Blasenentzündung im Winter, weil man ständig friert, im Frühjahr, weil man die erste Sonne überschätzt, im Sommer, weil man sich im nassen Badezeug verkühlt, im Herbst…Und ganz schlimm im Urlaub, wenn man sich doch endlich mal richtig erholen und regenerieren will. Da Blasenentzündungen viele Frauen quälen und es gute Vorsorgemöglichkeiten gibt, sofern frau sie kennt und anwendet, hat mich Frau Ritter, die Chefredakteurin von BIO zu diesem Thema befragt. Sie können das ganze Interview in der BIO 3, 2010 lesen. Hier stelle ich Ihnen Ausschnitte und Ergänzungen vor.
BIO: Jede 2. Frau hat mindestens einmal im Leben mit einer Blasenentzündung zu tun, so zeigen Studien. Was sind die typischen Symptome?
Prof. Ingrid Gerhard: Neben dem ständigen Harndrang verspüren die Betroffenen Brennen beim Wasser lassen und Schmerzen im Unterleib. Es können nur kleine Urinmengen entleert werden, was meist mit Krämpfen verbunden ist.
BIO: Durch welche Faktoren wird eine Blasenentzündung ausgelöst?
Prof. Ingrid Gerhard: Ursache einer Blasenentzündung sind fast immer Bakterien, die durch eine Verkühlung, durch Geschlechtsverkehr oder eine Katheterisierung der Blase überhand genommen haben.
BIO: Warum tritt sie immer wieder mal auf?
Prof. Ingrid Gerhard: Hierfür gibt es verschiedene Gründe. So haben Frauen – im Unterschied zu Männern – eine kurze Harnröhre. Die Bakterien haben deshalb leichtes Spiel, vom äußeren Genitale in die Blase hoch zu wandern. Auch hormonelle Schwankungen können dazu führen, dass nicht nur die Schleimhaut der Scheide, sondern auch die der Blase verkümmert, so dass Bakterien leichter anhaften können.
Ebenso kann eine Antibiotika-Therapie das natürliche Gleichgewicht von guten und schlechten Bakterien auf Haut und Schleimhäuten stören. Last but not least ist ein geschwächtes Immunsystem häufig Auslöser einer Blasenentzündung. Der Körper kann die Bakterien nicht richtig in Schach halten, so beispielsweise bei der Zuckerkrankheit oder als Folge von anderen Erkrankungen.
BIO: Welche naturheilkundlichen Maßnahmen sind bei einer Blasenentzündung erfolgreich?
Prof. Ingrid Gerhard: An erster Stelle stehen hier die pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti.Infekt N (Repha). Sie werden bereits in den oberen Darmabschnitten in das Blut aufgenommen und schädigen die „guten“ Darmbakterien nicht. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Auch die Homöopathie kann helfen, doch sollte man sich das passende Mittel von einem Arzt empfehlen lassen.
BIO: Was kann Frau vorbeugend tun?
Prof. Ingrid Gerhard: Die Badezeit und das Tragen nasser Badekleidung begünstigen gerade im Sommer eine Infektion der Harnwege. Deswegen sollte nach dem Schwimmen möglichst der Badeanzug gewechselt werden. Auch das Sitzen auf blanken Stühlen oder Steinen ist zu vermeiden.
Die Blase hat gerne warme Füße, denn an den Füßen endet der Blasenmeridian. Das bedeutet auch: Nicht auf kaltem Boden barfuß laufen! Wer viel schwitzt, sollte viel trinken, damit die Blase gut durchgespült wird. Bei den allerersten Anzeichen einer Blasenentzündung ist es ratsam, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch ins Bett zu gehen und viel zu trinken.
Ideal ist beispielsweise Cranberrysaft. Dieser verhindert, dass sich die Bakterien an der Blasenwand anheften können. Außerdem macht Vitamin C den Urin sauer, und das mögen die Bakterien gar nicht. Am besten nur leichte basische Nahrungsmittel essen und für eine gute Verdauung sorgen.
