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„Lebenslauf” der Ambulanz für Naturheilkunde

Die Karl und Veronica Carstens Stiftung, die über Jahre einzelne Studien unterstützt hatte, entwickelte mit mir zusammen das Zukunftsmodell einer Ambulanz für  Naturheilkunde und Umweltmedizin an einer Uniklinik, die damit wegweisend auch für andere Städte sein sollte. Der Plan war, über fünf Jahre die Ausstattung mit Personal zu gewährleisten, damit sie sich anschließend selber tragen könnte. Hochmotivierte Ärzte, Krankenschwestern und Doktoranden mit Spezialisierung auf verschiedene Naturheilverfahren, Akupunktur und Homöopathie behandelten, erhoben Daten und publizierten.

Eine  wöchentliche Ringvorlesung während der Semester zog sowohl Patienten als auch Therapeuten an, denn hier wurden von Spezialisten aus ganz Deutschland ganzheitliche Heilmethoden vorgestellt und Maßnahmen zur Prävention aufgezeigt.

Dies auch ganz praktisch, denn Dank der Eden Stiftung konnten wir auch einmal im Semester mit einem tollen Buffet demonstrieren, wie lecker gesunde Kost aussehen und schmecken kann.

(Die Bilder sind teilweise recht groß und benötigen unter Umständen etwas Ladezeit)

Obwohl die Dokumentation nach 4 Jahren ergab, dass die Ambulanz viele zusätzliche Patientinnen an das Klinikum gebunden hatte und in der Bevölkerung sehr beliebt war, lehnte das Klinikum die Übernahme ab. Im letzten Moment wurde ein neuer Retter gefunden, die H.W. und J. Hector-Stiftung, die sich bereit erklärte, weitere 5 Jahre die Ambulanz zu finanzieren. Unsere Patientinnen gründeten einen Förderverein, HEIFAN, der dem Wunsch der Frauen nach ganzheitlicher Medizin und Integration der Naturheilverfahren Nachdruck verleihen sollte. Aber auch nach zehn Jahren gab es keine Bereitschaft von Seiten des Klinikums, die Ambulanz in der bisherigen Form weiterlaufen zu lassen. Unsere Notrufe wurden sogar von der Bild-Zeitung gehört!

Immerhin besteht die Ambulanz aber noch heute, nach 16 Jahren, unter dem Dach der Abteilung für Endokrinologie und ihres verständnisvollen Direktors Prof. Dr. T. Strowitziki, allerdings mit eingeschränkter Kapazität.