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	<title>Netzwerk Frauengesundheit &#187; Erschöpfung</title>
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		<title>Warum das berufliche Tun so wichtig für die Gesundheit ist</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 23:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ingawechsel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer wieder vernehme ich insbesondere von Frauen, dass sie es als besonders wichtig empfinden, in ihrem Beruf Sinnvolles zu tun. Frauen scheinen noch viel mehr Sehnsucht zu verspüren als Männer, einer Berufung statt eines schnöden Berufs nachzugehen. So äußern sie deutlich häufiger als Männer, dass sie mit ihrer beruflichen Tätigkeit etwas bewirken wollen. Dass sie „gutes“ Geld verdienen möchten. Oft entscheiden sie sich sogar für eine schlechter bezahlte Arbeitsstelle, wenn ihnen diese sinnhafter erscheint als eine besser bezahlte Alternative mit weniger hohen ethischen Ansprüchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
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<div id="attachment_6116" class="wp-caption alignleft" style="width: 200px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2012/01/Fotolia_38065990_XS.jpg"><img class="size-medium wp-image-6116" title="medical care for an old woman" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2012/01/Fotolia_38065990_XS-190x300.jpg" alt="© giorgiomtb - Fotolia.com" width="190" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">© giorgiomtb - Fotolia.com</p></div>
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<p><strong>Immer wieder vernehme ich insbesondere von Frauen, dass sie es als besonders wichtig empfinden, in ihrem Beruf Sinnvolles zu tun. Frauen scheinen noch viel mehr Sehnsucht zu verspüren als Männer, einer Berufung statt eines schnöden Berufs nachzugehen. So äußern sie deutlich häufiger als Männer, dass sie mit ihrer beruflichen Tätigkeit etwas bewirken wollen. Dass sie „gutes“ Geld verdienen möchten. Oft entscheiden sie sich sogar für eine schlechter bezahlte Arbeitsstelle, wenn ihnen diese sinnhafter erscheint als eine besser bezahlte Alternative mit weniger hohen ethischen Ansprüchen.</strong></p>
<h2>Woran liegt es, dass Frauen soviel mehr Wert auf ethische Prinzipien, auf Werte – auf Sinnstiftendes und Nachhaltiges legen?</h2>
<p>Zum einen mag es daran liegen, dass Frauen meist stärker dem weiblichen Prinzip &#8211; dem Yin folgen. Ist das männliche Prinzip oder Yang sehr stark auf ein Ziel und auf das TUN ausgerichtet, so öffnet sich das Yin dem Weitblick, der Nachhaltigkeit und dem Miteinander in liebevollem SEIN.</p>
<div id="attachment_6091" class="wp-caption alignleft" style="width: 222px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2012/01/Das-Licht-der-Göttin.jpg"><img class="size-medium wp-image-6091" title="Das Licht der Göttin" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2012/01/Das-Licht-der-Göttin-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Das Licht der Göttin&quot; Bild auf Seide von Karin Sahrea Scheickl </p></div>
<p>Doch ist es auch ein Zeichen der Zeit, dass der Wunsch nach sinnhaftem beruflichen Tun immer größer wird. Konsum allein macht nicht glücklich. Das stellen viele Menschen fest, die rund um die Uhr fleißig in Jobs arbeiten, die ihnen keine Erfüllung schenken, nur um sich den Traum vom Eigenheim, vom Auto, von Luxusküche und Luxusreise zu erfüllen &#8211; notfalls auf Pump. Menschen, denen am Ende des Tages oft kaum Zeit bleibt, um ihr Leben zu genießen, zu feiern und zu zelebrieren. Menschen, die sich ausgebrannt und müde fühlen, weil sie den Bezug zu sich und anderen Menschen verloren haben.</p>
