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Weltneuheit für jede Frau: Heißer Moortampon zur Selbstheilung, VAGIPEAT®

14 März 2011 8.235 Aufrufe 3 Kommentare von Dr. Robert Kovarik Drucken Drucken

Schon seit Jahrhunderten sind Moorbäder und Moorpackungen bekannt, aber Moortampons? Warum gerade vaginal? Ist das nicht irgendwie anrüchig oder sogar verrückt? Nein.
Erstens können wir uns mit der vaginalen Moorbehandlung all die möglichen Nebenwirkungen des Bades, der Kur und der Wärmebelastung sparen. Somit steht die Methode mehr Menschen zur Verfügung.
Und zweitens ist es nur auf vaginalem Wege möglich, das innere Genitale exakt, schnell, intensiv und langfristig zu erreichen.

Die neue Methode VAGIPEAT® ist eine sehr wirksame, einfache, ungefährliche und umweltschonende Behandlung. Sie eignet sich hervorragend zur preiswerten Selbsthilfe und kann verschiedene gesundheitliche Probleme auch dort lösen, wo die moderne Medizin mit ihrem riesigen medikamentösen und operativen Angebot versagt.

Entstehung des Moores

Fast alle Moorpflanzen sind anerkannte Heilkräuter. Die reifen Moorpflanzen verfaulen nach ihrem Ableben nicht, wie es sonst auf der Wiese geschieht, sondern sie sinken unter die Wasserfläche. Dort, unter dem Ausschluss von Sauerstoff, bleiben die wirksamen Verbindungen aller Heilkräuter konserviert.

Jeder kennt die heilende Kraft verschiedener Kräutertees. Diese werden durch Aufguss wertvoller Heilpflanzen zubereitet. Ein wirksamer Pflanzentee (aus Blüte, Blatt, Wurzel) ist das Ergebnis der Ernte nur eines einzigen Jahres. Im Moor verfaulen und zerfallen die gesunkenen, wertvollen Heilpflanzen nach ihrem Ableben unter der Wasseroberfläche nicht. Auch werden sie von keinen Wiederkäuern gefressen, wie es auf einer Wiese normalerweise passiert, sondern sie werden unter dem Ausschluss von Sauerstoff in all den nachfolgenden Jahren immer mehr angereichert und konserviert, Jahr für Jahr.

Im Verlauf von Jahrhunderten und Jahrtausenden werden immer neue Erntegenerationen dieser Moor-Kräutersammlung hinzugefügt. Die Moor-Wirkstoffe werden dadurch immer konzentrierter, was ihre Wirksamkeit ständig erhöht. Aus dem ursprünglichen Sumpf bildet sich so, im Verlauf von 6.-10.000 Jahren, eine mehrere Meter dicke, saubere „Heilkräuter“- Moorschicht.

Inhaltsstoffe und Wirkung des Moores

In Moor, korrekt gesagt im Torf, gibt es eine ganze Reihe von wertvollen Verbindungen wie Huminsäure, Kieselsäure, Proteine, Stärke, Pflanzenhormone, ätherische Öle, Polyphenole, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Vitamine, Flavonoide, Harze, Spiraesäure (aus der das erste Aspirin hergestellt wurde), Schleimstoffe, usw.

Möglicherweise stört sich jemand an der dunklen Farbe des Moores und assoziiert sie zu Unrecht mit Schmutz. Das Moor, respektive das Moorwasser, zeigt seine Heilkraft gerade durch die wesentlich dunklere Farbe, als sie jeder normale Kräutertee hat. Hier kann ich nur an Kaffee oder an Kakao als Beispiele erinnern, die ebenfalls beide ihre dunkle Farbe haben. Heute weiß jeder, dem diese Getränke schmecken, dass die dunkle Farbe ihre Qualität eher bestätigt als mindert.

Dasselbe gilt für das Moor. Moor besteht hauptsächlich aus organischen Stoffen mit unterschiedlichem Mineralgehalt. Seine schöne, dunkle Farbe ist durch die wertvolle Huminsäure mit einer ganzen Reihe von biologisch aktiven Enzymen, Mineralstoffen und organischen Substanzen angereichert, die natürliche orthomolekulare Eigenschaften aufweisen.

