne warme Füße, denn an den Füßen endet der Blasenmeridian. Das bedeutet auch: Nicht auf kaltem Boden barfuß laufen! Wer viel schwitzt, sollte viel trinken, damit die Blase gut durchgespült wird. Bei den allerersten Anzeichen einer Blasenentzündung ist es ratsam, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch ins Bett zu gehen und viel zu trinken.
Ideal ist beispielsweise Cranberrysaft. Dieser verhindert, dass sich die Bakterien an der Blasenwand anheften können. Außerdem macht Vitamin C den Urin sauer, und das mögen die Bakterien gar nicht. Am besten nur leichte basische Nahrungsmittel essen und für eine gute Verdauung sorgen.
Auch Schüßlersalze sind im Anfangsstadium hilfreich. Hier kann alle zehn Minuten 1 Tablette Natrium phosphoricum D6 – möglicherweise im Wechsel mit Ferrum phosphoricum D12 – eingenommen werden. Natrium sulfuricum D6 ist zu empfehlen, wenn die Entzündung nach Kälte und Nässe aufgetreten ist. Dann ist nach einem Tag meist alles ausgestanden.
BIO: Welche Mittel können Sie zur Vorbeugung empfehlen?
Prof. Ingrid Gerhard: Die folgenden Rezepte kann man sowohl zur Vorbeugung von Blasenentzündungen als auch zur Begleitung einer antibiotischen Therapie einsetzen.
Blasentees

• Je 20 g Birken-, Orthosiphon-, Bärentrauben- und Schwarze Johannisbeerblätter sowie Goldrutenkraut mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und fünf bis maximal acht Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1-2 Tassen trinken.
• 20 g Birken- und Orthosiphonblätter mit 30 g Bärentrauben- und 10 g Pfefferminzblättern mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1 Tasse lauwarm trinken.
Achtung: Bärentraubenblätter sind für Kinder unter 12 Jahren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht geeignet. Auch sollten Tees und Medikamente, die Bärentraubenblätter enthalten nur maximal fünfmal im Jahr und dann höchstens eine Woche verwendet werden, da sonst Leberschäden auftreten können. Deshalb noch ein Tee ohne Bärentraubenblätter:
• 50 g Schachtelhalmkraut, 30 g Birkenblätter, 20 g Wacholderbeeren mischen. 1 TL der Mischung mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken.
Pflanzliche Arzneimittel
Bärentraubenblätter gibt es auch in Tabletten, z. B. Cystinol akut Drg. oder mit Goldrutenkraut zur Nierendurchspülung als Cystinol N Lösung (Schaper und Brümmer).
Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen und Reizblase Canephron N (Bionorica SE) längerfristig einnehmen, z.B. 12 Wochen durchgehend, bei akuten Harnwegsinfektionen bis zum Abklingen der Symptome. Die Pflanzenkombination enthält Tausendgüldenkraut, Liebstöckelwurzel und Rosmarinblätter. Dadurch entkrampft sie die Blase, wirkt antientzündlich und antibakteriell. Dosierung: 3 x tgl. 2 überzogene Tbl. oder 5ml.
Oder:
Morgens, mittags und abends je 3-5 Tr. von je einer Sorte: CERES Solidago Ø, CERES Echinacea Ø und CERES Tropaeolum Ø (ALCEA). Wenn Sie Ihren Körper gut kennen, werden Sie vielleicht schon bei den ersten Anzeichen mit diesen Tropfen verhindern, dass es zu einer ausgewachsenen Entzündung kommt.
Nahrungsergänzung
Die Kombination aus Cranberry, Vitamin C, Zink und Selen stärkt das Immunsystem und schützt gezielt die Blase (in Tuim urofemin, Dr. Willmar Schwabe, 4 x tgl. 4 Tbl.).
Spagyrik
Bei ersten Signalen 3x tgl. je 20 Tr. Akutur® spag und Toxex® spag Tropfen (Pekana) in etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten.