<p>Denn entgegen der inneren Einstellung, den persönlichen Werten, dem Biorhythmus, den Talenten und den kreativen Potenzialen zu agieren, kostet Kraft. &#8211; Und führt letztendlich zu <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/burnout-die-epidemie-vor-der-sie-sich-schutzen-konnen/">Erschöpfung</a>, Entfremdung, Krankheit und Depression.</p>
<p>Spätestens jetzt wird Betroffenen klar, dass eine berufliche Neuorientierung dringend nötig ist, um das Leben wieder lebenswert, bunt, genussreich und erfüllend zu gestalten.</p>
<p>Wer aber lange entgegen den eigenen Potenzialen gelebt hat, dem fällt es oft schwer herauszufinden, was die persönliche Berufung sein soll, wo die eigenen Stärken liegen und welche Herzenswünsche auf Erfüllung warten.</p>
<p>Hilfreich auf dem Weg zu beruflicher Neuorientierung können deshalb folgende Fragen sein:</p>
<h2>1.	Was sind Ihre besonderen Stärken, Talente, Fähigkeiten?</h2>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2012/01/IngaDalhoff4.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6084" title="IngaDalhoff4" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2012/01/IngaDalhoff4-116x150.jpg" alt="" width="116" height="150" /></a>Schöpfen Sie aus dem Vollen!</p>
<p>&#8220;Bescheidenheit ist eine Zier &#8211; doch weiter kommt man ohne ihr&#8221;. Sprechen Sie auch ruhig Ihre Freundinnen oder Familienmitglieder an, Sie werden staunen, was Sie für Seiten an sich entdecken.</p>
<p>Auf <strong>30 Eigenschaften und Fähigkeiten</strong> sollten Sie schon kommen können!</p>
<h2>2.	Welche Tätigkeiten haben Sie immer besonders gerne ausgeübt?</h2>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2012/01/Unbenannt-1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6109" title="Unbenannt-1" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2012/01/Unbenannt-1.jpg" alt="" width="300" height="263" /></a>Was hat sie bisher am ehesten erfüllt?</p>
<p>Das können berufliche Tätigkeiten sein, aber auch haushaltliche Aufgaben oder Dinge, die Sie als Kind/Jugendliche besonders gerne gemacht haben. Kramen Sie auch in Ihren Erinnerungen hinsichtlich Hobbys, Ehrenämtern, Aufgaben in Nebenjobs, Freizeitaktivitäten, familiären Aufgaben (wie z.B. der Organisation/Koordination, besondere Fantasie, Streitschlichtung, Kinderbasteln, &#8230;) Hier gehört wirklich alles notiert, was Sie in irgendeiner Form erfüllt hat. Lassen Sie auch ruhig das Kind in sich sprechen.</p>
<h2>3.	Wofür sind Sie bisher immer eingetreten?</h2>
<div id="attachment_6095" class="wp-caption alignleft" style="width: 109px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2012/01/Lakshmi.png"><img class="size-full wp-image-6095" title="Lakshmi" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2012/01/Lakshmi.png" alt="" width="99" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Lakshmi</p></div>
<p>Was ist Ihnen etwas wert?</p>
<p>Welche Wertvorstellungen treiben Sie an?</p>
<p>Notieren Sie auch hier so viele Werte wie möglich.</p>
<p>Um Ihren Werten näher zu kommen, sind folgende Fragen hilfreich:</p>
<p>Erinnern Sie sich an Situationen, in denen es Spitz auf Knopf stand? Wofür haben Sie sich entschieden? Was haben Sie abgelehnt und aus welchem Grund? Was zählt für Sie in Freundschaften oder Geschäftspartnerschaften? Wofür würden Sie auf die Straße gehen? Wo würden Sie keine Kompromisse machen?</p>
<p>Beispiele für Werte sind: Ehrlichkeit, Integrität, Naturschutz, Gleichberechtigung von Frau und Mann, Qualität, Respekt, liebevoller Umgang miteinander, Engagement, Authentizität, &#8230;</p>