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung belegen die vielseitigen Effekte des Moores: die günstige Beeinflussung der Haut- und Schleimhaut, des Stoffwechsels, der Hormone und der glatten Muskulatur. Das Moor wirkt neurophysiologisch, immunobiologisch, antibakteriell, antiviral, krebshemmend, durchblutungsfördernd, blutstillend und ausgleichend.

Und vor allem: Es ist ein besserer Speicher und ein schonenderer Überbringer der Wärmeenergie als das Wasser. Während das Wasser oder ein dünnes Moorbad schon ab 44 Grad Celsius verbrühen, ist die vaginale Moorbreitemperatur bis 53 Grad noch ungefährlich.

Moorbäder: Wirkungen und Nebenwirkungen

Die Moorbehandlung wird vor allem als eine besondere Wärmebehandlung (Heilmittel) angewandt. Aber auch seine mechanischen und chemischen Moorbestandteile haben eine große Bedeutung, insbesondere bei der gynäkologischen Anwendungsart.

Die üblichen Moorwannenbäder sind gut, aber nicht optimal. Wir sind Warmblüter. Das bedeutet, dass unser Körper bestrebt ist, die Temperatur im Körperinneren konstant zu halten. Wird nun dem Körper Wärme über die Moorwannenbäder zugeführt, so wehrt sich der Körper, indem er versucht, diese zusätzliche Wärme über Schweißkühlung am Kopf und weitere innere Kreislaufmechanismen loszuwerden.

Wenn diese Regelmechanismen nicht ausreichen, so entstehen unangenehme Hitzegefühle, Herzrasen, oder sogar Kollapsneigung. Das führt dazu, dass der Badende die weitere Wärmezufuhr (das Bad) schnellstmöglich beenden will. Im Allgemeinen sind Bäder nicht ganz ungefährlich: Es gibt eine ganze Reihe ernster Gefahren, die zu beachten sind, die sogar lebensgefährlich sein können.

Vaginale Moorbehandlung: Geschichte, Wirkungen und Nebenwirkungen

Die vaginale Moorbehandlung (heiße Moortamponade) stellt seit mehr als einem halben Jahrhundert die Hauptsäule der kurort-gynäkologischen Behandlungen im Kurort Bad Elster (Deutschland) dar, wo sie erfunden wurde, und in Franzensbad (Tschechien), wo sie nach dem Krieg übernommen wurde. Erst seit 1986 gab es das VAGIMORAN® auch im westlichen Deutschland. Seine Produktion wurde 2005 aus Rentabilitätsgründen eingestellt.

Glücklicherweise kam jetzt ein Nachfolgeprodukt VAGIPEAT® aus Tschechien auf den deutschen Markt. Sein Fortschritt gegenüber allen vorherigen Methoden ist die Idee, die neue Moormethode noch einfacher für die Selbstbehandlung der Frauen zu Hause zu konzipieren. Ein Frauenarzt kann das VAGIPEAT® ebenfalls in seiner Praxis nutzen, ein Muss ist es aber nicht mehr. Das Moor wird in einer Tube geliefert, die sich auch im Wasserbad zu Hause erwärmen und von der Frau selbst ausdrücken lässt.

Die heißen vaginalen Moortamponaden wirken lokal. Der wärmeabwehrende Körpermantel wird widerstandslos umgangen. Das verursacht keine zentralen Abwehrreaktionen und keine unangenehmen Gefühle. So wirkt die Moortamponade auf Organe des kleinen Beckens direkt, intensiv, langfristig und selektiv ein. Folglich gibt es auch keine Herz-Kreislauf- oder Schilddrüsen-Kontraindikationen mehr.

Der Muttermund der Gebärmutter (Portio uteri) taucht unmittelbar in den heißen Moorbrei des Tampons ein. Alle Parametralbänder und lymphatischen Wege werden von der therapeutischen Wärme mit dem direkt erwärmten venösen Blut und der extrazellulären Flüssigkeit sofort erreicht. In nur 1 cm Entfernung vom heißen Moortampon verläuft die Arteria uterina, die das aufgewärmte arterielle Blut bis zur Gebärmutterschleimhaut und entlang des Uterus und der Eileiter bis in die Eierstöcke bringt. Gleich daneben liegen die überaus wichtigen Nervenknotenpunkte, die Frankenhäuserschen Ganglien, welche die Empfindlichkeit des inneren Genitale auf die Hormone steuern.