Auch Schüßlersalze sind im Anfangsstadium hilfreich. Hier kann alle zehn Minuten 1 Tablette Natrium phosphoricum D6 – möglicherweise im Wechsel mit Ferrum phosphoricum D12 – eingenommen werden. Natrium sulfuricum D6 ist zu empfehlen, wenn die Entzündung nach Kälte und Nässe aufgetreten ist. Dann ist nach einem Tag meist alles ausgestanden.
BIO: Welche Mittel können Sie zur Vorbeugung empfehlen?
Prof. Ingrid Gerhard: Die folgenden Rezepte kann man sowohl zur Vorbeugung von Blasenentzündungen als auch zur Begleitung einer antibiotischen Therapie einsetzen.
Blasentees

• Je 20 g Birken-, Orthosiphon-, Bärentrauben- und Schwarze Johannisbeerblätter sowie Goldrutenkraut mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und fünf bis maximal acht Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1-2 Tassen trinken.
• 20 g Birken- und Orthosiphonblätter mit 30 g Bärentrauben- und 10 g Pfefferminzblättern mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1 Tasse lauwarm trinken.
Achtung: Bärentraubenblätter sind für Kinder unter 12 Jahren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht geeignet. Auch sollten Tees und Medikamente, die Bärentraubenblätter enthalten nur maximal fünfmal im Jahr und dann höchstens eine Woche verwendet werden, da sonst Leberschäden auftreten können. Deshalb noch ein Tee ohne Bärentraubenblätter:
• 50 g Schachtelhalmkraut, 30 g Birkenblätter, 20 g Wacholderbeeren mischen. 1 TL der Mischung mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken.
Pflanzliche Arzneimittel
Bärentraubenblätter gibt es auch in Tabletten, z. B. Cystinol akut Drg. oder mit Goldrutenkraut zur Nierendurchspülung als Cystinol N Lösung (Schaper und Brümmer).
Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen und Reizblase Canephron N (Bionorica SE) längerfristig einnehmen, z.B. 12 Wochen durchgehend, bei akuten Harnwegsinfektionen bis zum Abklingen der Symptome. Die Pflanzenkombination enthält Tausendgüldenkraut, Liebstöckelwurzel und Rosmarinblätter. Dadurch entkrampft sie die Blase, wirkt antientzündlich und antibakteriell. Dosierung: 3 x tgl. 2 überzogene Tbl. oder 5ml.
Oder:
Morgens, mittags und abends je 3-5 Tr. von je einer Sorte: CERES Solidago Ø, CERES Echinacea Ø und CERES Tropaeolum Ø (ALCEA). Wenn Sie Ihren Körper gut kennen, werden Sie vielleicht schon bei den ersten Anzeichen mit diesen Tropfen verhindern, dass es zu einer ausgewachsenen Entzündung kommt.
Nahrungsergänzung
Die Kombination aus Cranberry, Vitamin C, Zink und Selen stärkt das Immunsystem und schützt gezielt die Blase (in Tuim urofemin, Dr. Willmar Schwabe, 4 x tgl. 4 Tbl.).
Spagyrik
Bei ersten Signalen 3x tgl. je 20 Tr. Akutur® spag und Toxex® spag Tropfen (Pekana) in etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten.
BIO: Wann ist bei einer Blasenentzündung von einer Behandlung mit herkömmlichen Antibiotika eher abzuraten?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn es sich um wiederkehrende Blasenentzündungen ohne Fieber handelt. In diesem Fall würden die meisten Antibiotika nur die natürliche Keimbesiedlung von Darm und Schleimhäuten zerstören, was weitere Infekte vorprogrammiert. Dann ist es viel besser, die Wurzel des Übels herauszufinden und mit naturheilkundlichen Methoden das Immunsystem zu stärken. Die oben beschriebenen pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti-Infekt N (Repha) beispielsweise schädigen die Darmbakterien nicht. In der Therapie stehen sie darum immer an erster Stelle. Bei den Alarmsignalen Fieber und Rückenschmerzen dagegen sollte man nicht alleine herumdoktern, sondern schleunigst einen Arzt aufsuchen.
BIO: Kann eigentlich eine Blasenentzündung auch durch zu häufigen Geschlechtsverkehr ausgelöst werden?