<h2>4.	Was wäre, wenn Geld keine Rollen spielen würde? Was würden Sie tun, wenn für das nötige Einkommen jeden Monat gesorgt wäre?</h2>
<div id="attachment_5712" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/12/Fotolia_4169127_XS.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-5712" title="Money" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/12/Fotolia_4169127_XS-150x112.jpg" alt="© ElenaR - Fotolia.com" width="150" height="112" /></a><p class="wp-caption-text">© ElenaR - Fotolia.com</p></div>
<p>Tragen Sie den Zettel mit den Notizen in den kommenden Tagen und Wochen stets bei sich und ergänzen Sie Ihre Notizen, sobald Ihnen etwas Neues einfällt.</p>
<p>Können Sie bei Betrachtung Ihrer Notizen immer wiederkehrende Muster erkennen, Dinge, für die Sie sich immer wieder engagiert haben, die Sie immer wieder erfüllt haben?</p>
<p>Dann bewegen Sie sich auf Ihr Herzensanliegen / Ihre Berufung zu!</p>
<p>Lesen Sie gerne mehr unter <a href="http://www.inga-dalhoff.de/start.html">www.inga-dalhoff.de</a> oder <a href="http://www.wechselzeit-netzwerk.de/">www.wechselzeit-netzwerk.de</a> oder melden Sie sich bei Rückfragen bei mir!</p>
<p>Herzliche Grüße,</p>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2012/01/091228Dalhoff08cc-web_09.12.28.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6089" title="091228Dalhoff08cc-web_09.12.28" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2012/01/091228Dalhoff08cc-web_09.12.28-93x150.jpg" alt="" width="93" height="150" /></a><em><strong>Inga Dalhoff<a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2012/01/wz_nw_Logo_2011.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6098" title="wz_nw_Logo_2011" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2012/01/wz_nw_Logo_2011-300x103.jpg" alt="" width="300" height="103" /></a></strong></em></p>
<p>Berufungs- und Gründungsberaterin</p>
<p>Betreiberin des <a href="http://www.wechselzeit-netzwerk.de/" target="_blank">Frauennetzwerks wechselzeit</a></p>
<p>Seit 2003 begleite ich vornehmlich hochsensible Menschen dabei, ihre Berufung zu finden und authentisch, kraftvoll und erfolgreich zu leben. Dabei biete ich auch KfW-geförderte Gründungsberatung und <a href="http://www.inga-dalhoff.de/veranstaltungen.html#jahresgruppe-kunden-und-geldfluss-aktivieren" target="_blank">Jahresgruppen zur „Aktivierung des Kunden- und Geldflusses“</a> in den ersten Jahren der Selbständigkeit.</p>
<p>Mit meinem <a href="http://www.wechselzeit-netzwerk.de/" target="_blank">Frauennetzwerk wechselzeit</a> und meiner <a href="http://www.inga-dalhoff.de/veranstaltungen.html#jahresgruppe-weiblichkeit" target="_blank">Jahresgruppe „Weiblichkeit“ </a>setze ich mich dafür ein, dass wir Frauen zu unserer authentischen Weiblichkeit zurückfinden – jenseits verstaubter Rollenbilder und alter (kollektiver) Verletzungen.</p>
<p>Und wie haben Sie Ihre Berufung gefunden? Schreiben Sie doch einen <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/warum-das-berufliche-tun-so-wichtig-fur-die-gesundheit-ist/#comments">Kommentar</a>.</p>
<div id="vgwpixel"><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/57fc731c13f54834a1cb87ddc1477f54" width="1" height="1" alt=""></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neuer Therapieansatz bei chronischer Erschöpfung</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 20:39:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>igerhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Brustkrebs]]></category>