Die Wärme bewirkt ihre mehr als 24 Stunden anhaltende sympathikolytische Umstellung mit trophotroper (aufbauender) Auswirkung auf Organe des gesamten kleinen Beckens. In unmittelbarer Nähe werden auch die Muskulatur und die Nerven der dort verlaufenden beiden Harnleiter erreicht. Die Harnblase und der Darm sind nur wenige Millimeter vom heißen, vaginal liegenden Moorkern gelagert. Das hat alle vorstellbaren therapeutischen Konsequenzen. Das periurethrale Gewebe wird bei Harninkontinenz gefestigt und schmerzhafte Spasmen der Blase und des Afters entkrampft.

Da dabei keine Wärme-Abwehrmechanismen geweckt werden, ist die heiße vaginale Moorbreitamponade sehr verträglich. Das innere Genitale hat nur wenige Wärmeendkörperchen. Die hohe Scheidenhauttemperatur wird kaum wahrgenommen. Die vaginale Moorbehandlung wird daher als ausgesprochen angenehm empfunden. Das alleine erlaubt eine problemlose und effektive Erwärmung des inneren Genitale über 2 Stunden(!), weil die Wärme, im Moortampon gespeichert, noch über so lange Zeit schonend abgegeben wird. Danach folgt eine mehr als 24-Stunden andauernde trophotrope Aufbauphase.

Wann Sie die Moortampons benutzen dürfen

  • Postoperative Infiltrate
  • Beschwerden nach Gebärmutterentfernung
  • Kinderwunsch
  • hormonelle ovarielle Störungen
  • Neigung zu ovarieller Zystenbildung
  • Eileiterverwachsungen
  • therapieresistente chronische Zervizitis als Ursache für eine Spermienblockade
  • chronische, therapieresistente Scheidenentzündungen, auch wenn die gängigen Scheidenmittel bereits allergische Reaktionen hervorrufen
  • unheilbare „unerklärliche, chronische Unterleibsbeschwerden“
  • atrophisch schrumpfende Scheide
  • lästiger Juckreiz der Vulva
  • sexuelle Probleme und andere.

Wann Sie auf die Moortampons verzichten müssen

  • Genitaltuberkulose
  • Akute Adnexitis, solange der so genannte Provokationskurzwellentest (PKW-Test) positiv ausfällt, d. h. ein Leukozytenanstieg nach einer 20-minütigen Kurzwellenbestrahlung im athermischen Bereich noch nachweisbar ist. Kalte Moortamponade ist erlaubt.
  • Große, wachsende Myome
  • Ovarial-Tumore und –Zysten (bei Follikelzysten bis 5 cm Durchmesser sind die Tampons dagegen noch indiziert, da sich die Zysten durch Ausreifung spontan auflösen können.)
  • Schwangerschaft
  • Endometriose: Behandlung aktiver Herde:Typ 1 und unbekannter Typ. Am besten sprechen Sie die Moor-Behandlung mit Ihrem Frauenarzt ab. Werden sekundäre Folgen der Endometriosetherapie behandelt, so gibt es hier keine Kontraindikation der Moortherapie mehr, auch nach der abgeschlossenen Hormontherapie nicht.
  • Maligne Tumore des Unterleibes
  • In den ersten Tagen einer starken Periode darf man die Moortamponade nicht anwenden. Das Abflusshindernis könnte die Entstehung einer Endometriose begünstigen

Wie Sie die Moortampons richtig verwenden

Mooreinführung FALSCH

Mooreinführung RICHTIG

Die VAGIPEAT®-Tube wird in einem Thermostat, im Backofen oder in heißem Wasser auf die Temperatur von 50 Grad C erwärmt. Der Verschluss der Tube wird abgeschnitten. Das Einführungsrohr im Perlonstrumpf wird auf das Gewinde eingeschraubt und in die Scheide eingeführt. Der heiße Moorbrei wird tief in der Scheide im hinteren(!) Scheidengewölbe ausgedrückt. Dies dauert nicht mal eine Minute. Das Einführungsrohr wird zurückgezogen. Ein sauberer Teil des Perlonstrumpfes bleibt vor der Scheide liegen. Eine übliche Vorlage dient als Schutz der Wäsche vor dem Ausfließen der Moorpackung.