Prof. Ingrid Gerhard: Leider ja, wir Frauenärzte sprechen dann oft von einer Honeymoon-Cystitis. Beim Austausch von Intimitäten werden Keime vom gesamten Genitalbereich einschließlich der Afterumgebung verteilt und in die Scheide eingebracht. Durch die „Massage“ der Scheide werden die Bakterien in die Harnröhre und Blase gedrückt. Deshalb sollten sich beide Partner vor dem Verkehr gründlich säubern. Zur Prophylaxe empfehlen wir den anfälligen Frauen die Blasenentleerung nach jedem Geschlechtsakt. Außerdem hat es sich bewährt, viel zu trinken, damit sich die Bakterien nicht anheften können.
BIO: Manche Frauen klagen unter der Einnahme der Pille oder in den Wechseljahren über gehäufte Blasenentzündungen, gibt es da tatsächlich einen Zusammenhang?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, den gibt es deshalb, weil die Schleimhaut der Blase wie die Scheidenschleimhaut auf Östrogene anspricht. Wenn eine Pille mit sehr niedrigem Östrogengehalt eingenommen wird oder wenn nach den Wechseljahren die Eierstöcke nicht mehr genügend Östrogene produzieren, trocknen bei manchen Frauen die Schleimhäute des Genitalbereichs einschließlich der Blase aus. Bakterien können sich dann leichter in der Blase ansiedeln. Wenn das der Fall ist, helfen oft Scheidenzäpfchen mit Östriol auch der Blase. Oder die Frauenärztin verschreibt eine andere Verhütungspille, bzw. für die ältere Frau natürliche Östrogene.
BIO: Welche Hygienemaßnahmen sind wichtig für den Intimbereich?
Prof. Ingrid Gerhard: Die häufigsten Bakterien, die man bei Blasenentzündungen findet, stammen aus dem eigenen Darm. Deshalb sollten Mütter ihren Töchtern von klein auf beibringen, dass sie sich nach der Toilette immer von vorne nach hinten abwischen müssen. Seifen, Waschlotionen und Deos sollten nur sehr zurückhaltend benutzt werden, um die empfindliche Haut im Genitalbereich nicht zu schädigen und die natürliche gesunde Keimbesiedelung zu erhalten. Am besten eignen sich Produkte, die den Säureschutzmantel stärken, beispielsweise Deumavan Waschlotion sensitiv (Kaymogyn). Einmalwaschlappen sind zu bevorzugen, damit keine Keime in den vorderen Genitalbereich verschleppt werden.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Falls sie Fragen zu Blasenentzündungen haben oder eigene Erfahrungen mit anderen Leserinnen teilen wollen, gehen Sie einfach auf dieser Seite nach unten und geben Sie Ihren Kommentar ein. Ich werde auf jeden Fall darauf antworten.
Im BIO-Heft 3, 2010 finden Sie weitere interessante Artikel über:
• Schilddrüsenstörungen
• Essstörungen
• Wie wichtig Tanzen ist
• Pilgern der besonderen Art
• Selbstachtung
• Sonnenyoga
• Außerdem Wohlfühltipps für die heiße Jahreszeit und vieles mehr
Im August erscheint das BIO-Heft 4. Darin erfahren Sie in einem weiteren Interview mit mir, was Sie gegen Scheidenentzündungen tun können.
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Netzwerk Frauengesundheit





Liebe Frau Prof. Gerhard,
Seitdem ich einen neuen Partner habe (1jahr) bekomme ich regelmäßig e. Coli Erreger in die Blase. Nachdem pflanzliche Mittel nicht helfen, muss ich dann Antibiotika nehmen. Meine Frage:
Ist eine Einzeltherapie mit Monuril weniger belastend für den Körper als z. B eine 5 Tage Therapie mit herkömmlichen AB?
Und wie kann ich mir das Problem im Zusammenhang mit der Partnerschaft erklären?
Vielen Dank!
Liebe Violetta,
entweder haben Sie andere Praktiken beim Liebesspiel oder Ihr Immunsystem ist geschwächt oder..Lesen Sie noch die anderen Artikel über Blasenentzündungen, dann finden sie vielleicht noch ein paar Tipps zur Verhütung, denn Antibiotika können ja keine Dauerlösung sein!
Hallo Frau Dr. Gerhard,
ich hatte innerhalb von ca. 10 Wochen zum zweiten Mal ziemlich viel Blut beim Wasserlassen im Urin.