BIO: Wann ist bei einer Blasenentzündung von einer Behandlung mit herkömmlichen Antibiotika eher abzuraten?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn es sich um wiederkehrende Blasenentzündungen ohne Fieber handelt. In diesem Fall würden die meisten Antibiotika nur die natürliche Keimbesiedlung von Darm und Schleimhäuten zerstören, was weitere Infekte vorprogrammiert. Dann ist es viel besser, die Wurzel des Übels herauszufinden und mit naturheilkundlichen Methoden das Immunsystem zu stärken. Die oben beschriebenen pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti-Infekt N (Repha) beispielsweise schädigen die Darmbakterien nicht. In der Therapie stehen sie darum immer an erster Stelle. Bei den Alarmsignalen Fieber und Rückenschmerzen dagegen sollte man nicht alleine herumdoktern, sondern schleunigst einen Arzt aufsuchen.
BIO: Kann eigentlich eine Blasenentzündung auch durch zu häufigen Geschlechtsverkehr ausgelöst werden?

Prof. Ingrid Gerhard: Leider ja, wir Frauenärzte sprechen dann oft von einer Honeymoon-Cystitis. Beim Austausch von Intimitäten werden Keime vom gesamten Genitalbereich einschließlich der Afterumgebung verteilt und in die Scheide eingebracht. Durch die „Massage“ der Scheide werden die Bakterien in die Harnröhre und Blase gedrückt. Deshalb sollten sich beide Partner vor dem Verkehr gründlich säubern. Zur Prophylaxe empfehlen wir den anfälligen Frauen die Blasenentleerung nach jedem Geschlechtsakt. Außerdem hat es sich bewährt, viel zu trinken, damit sich die Bakterien nicht anheften können.
BIO: Manche Frauen klagen unter der Einnahme der Pille oder in den Wechseljahren über gehäufte Blasenentzündungen, gibt es da tatsächlich einen Zusammenhang?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, den gibt es deshalb, weil die Schleimhaut der Blase wie die Scheidenschleimhaut auf Östrogene anspricht. Wenn eine Pille mit sehr niedrigem Östrogengehalt eingenommen wird oder wenn nach den Wechseljahren die Eierstöcke nicht mehr genügend Östrogene produzieren, trocknen bei manchen Frauen die Schleimhäute des Genitalbereichs einschließlich der Blase aus. Bakterien können sich dann leichter in der Blase ansiedeln. Wenn das der Fall ist, helfen oft Scheidenzäpfchen mit Östriol auch der Blase. Oder die Frauenärztin verschreibt eine andere Verhütungspille, bzw. für die ältere Frau natürliche Östrogene.
BIO: Welche Hygienemaßnahmen sind wichtig für den Intimbereich?
Prof. Ingrid Gerhard: Die häufigsten Bakterien, die man bei Blasenentzündungen findet, stammen aus dem eigenen Darm. Deshalb sollten Mütter ihren Töchtern von klein auf beibringen, dass sie sich nach der Toilette immer von vorne nach hinten abwischen müssen. Seifen, Waschlotionen und Deos sollten nur sehr zurückhaltend benutzt werden, um die empfindliche Haut im Genitalbereich nicht zu schädigen und die natürliche gesunde Keimbesiedelung zu erhalten. Am besten eignen sich Produkte, die den Säureschutzmantel stärken, beispielsweise Deumavan Waschlotion sensitiv (Kaymogyn). Einmalwaschlappen sind zu bevorzugen, damit keine Keime in den vorderen Genitalbereich verschleppt werden.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Falls sie Fragen zu Blasenentzündungen haben oder eigene Erfahrungen mit anderen Leserinnen teilen wollen, gehen Sie einfach auf dieser Seite nach unten und geben Sie Ihren Kommentar ein. Ich werde auf jeden Fall darauf antworten.