Während der nachfolgenden Behandlungszeit von 30 Minuten bis zu 6 Stunden und mehr müssen Sie nicht liegen oder sitzen bleiben. Das Wasserlassen stellt kein Problem in diesem Zeitraum dar. Die intensive lokale Wärme sorgt für die Mehrdurchblutung auch dann, wenn Sie mit dem eingeführten Moortampon Ihrem normalen Leben weiter ungestört nachgehen. Nach dieser Behandlungszeit wird der “Moortampon” mittels Perlonhülle von Ihnen selbst unter leichtem Zug entfernt und zusammen mit dem Hausmüll entsorgt.

Was Kritiker bemängeln

Vielerorts gibt es noch gewisse Vorurteile gegenüber dieser innovativen, noch etwas ungewöhnlichen, doch typisch gynäkologischen physikalisch-therapeutischen Behandlung. Zu Unrecht wird befürchtet,

  • dass die Methode viel zu zeitaufwendig sei,
  • zu unangenehm für die Frauen,
  • viel zu unsauber sei, weil dabei pathogene Keime in die Scheide eingeschleppt werden könnten,
  • oder der “schmutzige” Moortampon zumindest das saure Scheidenmilieu stören würde.
  • Auch müsse der Arzt für diese Methode über einen besonderen Raum verfügen.

sauberer Moortampon

Nichts davon ist wahr. Die heißen vaginalen Moortamponaden werden von den Frauen in der Regel als recht angenehm empfunden. Bei einer korrekten Anwendung sind sie auch sehr sauber und für andere unsichtbar. Das ausgereifte Moor ist praktisch keimfrei. Es besitzt sogar starke antibakterielle und antivirale Inhaltsstoffe. Für die vaginalen Anwendungen wird nur ein nachgewiesen saures Moor von einem pH 4 – 4,5 angewandt. Dadurch ergibt sich ein nachträglicher Selektionsvorteil für den Laktobazillus. Das Moor hat eine hautschützende Wirkung.

Fragen und Antworten

In der Scheide bleiben geringe Moorreste. Was dann?

Moorinhaltsstoffe sind gesund, man muss sie nicht nach jeder Moortamponade sofort entfernen. Sie üben eine günstige chemische, antimikrobielle und antivirale sowie pH-regulierende Wirkung aus. Mit der Zeit werden sie fester und können eventuell mit dem Finger entfernt werden. Spätestens bei der nächsten Periode kommen sie spontan heraus.

Falls erwünscht, reicht eine kurze, kräftige, lauwarme Scheidenspülung mittels einer Dusche mit abmontiertem Duschkopf für nur einige wenige Sekunden. Solche kurze Scheidenspülung hat keinen negativen Einfluss auf die Scheidenflora bei den Moortamponaden.

Sind die Moorbakterien nicht für die Scheide gefährlich?

Nein. Für den Moortampon wird grundsätzlich nur ein frisch gestochener, ausgereifter, und bakteriologisch unbedenklicher, reiner, noch nie benutzter Hochmoortorf mit saurem pH-Wert benutzt. In Huminsäuren sterben alle Bodenbakterien und Pathogene allmählich ab.

Schade ich der Umwelt, wenn ich Moortampons benutze?

Moortampon in Perlonhülle

Moortampon in Perlonhülle

Ein Moortampon besteht aus nur 200 g Moor. Das schont die Moorlandschaft. Die Energiekosten für einen Moortampon betragen nur einen Bruchteil der Kosten für ein übliches, viele Kilogramm schweres Moorbreibad. Genauso entfallen jegliche Entsorgungskosten, weil ein Moortampon auf dem üblichen Wege von Ihnen selbst mit dem Müll entsorgt wird. Dort hilft er sogar, die Deponiegifte und die Schwermetalle durch die chelatbildende Wirkung der Huminsäuren an sich zu binden und so zu neutralisieren.