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		<category><![CDATA[Nahrungsergänzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Krebs Fatigue tritt bei fast allen bösartigen Tumoren und deren Behandlung auf. Intensiv beobachtet und erforscht wurde diese chronische Erschöpfung besonders bei Frauen mit Brustkrebs. Aber auch Patientinnen mit Multipler Chemikaliensensitivität, Fibromyalgie oder nach Infektionskrankheiten können unter Fatigue leiden. Fatigue schränkt die Lebensqualität stark ein. Von der Umwelt werden die Patientinnen völlig zu Unrecht oftmals als hypochondrisch wahrgenommen. Und auch von den Therapeuten fühlen sie sich häufig alleingelassen, weil diese ihnen keine Standard-Therapie anbieten können. Dabei gibt es offenbar durchaus einen vielversprechenden Behandlungsansatz: die Therapie mit S-Acetylglutathion. Am Beispiel Brustkrebs wird Ihnen das Glutathionsystem vorgestellt. Wie und warum der Wirkmechanismus auch bei anderen Erkrankungen genutzt werden könnte, wird in einem kurzen Extra-Abschnitt erklärt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5513" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Bilder-9-2010-056.jpg"><img class="size-medium wp-image-5513 " title="Bilder 9-2010 056" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Bilder-9-2010-056-300x200.jpg" alt="Bild von Hilly Kessler*" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bild von Hilly Kessler*</p></div>
<p><strong>Cancer-<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fatigue-Syndrom">Fatigue</a>, Krebs-Fatigue, krebsbedingte Erschöpfung, chronische Müdigkeit bei Krebs, Tumor-Fatigue-Syndrom … viele Namen beschreiben die wohl belastendste „Begleiterscheinung“ von Krebs. Die extreme Schwäche tritt bei fast allen bösartigen Tumoren und deren Behandlung auf. Und sie kann nach Abschluss der Therapie noch jahrelang anhalten. Intensiv beobachtet und erforscht wurde Krebs-Fatigue besonders bei Frauen mit Brustkrebs. Aber auch Patientinnen mit Multipler Chemikaliensensitivität, Fibromyalgie oder nach Infektionskrankheiten können unter chronischer Erschöpfung leiden. Findet man keine eigentliche Ursache, so wird auch gerne der Begriff &#8220;Chronisches Fatigue Syndrom&#8221; (CFS) benutzt. Das Wort Fatigue kommt übrigens aus dem Französischen und bedeutet „Mattigkeit, Erschöpfung“.</strong></p>
<h3><strong>Alle Lebensbereiche sind betroffen</strong></h3>
<p><strong>Fatigue schränkt die Lebensqualität stark ein. Beruf, Alltagsleben und Leistungsfähigkeit – all diese Bereiche sind in Mitleidenschaft gezogen. Daher kann man der Fatigue durchaus einen eigenen Krankheitswert zusprechen. Viele Patientinnen ziehen sich aufgrund ihrer Schwäche immer mehr zurück – bis hin zur vollkommenen sozialen Isolation. Von der Umwelt werden sie völlig zu Unrecht oftmals als hypochondrisch wahrgenommen. Und auch von den Therapeuten fühlen sie sich häufig alleingelassen, weil diese ihnen keine Standard-Therapie anbieten können.</strong></p>
<h3><strong>Neue Behandlungsmöglichkeit</strong></h3>
<p><strong>Dabei gibt es offenbar durchaus einen vielversprechenden Behandlungsansatz: die Therapie mit S-Acetylglutathion. Erste klinische Erfahrungen mit diesem Wirkstoff sind sehr gut. Noch gibt es zwar keine veröffentlichten medizinischen Studien, doch ist eine Beobachtungsreihe derzeit in Vorbereitung. Im Folgenden möchte ich Ihnen den Behandlungsansatz am Beispiel Brustkrebs vorstellen. Wie und warum der Wirkmechanismus auch bei anderen Erkrankungen genutzt werden könnte, beschreibe ich in einem kurzen Extra-Abschnitt.</strong></p>
<h2>Vorab:</h2>
<p><strong>Mit diesem Artikel ist kein finanzielles Interesse verbunden. Ich schreibe ihn für Sie, weil ich von der Wirksamkeit überzeugt bin und weiß, dass Sie diese Informationen sonst nirgendwo finden würden.<br />
</strong></p>