Beim ersten Mal war ich bei meinem Hausarzt. er hat mit Antibiotika behandelt.Nun hatte ich die gleichen Beschwerden wieder. Blut. Schmerzen und Brennen sowie häufiges zur Toilette gehen. Die Bescherden waren allerdings in beiden Fällen nach einem halben bis einen Tag wieder weg.Bin nun zu meinem Urologen gegangen.Der Urin war nicht so gravierent schlecht.Weiterhin hat er eine Blasenspiegelung durchgeführt. Da sah er in der Blase eine veränderte Stelle.Er meint das wäre,wahrscheinlich, eine Entzündung durch Darmerreger. Nun nehme ich wieder Antibiotika und muss Anfang Oktober wieder zur Blasenspiegelung weil er ausschliessen will das es ein Tumorart ist,die fast genauso aussieht
Vielen Dank
Liebe Martina,
Nehmen Sie bitte gleich nach den Antibiotika gute Darmbakterien ein. Da ich Ihr Alter nicht kenne, könnte auch eine hormonelle Störung zu der Anfälligkeit der Blasenschleimhaut führen. Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt beraten. Gute Besserung!
Liebe Frau Professor Gerhard,
seit etwa einem Jahr leide ich an immer wiederkehrenden Harnwegsinfekten.Die Strovac-Impfung hat nicht geholfen.Mit Akupunktur (das mache ich seit einem halben Jahr) habe ich gute Erfahrungen gemacht- nichtsdestotrotz kommen die Entzündungen immer wieder.Angocin hilft mir dabei immer sehr gut und ich kann bei Beschwerden ganz auf Arztbesuche und Antibiotika verzichten.Wenn ich Angocin absetze treten die Beschwerden nach kurzer Zeit wieder auf.Daher meine Frage: Wie lange kann ich Angocin vorbeugend (2×2) einnehmen?Ich frage deshalb weil ich keine Resistenzen (falls das bei pflanzlichen Mitteln überhaupt möglich ist) entwickeln möchte. Und ist davon auszugehen, dass ich meine chronischen Infekte langfristig überwinde, sofern ich Angocin für längere Zeit nehme?
Vielen Dank für Ihre Hilfe!Diese Seite ist wirklich toll – und entgegen der Meinung vieler Urologen muss tatsächlich nicht immer ein Antibiotikum her.
Liebe Julia,
Alternativ können Sie zur Ansäuerung auch L-Methionin oder D-Mannose nehmen. Haben Sie denn schon an eine Darmbehandlung, TCM oder Homöopathie gedacht? Viele Grüße!
Liebe Prof. Gerhard,
vielen Dank!Ja, darüber habe ich schon nachgedacht.Ich werde diese Woche eine Stuhlprobe versenden und dann wird mir mitgeteilt wie vorgegangen werden kann.Haben D-Mannose und L-Methionin den gleichen Effekt wie Acimed bzw.Acimethin (davon habe ich hier auch schon ab und zu gelesen)? Ich könnte diese Präparate also als Alternative zu Angocin nehmen?
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Liebe Julia,
Acimed und Acimethin sind einfach die Produktnamen, der Inhaltsstoff ist Methionin, könnten durchaus mal eine Alternative zu Angocin sein. Viele Grüße
Sehr geehrte Frau Professor Gerhard,
ich nehme seid ca. 3 Wochen Urovaxom und haben seid ein paar Tagen erhöhte Lykos. Kann das von der Behandlung kommen oder hab ich mir einen neuen Infekt eingefangen?
Ich versuch schon alles um meine chronische Blasenentzündung in den Griff zu bekommen. Angocin, Urofemin, Canephron, Blasen und Nierentee´s, viel trinken.
Wäre Akupunktur ein Heilungsansatz? Die Osteopathie hat zwar etwas gebracht aber wie sich jetzt raus stellt auch nicht dauerhaft.
Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
Denise
Liebe Denise,
Sowohl die TCM als auch die Homöopathie könnten Ihnen helfen. Außerdem den Urin ansäuern mit d-Mannose oder L-Methionin. Gute Besserung!