Wie oft, wie lange, welche Temperatur ist für mich richtig, wann darf ich Geschlechtsverkehr haben, an welchen Zyklustagen ist die Behandlung am besten?

Je nach der Indikation soll die Anwendung entweder heiß, zimmertemperiert oder kalt erfolgen, entweder kurzfristig oder langfristig, entweder täglich oder zweimal wöchentlich, entweder einen kurzen Zyklus lang oder als Dauerbehandlung, entweder zyklusabhängig oder zyklusunabhängig, entweder kurz vor dem Geschlechtsverkehr oder unabhängig davon, entweder tief in die Scheide oder auch oberflächlich auf die Vulva.

Ja sogar zusätzlich als heiße Brustpackung bei der Mastopathie oder als heiße Kreuzpackung zur Geburtserleichterung können Sie die Moorpackung erfolgreich verwenden. Sie können auch einen kalten Moorstreifen direkt in eine eiternde, zerfallende Wunde ausdrücken, z. B. nach einem Dammschnitt. Ab dem 5. Periodentag darf man auch bei der Restblutung anfangen. Näheres im meinem Fachbuch.

Gibt es ein für Laien verständliches Fachbuch über die vaginale Moorbehandlung?

Ja. Es gibt ein Buch „Vaginale Moorbehandlung“ von Robert Kovarik, also von mir. In diesem Buch gibt es viele Ratschläge zu allen gynäkologischen Indikationen, aus 35 Jahren meiner Erfahrungen. Ich empfehle es Ihnen dringend vor der Anwendung zu lesen, damit Ihnen keine Fehler unterlaufen und Sie den besten Nutzen daraus ziehen. Hier können Sie in das Inhaltsverzeichnis schauen.

Was kostet ein Buch über die Moorbehandlung?

Fachbuch „Vaginale Moorbehandlung“ kostet €49,50 (inkl. 7%MWst.)
E-Book „Vaginale Moorbehandlung“ kostet €19,50 (inkl. 7%MWst.)

Wie teuer ist eine vaginale Mooranwendung?

1 Tube (200 ml) VAGIPEAT® Vaginaler Moortampon kostet 13,95€ (inkl. 19 % MwSt.) Bei größeren Mengen gibt es Rabatte. Für eine durchschnittliche Kur sind 10 – 20 Anwendungen nötig.

Wo kann ich VAGIPEAT® oder das Buch bestellen?

Das VAGIPEAT® und das Fachbuch kann man hier bestellen

MUDr./Univ. Prag Robert Kovarik ist Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Physikalische Therapie, Balneologie und Heilrehabilitation. Bis zu seiner Pensionierung führte er eine frauenärztliche Privatpraxis in Aachen. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Goecke in der gynäkologischen Abteilung des akademischen Lehrkrankenhauses Luisenhospital Aachen. Vor seiner Republikflucht aus Tschechien 1981 war er Chefarzt der größten gynäkobalneologischen Kurklinik Pawlik in Franzensbad (550 Betten).

Ganz zum Beginn seiner ärztlichen Karriere absolvierte er eine fast abgeschlossene psychiatrische und sexologische Ausbildung in der psychiatrischen Anstalt in Prag-Bohnice. Viele Jahre war er Dozent und Leiter der praktischen Ausbildung im Grundkurs für die Zusatzbezeichnung „Physikalische Therapie/Badearzt“ in NRW, organisiert durch die Ärztekammer Nordrhein. Nach seinen Erfahrungen wurden die innovativen Moortamponaden „Vagimoran®“ und „Vagipeat®“ entwickelt.

Seine weiteren Spezialgebiete sind die „BIOTHERIK®, respektive die geschlossene Kohlendioxyd-Komfortgasbehandlung“. Ferner entwickelte er unter anderem „balneologische Strategien“, die „regulative Musiktherapie als Methode der emotionalen Katharsis“, die Weltneuheit „Sexologische Balneotherapie“ und die „neurohumorale Fazilitätstherapie“. Er entdeckte die Gefährlichkeit der üblichen Beinhalter nach Goepel im operativen Alltag, die durch einen „Todesdruck“ des operierenden Arztes eine postoperative Thromboembolie verursachen, und erfand gleich eine einfache technische Abhilfe (einen Distanzhalter) dazu. Zurzeit ist er als Buchautor tätig.