Im BIO-Heft 3, 2010 finden Sie weitere interessante Artikel über:
• Schilddrüsenstörungen
• Essstörungen
• Wie wichtig Tanzen ist
• Pilgern der besonderen Art
• Selbstachtung
• Sonnenyoga
• Außerdem Wohlfühltipps für die heiße Jahreszeit und vieles mehr
Im August erscheint das BIO-Heft 4. Darin erfahren Sie in einem weiteren Interview mit mir, was Sie gegen Scheidenentzündungen tun können.
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Netzwerk Frauengesundheit





Sehr geehrte Frau Prof.,
ich habe seit einem Jahr immer wiederkehrende Blasenentzüdungen. Dagegen wurde mir immer AB verschrieben, was auch sehr gut geholfen hat. Vor ein paar Monaten wurde ich dann geimpft, was allerdings nur zwei Monate half. Jetzt wurden in meiner Harnröhre Gardnerella Bakterien gefunden, wogegen ich jetzt schon das zweite AB nehmen muss, weil das erste nicht gewirkt hat. Langsam bin ich mit meinen Nerven am Ende, ich nehme jetzt wieder Canephron und die Tropfenkur von CERES, dazu jeden Tag zwei Cranberry-Kapseln. Haben Sie eventuell noch einen weiteren Tipp für mich? Irgendwas, das ich noch ausprobieren könnte?
Vielen Dank schon mal!
Liebe Rike,
Sie sollten von Ihrer Frauenärztin überprüfen lassen, ob Ihre Scheidenschleimhaut durch genügend Östrogen aufgebaut ist. Scheiden- und Harnröhrenschleimhaut sind ganz ähnlich und deshalb auch beide von Östrogen abhängig. Ob die Inhaltsstoffe in den Cranberrykapseln hoch genug konzentriert sind, um das Anheften von Bakterien in der Blase zu verhindern, weiß ich nicht. Außerdem kommen Sie nach so vielen Antibiotika nicht drumherum, Ihren Darm behandeln zu lassen, damit sich wieder eine gesunde Darmflora aufbauen kann. Ärzte für Naturheilkude können Ihnen da weiterhelfen. Gute Besserung!
Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
gibt es eine Alternative zu östrogenhaltigen Scheidenzäpfchen bei trockener Scheide und wiederkehrenden Blasenentzündungen nach den Wechseljahren? Ich bin 63 Jahre alt, in ständiger Behandlung/Begleitung durch einen homöpathisch arbeitenden Arzt, nur leider spricht die Blase/Scheide nicht wirklich darauf an.
Danke für Ihre Antwort.
liebe Inga,
ich habe gute Erfahrungen mit Granatapfelsamenextrakt gemacht (delima), sowohl zum Einnehmen als auch lokal, verträgt sich auch gut mit Homöopathie. Berichten Sie doch mal von Ihren Erfahrungen!
Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
ich leide seit ca. 4 Jahren an immer wiederkehrenden Blasenentzündungen. Ich habe schon viele Antibiotikas bekommen aber dennoch kam die Probleme immer wieder. Teilweise bekam ich sie kurz nach dem Geschlechtsverkehr aber auch so bekomm ich sie. Ich gehe jedes Mal danach auf die Toilette und wische von vorn nach hinten. Meine Schmerzen kommen oft ohne Vorankündigung und sind so stark das ich am Wochenende in die Notfallpraxis gehe und die jedesmal auch feststellen, dass ich eine hohe Anzahl an Bakterien habe.
Ich habe sogar diese Impfung gehen die Blasenentzündung bekommen. Zwar ist sie nicht mehr so stark wie am Anfang, dennoch bekomme ich zwischen durch wieder eine. Ich nehme dann oft Canephron um pflanzlich was für die Blase zu tun. Langsam weiss ich jedoch nicht weiter was ich tun kann. Haben Sie noch Ratschläge für mich?