Sehr geehrte Frau Professor Gerhard,
welche Möglichkeiten bieten sich denn den Frauen, die postmenopausal antihormonell mit Tamoxigen behandelt werden? Nach inzwischen ca. 20 Antibiosen bin ich mittlerweile mehr als frustriert von den rezidivietenden Harneegsinfekten, die offenbar mit meinem Hormonmangel zusammenhängen. Mein Immunsystem versuche ich nach der Carboplatinchemo und etlichen OPs unter Vollnarkose wieder aufzubauen. Aber ich drehe mich irgendwie im Kreis und komme nicht zur Ruhe mit den Infekten.
Vielleicht haben Sie ja noch einen guten Tipp! Was halten Sie in diesem Kontext von hochdosierten Vit.C Infusionen?
Herzlichen Dank und viele Grüße !
Liebe Anne,
nur Vitamin C-Infusionen ist sicher nicht ausreichend. Lassen Sie sich von der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr einen Therapeuten in Ihrer Nähe nennen, der eine komplette komplementäre Krebstherapie macht. Dazu gehören neben den Infusionen mit verschiedenen Vitalstoffen auch die Darmbehandlung, individuelle Pflanzenheilkunde oder Homöopathie usw. Wenn Sie rach etwas für Ihr Immunsystem tun wollen, kann ich Ihnen auch Vicolac immun empfehlen, das ich in diesem Artikel vorgestellt hatte. Um zu verhindern, dass sich Colibakterien an der Blasenschleimhaut anheften, können Sie auch L-Methionin oder D-Mannose einnehmen. Alles Gute!
Liebe Frau Dr.Gerhard,
wie hoch ist die Dosierung bei einer dauerhaften Einnahme von Angocin zur Vorbeugung einer Blasenentzündung? Ich habe gehört morgens und abends je 2 Tabletten? Und: Ich habe seit Januar schon 5 blasenentzündungen gehabt. jedesmal unangekündigt mit Fieber und stark Blut im Urin, sodass ein antibiotikum her musste. mein Immunsystem ist mittlerweile deswegen zerstört und mein physischer Zustand im Kellner. Auch ich habe einen engen Zusammenhang zum Geschlechtsverkehr festgestellt. Aber wird das nun ein leben lang so bleiben ?? früher hatte ich auch regelmäßig Sex und bin mit nackigen Füßen über kalte Böden gelaufen. … Mittlerweile habe ich richtig Angst vor dem Sex, weil mich die Panik begleitet, dass ich spätestens zwei Tage danach wieder eine BE habe. …
Eine Frage habe ich vergessen: Kann es sein, dass mein Partner etwas in seinem Sperma hat, dass er auf mich überträgt?
VG!
Liebe Mareike,
ich kann mir gut vorstellen, wie verzweifelt Sie nach diesen vielen Monaten sein müssen! Wenn Ihr Immunsystem so im Keller ist, sollten Sie zu einem Arzt für Naturheilkunde gehen, der überprüfen kann, ob Ihnen wichtige Vitamine fehlen, z.B. Vitamin D oder Zink, wie Sie am besten Ihren Darm behandeln können, der durch die vielen Antibiotika sicher in Mitleidenschaft gezogen ist, und ob Umweltbelastungen eine Rolle spielen könnten. Es ist eine Rarität, dass die Keime durch das Sperma übertragen werden. Das Normale ist, dass es Ihre körpereigenen Mitbewohner sind, die beim Geschlechtsverkehr in die Scheide gelangen und von dort in die Blase, wo sie sich wegen der Immunschwäche wohl fühlen. Angocin 2×2 zur Vorbeugung ist richtig. Alternativ konzentrierten Preiselbeersaft oder den Urin mit einer natürlichen Aminosäure, dem L-Methionin, ansäuern. Soll alles verhindern, dass sich die Bakterien an der Blasenwand festkrallen.
Gute Besserung, das kriegen Sie sicher wieder hin!