MUDr./Univ.Prag Robert Kovarik
San Roque Gonzales de Santa Cruz 1264
Zona sur
Paraguay
Tel.: 00595 21 507187
drkovarik@hotmail.de

http://www.biotherik.com/
http://www.distanzhalter.com/

Wenn Sie sich jetzt für diese innovative Methode entscheiden, dann schreiben Sie doch einen Kommentar über Ihre Erfahrungen.

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3 Kommentare »

  • Ingrid Gerhard schrieb:

    Über viele Jahre habe ich in der Naturheilkundeambulanz der Univ. Frauenklinik Heidelberg die vaginale Moorbehandlung mit Vagimoran® eingesetzt. Trotz der großen Akzeptanz bei den Frauen und der guten Erfolge hat sich diese Methode nicht flächendeckend bei den Frauenärzten durchgesetzt. Wahrscheinlich weil die Behandlung den Routinebetrieb zu sehr störte. Denn nach dem Einführen des Moorbreis in die Scheide mussten die Patientinnen eine Stunde liegen bleiben. Wer hat schon so viel Platz in der Praxis? Dazu war die Methode einfach zu billig, verdienen ließ sich daran nichts. Es wunderte mich deshalb nicht, dass irgendwann Vagimoran® nicht mehr verfügbar war.
    Sie können sich deshalb meine Freude vorstellen, als ich durch „Zufall“ im Internet auf VAGIPEAT® stieß. Und sich dann auch noch herausstellte, dass der Entwickler ein Kollege war, der vor über 20 Jahren bei mir an der Klinik bereits einen Vortrag über die vaginale Moorbehandlung gehalten hatte. Ich bin begeistert von der Möglichkeit, dass Sie nun zu Hause selber die Moorbehandlung durchführen können. Manchmal sind geniale Ideen ganz simpel, versuchen Sie es einfach! Und lassen Sie die Leserinnen des Netzwerks-Frauengesundheit an Ihren Erfahrungen teilhaben.

  • Ingrid Gerhard schrieb:

    Auf die Frage einer Leserin hat Herr Dr. Kovarik für Sie geantwortet:
    Frage:
    Wir haben Ihre interessanten Ausführungen zu den Moortampons gelesen und hier im FFGZ Berlin würden wir das auch sehr gerne für verschiedene Anwendungsgebiete weiterempfehlen. Für viele Frauen ist der Preis recht hoch, deshalb die Frage an Sie, ob frau wohl auch herkömmliche Moorpräparate dafür benutzen kann?

    Antwort von Dr. Kovarik
    Für die vaginale Moorbehandlung eignet sich nur ein bakteriologisch reiner, fein gemahlener, breiig gemachter, frisch gestochener und ausgereifter Torf mit pH unter 4,5.

    Die Verpackung und Transportkosten einer größeren Menge von Torfbrei, von der man sich die Moortamponaden selbst abzweigen könnte, wären viel zu hoch. Ich kenne kein passendes Produkt. Der Torf, der auf dem üblichen Apotheken-Markt ist, hat meistens entweder einen viel zu hohen pH-Wert, weil dies für die Rheumaerkrankungen bei der nur äußerlicher Anwendung durchaus reicht (kein Laktobazillus!), oder es handelt sich der Bezeichnung nach zwar um ein “Moor”, aber nicht um den vollständigen breiigen Torf. Oft werden nämlich nur Moorstoffe, Moorfraktionen, respektive nur huminsäurehaltige Produkte (teilweise nicht aus echter Moorlandschaft, sondern aus Abfallprodukten des Holzes der Papierindustrie) mit entzündungshemmenden Eigenschaften angeboten, die nach ihrer Auflösung keine breiige, sondern nur dünnflüssige Konsistenz aufweisen. Sie haben viele Nachteile für die Gynäkologie:

    Die wässrige Konsistenz (auch bei Moorschwebstoffbad) kann nur wenig Wärme im Vergleich zu dem Torfbrei speichern. Diese darf nur höchstens auf 43 Grad Celsius aufgewärmt werden, sonst droht eine Verbrühungsgefahr. Dagegen bildet der Torfbrei eine netzartige Mikrostruktur, in der kleine Wassermengen durch die feinen Torfpartikelchen elektrostatisch so eingeschlossen werden, dass das Wasser nicht fließen kann. Die breiige Konsistenz speichert daher viel mehr Wärme, die sie auch sehr schonend durch eine Konduktion und nicht durch die Konvektion wie im Moorschwebstoffbad abgibt, so dass die Moorbreitamponade-Temperatur um die 50 Grad Celsius ohne jede Gefahr liegen darf und soll. Diese hohe und langfristige vaginale Wärme ist einer der entscheidenden Heilfaktoren der Moortamponaden.

    Die verdünnungsfertigen flüssigen Moor-Handelsprodukte mit ihren gelösten Torfinhaltsstoffen, angewandt an der Haut, haben also ihren Sinn auf Grund der niedrigen Transportkosten nur für die Rheumaerkrankungen. Für die Scheide sind sie ungeeignet, nicht nur, weil sie nur wenig Wärme speichern, sondern auch weil sie dabei viel zu heiß wirken und auch sofort ausfließen würden.

    Dazu käme noch, dass man sich die entsprechende technische Ausrüstung irgendwie selbst zusammen basteln müsste: Ein handlicher Behälter für den Moortampon, etwas womit man ihn mit dem Torfbrei befüllen könnte, etwas womit man dann den Torfbrei tief(!) in das Scheidegewölbe einführen könnte, etwas womit man den verbrauchten Torfbrei wieder ausziehen könnte… Diese qualitative und technische Ausrüstung ist bei jeder Vagipeat-Moortamponade schon gelöst.

    Es gibt noch behördliche Komplikationen:

    Jeder Hersteller von Moortamponaden muss laufende bakteriologische Kontrollen unter der ständigen Aufsicht eines Apothekers nachweisen, und sein Produkt muss von den Aufsichtsbehörden für einen ganz bestimmten Zweck zugelassen sein.

    Die Quellen (Lokalitäten) für den Torfabbau sind meist naturgeschützt. Die genehmigten Torf-Abbaustätten sind daher sehr rar und der Abbau entsprechend teuer.

    Die hohen Anschaffungs- und Produktionskosten haben schon bei dem Vorgängerprodukt Vagimoran zu dem vergleichbar hohen Preis geführt. An dem Produktpreis wird daher sicherlich kein Spielraum nach unten möglich sein, weil trotz dieses Preises die Unrentabilität der Grund war, warum der deutsche Hersteller des Vagimorans, Allgäuer Heilmoor aus Bad Wurzach, die Produktion schließlich eingestellt hat. Auch der Vertrieb (die Verfügbarkeit) hat ihren Preis.

    Damals kamen noch die Arztkosten zu den Kosten der Vagimoran-Behandlung dazu.

    Der Vorteil des Vagipeats für den Hersteller ist, dass dieses Moortampon mit geringeren Arbeitskosten in Tschechien hergestellt und so seine Produktion hoffentlich rentabel wird. Der Vorteil des Vagipeats für die Frauen ist, dass sich es die Frauen jetzt auch selbst, also auch ohne Arztkosten, applizieren, und somit erheblich sparen können.

    Fazit:
    Eigenherstellung der Moortamponaden ist theoretisch möglich. Ob es praktisch durchführbar wäre, ob sich das lohnen würde und ob es dann legal wäre, muss jeder für sich selbst entscheiden. Der Hauptvorteil des Vagipeats ist seine gelöste qualitative, technische und behördliche Problematik, seine einfache Verfügbarkeit und Möglichkeit der Arztkosten sparenden Selbstbehandlung. Die üblichen Alternativen für die Moortamponaden sind nebenwirkungsreiche und teure Hormone, Operationen oder Verzicht auf die Behandlung einiger sonst therapieresistenter Indikationen (Zervikaler Faktor, lokale Algodystrophie im kleinen Becken usw).

  • Unerfüllter Kinderwunsch, Teil 2 Naturheilkunde | Netzwerk Frauengesundheit - Ratgeber für Frauenheilkunde schrieb:

    [...] Enzyme, Osteopathie; Neuraltherapie, Moorbäder oder Moortampons [...]

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