Liebe Sarah,
wie für viele andere Frauen mit demselben Problem gilt auch bei Ihnen, dass Sie sich einen Therapeuten suchen müssen, der eine Darmbehandlung bei Ihnen vornimmt. Denn nur ein gesunder Darm sorgt für eine gesunde Blasenschleimhaut. Ein weiterer wesentlicher Punkt ist bei vielen Frauen ein Östrogenmangel, z.B. in und nach den Wechseljahren, durch eine zu niedrig dosierte Pille oder in der Stillzeit. Schließlich kann ein Störfeld an einem ganz anderen Körperteil vorliegen, das sich auf die Blase auswirkt, oder ein gestörter Bettplatz. Ärzte für Naturheilkunde kennen sich meistens damit aus. Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
ich bin seit ca. einem halben Jahr mit meiner Freundin zusammen, welche leider nach dem Geschlechtsverkehr wiederholt an Blasenentzündungen leidet.
Während der Zeit der anschließenden Antibiotika-Einnahme und für einen Zeitraum danach, haben wir mit Kondomen verhütet. In dieser Zeit gab es keine solchen Probleme.
Mittlerweile nimmt sie eine spezielle Kur zur Stärkung des Immunsystems der Blase ein und achtet allgemein auf vorbeugende Maßnahmen.
Dennoch neigt sie dazu, kurz nach dem Geschlechtsverkehr ohne Kondom, wieder ein „Kneifen“ zu spüren.
Aus dem Grund habe ich mich ebenfalls schon von einem Urologen untersuchen lassen, welcher eine Urinprobe getestet und einen Ultraschall durchgeführt hat. Sein Fazit war, dass ich keinerlei Auffälligkeiten aufweise.
Langsam aber sicher, sind wir ratlos…
Lieber Finn,
Sie haben nicht geschrieben, wie Sie jetzt verhüten. Sollte Ihre Freundin jetzt die Pille nehmen, kann das ihr Immunsystem wieder verändern. Oder wenn Sie keine Verhütung mehr haben, kann Angst (oder Ambivalenz) vor einer Schwangerschaft ebenfalls zu solchem „Kneifen“ führen. Die spezielle Kur sollte auch den darm mit berücksichtigen. Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
danke für Ihre Antwort!
Meine Freundin hat durchgehend, auch während der Verhütung mit Kondomen und der Einnahme des Antibiotikum, die Pille weiter genommen.
Die Kondome haben wir nur aufgrund der Wechselwirkung des Antibiotikum gewählt.
Kann es denn auch möglich sein, dass ich beispielsweise die Bakterien im Sperma habe und sie dadurch anstecke?
Gegen die Problematik durch Überbeanspruchung spricht doch wohl die Infektion durch Coli-Bakterien, laut Befund, und die Tatsache, dass während der Verhütung mit Kondomen keine solchen Symptome aufgetreten sind, oder?
Lieber Finn,
theoretisch ist Ihre Vermutung richtig, aber trotzdem eine Rarität. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, suchen Sie doch einen Urologen oder Andrologen auf, der die erforderlichen Untersuchungen machen kann. Alles Gute!
Guten Tag Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard
Ich bin 16 Jahre alt und leide seit Januar 2015 unter ständiger wieder kommender Blaseentzündung. Mittlerweile habe ich sie scho wieder seit 7 Tagen. Langsam bin ich am Ende meiner Kräfte. Ich nehme im Moment Schüsslersalz und D-Mannose (heute das erste Mal eingenommen) aber ich hatte 3 Stunden nach der einnahme der D – Mannose Durfall… muss ich es also nochmals nehmen oder nicht?
Ich halte die Schmerzen langsam nicht mehr aus was kann ich noch machen ich bin völlig verzweifelt
Liebe Grüsse
Liebe Vanessa,
Manche Leute bekommen von D-Mannose Durchfall, da hilft nur weniger nehmen. Bei einer akuten Entzündung reicht das aber nicht. Gehen Sie bitte zum Arzt. Kurzfristig können Sie es mit Angocin antiinfect versuchen. Wenn Sie schon fast ein Jahr an diesen wiederkehrenden Entzündungen leiden, stimmt was nicht. Bitte suchen Sie einen Arzt für Naturheilkunde oder Homöopathie auf, damit Ihnen ganzheitlich geholfen werden kann. Gute Besserung!