Liebe Frau Doktor,
Kann ich denn Angocin und Methionin gleichzeitig nehmen oder muß ich mich für eines von beiden entscheiden? ? Ich habe beides nun die letzten Wochen gleichzeitig eingenommen. Leider sitze ich nun wieder mit einer leichten BE auf der Toilette :( Noch habe ich das Antibiotikum nicht angerührt da ich es so bekommen will um meinen Körper nicht wieder zu belasten. Ich habe nun gehört dass man NATRON in Wasser auflösen und trinken soll. Aber wirkt das dann nicht dem Methion entgegen? Methion macht den Urin doch sauer. Natron neutralisiert ihn aber und die Bakterien fühlen sich doch nur im sauren urin unwohl oder? VIELEN DANK und freundliche Grüße!
Liebe Mareike,
von Natron halte ich nichts. Aber so individuelle Ratschläge, die Sie offenbar benötigen, kann Ihnen nur ein Therapeut geben, der Sie kennt. Außerdem die Darmbehandliung nicht vergessen. Viele Grüße!
Guten Abend Frau Prof. Dr.Gerhard,
auch ich habe eine kurze Frage an Sie.
Wie viele andere leide auch ich unter ständig wiederkehrenden Blasenentzündungen durch GV.
Kürzlich bin ich auf Angocin Anti-Infekt N gestoßen.
Gelesen habe ich, dass hier Wechselwirkungen mit Schilddrüsenpreparaten auftreten können.
Nun zu meiner Frage:
Ich nehme morgens 25mg L-Thyroxin und am späten Nachmittag die Pille „Maxim“, beeinträchtigt Angocin Anti-Infekt N die Wirkund der Pille und inwieweit stört es meine schon vorhandene Schilddrüsenunterfunktion bzw. nimmt der Körper das L-Thyroxin erst garnicht ganz auf?
Angocin Anti-Infekt N möchte ich sowohl vorbeugend einnehmen sowie direkt nach dem GV und bei akuter BE.
Im Voraus bedanke ich mich herzlichst für Ihre Antwort
und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Claudia
Liebe Claudia,
können Sie ruhig alles an einem Tag nehmen, Sie können ja zwischen den Einnahmen eine halbe Stunde Pause lassen. Viele Grüße
Sehr geehrte Frau Professor Gerhard,
meine Tochter ist 18 Jahre alt, nimmt seit einem JAhr die Pille Bellissima, hat seit Januar diesen Jahres ihren ersten Freund … und nach dem ersten GV (nicht 100% sicher) trat bei ihr eine Blasenentzündung auf. Auch Schmerzen in der Nierengegend, aber mit Ultraschall keine Entzündung nachweisbar. Erste Behandlung mit Cefuroxim (ärztlicher Notfalldienst).
Erneute Blasenentzündung, aber keine Keime im Urin nachweisbar. Gabe von Monoril und Canesten durch Frauenärztin, zeitgleiche Behandlung mit Canophron Tropfen. … später dritte Blasenentzündung, erneut keine Keime im Urin nachweisbar. Chlamydien-Kultur negativ. Ein zweites MAl Monoril. Der Urologe empfiehlt eine Blasenspiegelung. Ich bin skeptisch. Ich halte die Pille für verantwortlich, denn meine Tochter hat auch immer Zwischenblutungen. Zudem hat sie Schamplippen, die außen liegen, so dass auch dadurch m.E. eine größere Infektgefahr besteht. Sie ist sehr verzeifelt. Schläft schon nicht mehr mit ihrem Freund. Da eine Blasenspiegelung auch Risiken hat, würde ich ihr nich so gerne dazu raten, aber sie hat auch Angst, das ernstere Erkrankungen vorliegen. Ein bisschen recherchiert sie auch im Internt. Was sagen Sie?
Liebe Helma,
ich halte eine Blasenspiegelung ebenfalls für überflüssig. Mit der Lage der Schamlippen haben die Blasenentzündungen auch nichts zu tun. Man kann versuchen, auf eine Pille mit einer anderen Zusammensetzung umzusteigen, sie sollte mit ihrem Frauenarzt darüber sprechen. Viele junge Frauen bekommen unter der Pille eine Abwehrschwäche, u.a. da die Pille ein Vitaminräuber ist. Diese ist umso ausgeprägter, je unausgewogener die Ernährung ist und je schlechter die Darmflora ist. Ihre Tochter sollte dies von einem Arzt für Naturheilkunde überprüfen lassen. Gute Besserung!
