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Ernährung geschlechtlich

Von | 19. August 2009 – 14:34 Ein Kommentar 8.856 AufrufeDrucken

Fleisch und Salat

Haben Sie sich auch mal gefragt, warum Ihr Mann immer Fleisch essen will, während Sie viel lieber einen schönen Salat essen würden?

Die große deutsche Verzehrsstudie an 15.000 Deutschen hat herausgefunden, dass Männer mit täglich 160 g doppelt so viel Fleisch und Wurst essen wie Frauen und deutlich weniger Obst.

Eigentlich sind diese unterschiedlichen Vorlieben von der Natur sehr vernünftig eingerichtet: die Frau ist meist kleiner und leichter, hat weniger Muskelmasse und einen niedrigeren Grundumsatz als der Mann, d. h. sie braucht weniger Energie als er. Aber die meisten Vitamine, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe benötigt sie in praktisch gleicher Menge, wenn sie schwanger ist, sogar noch viel mehr. Deshalb muss sie hochwertigere Lebensmittel essen, die viele gute Inhaltsstoffe und weniger Kalorien enthalten.

Uneigentlich ist es heute aber so, dass auch Männer viel zu viele Kalorien zu sich nehmen, denn aus dem muskelbepackten Jäger ist ein bauchlastiger Schreibtischarbeiter geworden. Neben dem überhöhten Fleischverzehr ist der Alkoholkonsum der Männer viermal höher als der der Frauen, also noch mehr Kalorien, die das Körperfett aufbauen. Mit zunehmendem Bauchfett steigt das Risiko für Gefäßverkalkung und damit Herzinfarkt und Schlaganfall an.

Übrigens auch bei Frauen: Mit steigendem Verzehr von Fleisch und Wurst erhöht sich das Risiko einer Herz- und Gefäßerkrankung, während Obst, Salat und Gemüse schützend wirken. Da in der oben genannten Verzehrsstudie von beiden Geschlechtern der geforderte tägliche Gemüseverzehr von 400 g nur halb erreicht wurde, sollten Sie langfristig für sich und Ihren Partner die Portionen umverteilen: zweimal in der Woche Fleisch, täglich Salat, Obst und Gemüse. Und bewusster Umgang mit Alkohol. Genaueres im Frauen-Gesundheitsbuch im Kapitel Ernährung.

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