Hallo Vanessa in dein ALter ist das nicht normal in selten Fällen könnte auch eine Ic gedacht werden . Spreche es mal an.
Ich hatte auch Monate lang immer wieder BE nach Sex, Wechseljahre sind wohl mit ein Grund. Irgendwo las ich von Angocin Anti Infekt Tabletten, rein pflanzlich etwas.
<<<< Gleich nach dem Sex 5 Tabletten Angocin einnehmen <<<<
und Mindestens 2 Gläser Wasser trinken nach dem Sex, damit eventuelle Keime und Bakterien schnell ausgespült werden.
Seit ich das so mache – geht es mir gut, Blase stärken mit Cranberry Saft oder pflanzliche Tabletten mit Kürbis und Cranberry ist auch nicht verkehrt.
Aber die 5 Tabletten sofort und viel trinken – hilft bei mir, dass erst gar keine BE entsteht. Wenn doch mal wegen kalter Füsse oder so – beim ersten anzeichen die 5 Tabletten und Blasentee.
Antibiotika ist auf Dauer keine Lösung, die BE kommt immer wieder und die Antibiotika schädigen den Körper und die Abwehr noch mehr.
Gute Besserung!
Ständige Blasenentzündungen, starke Blutung, kurze Zyklen
Sehr geehrter Frau Prof. Gerhard,
ich bin 44 Jahre, 173 cm, 69 kg, 2 Kinder. Mich plagen seit Jahren starke Monatsblutungen. Ich hatte es im Sommer mit einer Mirena versucht, sie wegen Nebenwirkungen allerdings vorzeitig ziehen lassen. Zudem haben sich meine Zyklen auf 21 Tage verkürzt, durch den hohen Blutverlust bin ich natürlich sehr müde und unkonzentriert. Außerdem plagen mich nach der Periode (verursacht durch häufige Anwendung großer Tampons ?) immer wieder kehrende Blasenentzündungen. Ich nehme hierfür Ovestin Creme & Cranberry Kapseln aber ein großer Erfolg kann ich hier nicht sehen.
Ich denke darüber nach eine Endometriumablation machen zu lassen. Mein Frauenarzt möchte es weiter hormonell versuchen, da er damit meine anderen Probleme mit der Blase in den Griff bekommen möchte.
Welchen Rat können Sie mir geben ?
Beste Grüße und vielen Dank im voraus!
Liebe Stella,
Sicher liegt ein hormonelles Problem vor. Lassen Sie sich weiter von Ihrem FA hormonell behandeln, am besten mit Hormontabletten. Zusätzlich/Alternativ können Sie auch einen Arzt für klassische Homöopathie aufsuchen, vielleicht haben Sie Glück und er findet ganz rasch Ihr richtiges Mittel! Alles Gute!
Lieben Dank für Ihre Antwort. Ich scheue mich immer noch in meinem Jungen Alter mit einer Hormonersatztherapie zu beginnen. Wäre eine Pille vorerst nicht auch einen Versuch wert? Oder wirkt sich diese wieder auf meine Blase aus? Die Blasenbeschwerden sind mittlerweile chronisch.
Liebe Stella 71,
natürlich können Sie auch eine Pille nehmen, vorausgesetzt, sie hat genügend Östrogen und ein ausgewogenes Östrogen/Progesteron-Verhältnis. Allerdings müssen Sie wissen, dass die Pille auch das Immunsystem beeinflussen und einen Vitamin-B-Mangel verursachen kann. Am besten sprechen Sie noch mal mit Ihrem Arzt.
Sehr geehrte Frau Prof.Dr.Gerhard,
danke für Ihren Beitrag und die nützlichen Informationen. Mir ist bewusst, dass zu häufige Antibiotikaeinnahme den Kreislauf der wiederkehrenden BLasenentzündung oft verschlimmert und habe in dieser Hinsicht schon ein paar Maßnahmen ergriffen, um aus dem Kreislauf herauszukommen. In Zukunft werde ich mit Ihren Informationen noch etwas anders damit umgehen und erst einmal auf Angocin und Canephron umsteigen. Leider bin ich gerade im Ausland – abseits eines Arztes und einer Apotheke- und habe mir eine Blasenentzündung eingefangen. Ich habe von meiner Hausärztin für diesen Fall ein Antibiotikum bekommen, das ich bei meiner letzten Blasenentzündung auch von ihr bekam.