Hallo liebe Frau Professor Gerhard,
die Blasenentzündung scheint nun erst einmal überstanden. Mit Hilfe von Monuril (Einmalgabe) hat sich das alles wieder beruhigt.
Ich habe mir außerdem Oekolp Salbe von meiner Frauenärztin verschreiben lassen.
Außerdem trinke ich nun vorbeugend Blasen- und Nierentee aus dem Reformhaus und nehme 3 x 2 Tabl. Angocin.
Der Urologe hat mir nun wieder eine Auffrischung (2 Monate) mit Uro Vaxom empfohlen.
Meine Frage an Sie ist folgende: Ich bemerkte nach meiner ersten Entbindung (ist schon 48 Jahre her) so komische „Zipfel“ am Darmausgang, die ich für Hämorrhoiden hielt. Ich habe mehrfach die Frauenärztin danach gefragt.
Nun – nach vielen Recherchen im Internet – scheinen das aber Marisken zu sein.
Können diese „Gebilde“ ursächlich verantwortlich sein für die vielen Blasenentzündungen in den letzten 15 Jahren? Vorher waren die Marisken auch schon da, aber ich war vermutlich hormonseitig noch geschützt. Könnte das sein? Und müsste ich mir diese Dinger operativ entfernen lassen bzw. was kann ich tun, damit die Coli-Bakterien nicht immer wieder den Weg in die Blase finden?
Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Freundliche Grüße
Christiane
Liebe Christiane,
Marisken sind lediglich kleine Ausstülpungen der Darmschleimhaut, sie haben mit Ihren Blasenentzündungens sicher nichts zu tun. Finger weg von einer OP! Mal den Bettplatz untersuchen lassen und den Darm behandeln. Viele Grüße!
Sehr geehrte Frau Doktor,
ich hab im Moment ein ziemlich heftiges Problem:
Ich muss drei verschiedene Blutdruckmedikamente nehmen: Bisoprolol 5 mg, Rasilez 150 mg, HCT 12,5 mg.
Dazu nehme ich abends wegen einer Generalisierten Angststörung 100 mg Opipramol und bei Bedarf 1,5 mg Bromazanil.
Ich habe – nachdem ich im Jahr etwa 4 x eine Blasenentzündung hatte, die immer mit Antibiotika behandelt wurden, vom Urologen Uro Vaxom verschrieben bekommen, das ich seit August genommen habe (90 Tage, danach Pause, danach Auffrischung) nun seit drei Tagen wieder eine BE. Auf Anraten des Urologen sollte ich es mit Naturheilmitteln versuchen. So nehme ich seit drei Tagen Urol flux forte (Goldlrutenkrautextrakt), ich trinke viel und wende Wärme an.
Leider ist der Urin immer noch trüb und es brennt beim Wasser lassen. Ich bin ziemlich verzweifelt und unsicher. Morgen ist Feiertag, und ich will nicht schon wieder zum Notdienst laufen.
Sollte ich mir wieder Oekolp Salbe von meiner Frauenärztin verschreiben lassen. Aber das kann ich auch erst übermorgen.
Ich bin ziemlich ratlos.
Freundliche Grüße
Ihre Christiane
Liebe Christiane,
Sie können bis zum nächsten Arzttermin sicher ohne Rezept Delima Scheidenzäpfchen nehmen, Angocin antiinfect 3×2 und gute Darmbakterien. Gute Besserung!
Liebe Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
vielen Dank für die schnelle Antwort!
Nein, sie bekommt kein Vitamin D.
Was die gesunde Ernährung angeht, sie ernährt sich relativ gesund, sie isst viel Gemüse, Obst, natürlich gibt es auch mal was Süsses, aber Fast Food gibt es bei uns nicht!
Ich gebe ihr zur Immunstärkung Sanostol Multivitaminsaft.
Vielen Dank!
Liebe Irina,
das ist ja prima. Habe gerade nachgeschaut. Der Sanostol Multivitaminsaft enthält nur 5 mikrogramm Vitamin D in 10 ml, das sind 200IE. Von den Fachleuten werden aber für Kinder 800-1.000 IE empfohlen. Wenn Ihr Kind jetzt viel in der Sonne ist, mag das reichen, aber im nächsten Winter würde ich unbedingt mehr Vitamin D geben. Viele Grüße!