Da ich den Verlauf aus Erfahrung bei mir recht gut kenne und glaubte, mit Tee trinken und Cystinol nicht weit zu kommen, habe ich mich entschieden dieses Antibiotika zu nehmen bevor die Entzündung noch mehr voranschreitet. Es hilft auch. Nun bin ich jedoch unsicher, ob ich es drei oder fünf Tage nehmen soll. Mir wären 3 Tage lieber – diese Entzündung ist auch nicht so stark, wie die letzte (da wurden 5 Tage 1 Tablette alle 12 Stunden verordnet). Leider hatte mir meine Ärztin nicht Nitrofurantoin verschrieben, sondern Cipro – 1 A 500mg – ein Breitbandantibiotikum, das auch sehr die Darm- und Scheidenflora in Mitleidenschaft ziehen soll. Wie ich las, soll es bei Nitrofurantoin in Ordnung sein, die Tabletten nur 3 Tage zu nehmen. Bei diesem Antibiotikum bin ich mir jedoch nicht sicher. Wie gesagt, mir wären 3 Tage Einnahme lieber, aber natürlich nur, wenn dies mit diesem Antibiotikum machbar ist. Können Sie mir diesbezüglich eine Auskunft geben?
Vielen Dank im Voraus!
Johanna
Liebe Johanna,
wenn die Infektion diesmal leicht ist, sollten 3 Tage ausreichend sein. Vielleicht finden Sie ja auch im Ausland einen Tee, der desinfizierend auf die Harnwege wirkt und den Sie dann gleich weiter trinken können. Gute Besserung!
Vielen Dank für Ihre Antwort. So werde ich es machen.
Sehr geehrte Frau Prof.Dr.Gerhard,
erst einmal vielen Dank für den sehr interessanten& hilfreichen Artikel!
Leider habe ich nun innerhalb 1 Jahres den 8. Harnwegsinfekt. Alles wurde untersucht beim Urologen, Frauenarzt… Jedes Mal wurde mit AB behandelt, was auch immer sehr schnell (meist schon nach der 1. Tablette) Wirkung zeigte.
Über den Winter habe ich 3x täglich eine Cranberry-Kapsel eingenommen und hatte dann knapp 3 Monate Ruhe. Blöderweise habe ich das Medikament dann abgesetzt und bekam recht schnell die nächste Infektion.
Da ich nun langsam am Verzweifeln bin und kein AB mehr nehmen möchte, habe ich nach Alternativen gesucht und bin auf Ihren Artikel gestossen. Seit Dienstagnacht habe ich erneut einen Harnwegsinfekt, seit Mittwochmittag nehme ich alle 3 Std. 4 Tabletten Angocin. Außerdem 3x täglich 30 ml Cranberrysaft& trinke 3 Tassen Brennesseltee.
Leider ist bisher keine deutliche Besserung eingetreten.
Von der Ärztin habe ich Monuril bekommen, was ich aber noch nicht eingenommen habe. Die Symptome belaufen sich lediglich auf häufigen Harndrang mit Brennen beim Wasserlassen.
Meine Frage nun: Wie lang dauert es bis die Wirkung von Angocin eintritt? Soll ich Monuril einnehmen?
Zur Vorbeugung habe ich mir wieder die Cranberry-Kapseln gekauft. Ich habe aber auch gelesen, dass man Angocin zur Vorbeugung einnehmen kann, wenn ja in welcher Dosis und in Kombination mit Cranberry?
Ein Präperat zum Aufbau der Darmflora habe ich nun ebenfalls gekauft, aber noch nicht damit begonnen, weil ich unsicher bin, was man alles miteinander kombinieren kann.
Es wäre schön, wenn Sie mit diesbezüglich helfen können!
Danke& viele Grüße
Christiane
Liebe Christiane,
wenn sich Ihre Beschwerden bisher nicht gebessert haben, sollten Sie Monuril einnehmen, dann war einfach die Bakterienmenge zu groß. Angocin bewirkt, dass sich die Bakterien nicht an der Blasenschleimhaut festkrallen können, dasselbe bewirken hochdosierte Cranberry-Produkte Brennnesseltee wirkt durchspülend. Alle Produkte haben auch eine antientzündliche Wirkung. Der Cranberrysaft enthält normalerweise zu wenige von den gegen die Blasenentzündung wichtigen Inhaltsstoffen. Die Wirkung der pflanzlichen Mittel sollte nach 2 Tagen spürbar sein. Mit dem Aufbau der Darmflora können Sie jederzeit auch bei Einnahme von Angocin beginnnen. Gute Besserung!
Sehr geehrte Frau Prof.Dr.Gerhard,
seit ca. einem 3/4 Jahr wird meine Frau ( 47 Jahre ) in unregelmässigen Abständen immer wieder von einer Blasenentzündung geplagt.
Die letzte ( Nr. 7 ) kam vergangenes Wochenende.Die ersten 2 Entzündungen waren so stark, dass wir ins Krankenhaus mußten (mit Blut im Urin ).Sie bekam Antibiotika verschrieben und es wurde wieder besser.Seitdem nimmt meine Frau regelmässig Cranberry – Kapseln und trinkt gezielt 2 – 3 Liter ( incl. 2 – Tassen Blasen und Nieren Tee ).
Die letzten Blasenentzündungen hat sie mit “ canephron “ in den Griff bekommen.
Wie ich in vielen Kommentaren hier lesen konnte, und das kann ich bestätigen, schlägt so eine immer wiederkehrende Blasenentzündung auf die Psyche.
Nun habe ich versucht im Internet Möglichkeiten zur Behandlung, bzw. Vorbeugung zu finden, so das nicht gezwungenermaßen ein Antibiotikum verschrieben werden muß.
Ich las immer wieder von folgenden Produkten :
– “ demonatur „, Dragees
– “ cysto fink mono “
– “ Angocin “
– “ Urofemin “
Dann gibt es die immer wieder auftauchenden Säfte, die helfen sollen :
– Cranberrysaft
– Preiselbeersaft
…beide Sorten auch als Tablette / Dragees
Meine Frage :
Kann man Pauschal sagen, was von diesen Mitteln am besten zur Vorbeugung / Behandlung taugt ?
In einem Buch für Klosterheilkunde entdeckte ich ein Rezept für eine Teemischung, bestehend aus Liebstöckel, Hauhechel, Löwenzahn, Wacholder, Birkenblätter, Goldrutenkraut und Thymiankraut.Dieser Tee soll wohl als Kur gedacht sein.Es steht von 2 Wochen Anwendung dabei.
Was halten Sie von dieser Art der Behandlung ?
Birgt so eine Teemischung Risiken ?
Oder erscheint sie Ihnen auf Grund der Zusammensetzung nutzlos ?
Ich würde meiner Frau gern helfen, diese schmerzhafte Entzündung auf Dauer los zu werden.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Kaira
Lieber Kaira,
es ist sehr lieb, dass Sie sich so um Ihre Frau kümmern. Haben Sie aber bitte Verständnis dafür, dass ich nicht alle Fragen beantworten und Stellung zu allen angegebenen Produkten machen kann. In diesem Artikel finden Sie Material über die Preiselbeere. Auch eine homöopathische Behandlung halte ich für sinnvoll. Ganzheitlich arbeitende Frauenärzte finden Sie unter http://www.natum.de Mit einer einzigen Methode werden Sie sicher Ihrer Frau nicht helfen können, eine Kombinationsbehandlung kann nur der behandelnde Arzt sinnvoll durchführen. Alles Gute!