<h2>Fatigue – auch bei Brustkrebs eines der Hauptprobleme</h2>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Brustkrebs.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5549" title="Brustkrebs" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Brustkrebs-300x202.jpg" alt="" width="300" height="202" /></a>Brustkrebs ist deutschlandweit und international die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Während der Chemo- und Strahlentherapie leiden fast alle Brustkrebspatientinnen an Erschöpfung [3]. Rund zwei Drittel der betroffenen Frauen empfinden die therapiebegleitende Schwäche als mittelschwer bis schwer [12, 14]. Auch nach der Behandlung sagt etwa die Hälfte der Brustkrebspatientinnen, die extreme Mattigkeit beeinträchtige ihre Lebensqualität erheblich [1, 4, 5, 14].</p>
<p>In einer anderen Studie wurden rund 450 Brustkrebspatientinnen 2–10 Jahre nach der Behandlung gefragt, was das jetzt vorherrschende Problem sei. Ergebnis: die <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/chronische-mudigkeit/"><strong>Erschöpfung </strong></a>und ein <strong>reduziertes Durchhaltevermögen</strong> [4] – und das, obwohl die Frauen inzwischen alle krankheitsfrei waren! Anhand dieser Zahlen lässt sich das Ausmaß der Beschwerden erahnen.</p>
<p>Fatigue ist keineswegs ein Randsymptom, sondern eine zentrale Problematik bei Brustkrebs. Einige Hinweise zur <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/brustkrebs-%E2%80%93-und-was-danach-interview-uber-krebsnachsorge/">Nachsorge bei Brustkrebs</a> hatte ich Ihnen schon in einem früheren Artikel gegeben. Auch die <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wie-die-naturheilkunde-bei-krebs-helfen-kann/">Misteltherapie </a>hatte ich Ihnen erklärt. Die <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/misteltherapie-nicht-nur-bei-brustkrebs-hilfreich/">Misteltherapie</a>, die die Lebensqualität erhöhen kann. Hier jetzt noch ein weiterer Therapievorschlag.</p>
<h2>Was Glutathion mit Erschöpfung zu tun hat</h2>
<p>Welche Abläufe im Körper genau zu der schweren Erschöpfung führen, ist noch nicht ganz geklärt. Sicher ist aber, dass das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glutathion">Glutathion-System</a> im menschlichen Organismus eine Hauptrolle für Energie und Leistungsfähigkeit spielt.</p>
<h3>Glutathion und freie Radikale</h3>
<div id="attachment_5543" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Ingwer1.jpg"><img class="size-medium wp-image-5543" title="Ingwer1" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Ingwer1-300x300.jpg" alt="Ingwer schützt vor freien Radikalen" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ingwer schützt vor freien Radikalen</p></div>
<p>Glutathion ist ein körpereigener Stoff, der lebenswichtige Aufgaben erfüllt. In seiner aktiven Form (man spricht vom „reduzierten Glutathion“, G-SH) kann es beispielsweise <strong>freie Radikale neutralisieren</strong>. Freie Radikale sind hochreaktive Moleküle, die anderen Molekülen Elektronen entreißen können. So verursachen die Radikale eine Vielzahl von Schäden in biologischen Strukturen. Auf Zellebene können sie die „Zellkraftwerke“ (Mitochondrien) schädigen. Diese sind unter anderem für die Energiebereitstellung des Körpers zuständig. Dafür produzieren sie das energiereiche ATP – quasi die „Energiewährung“ unseres Organismus.</p>
<p>Normalerweise schützt reduziertes Glutathion unsere Zellen vor freien Radikalen. Wenn es „verbraucht“ (oxidiert) ist, kann der Körper es wieder regenerieren und in die aktive Form zurückführen. Sind wir aber extrem vielen freien Radikalen ausgesetzt – das geschieht z.B. im Rahmen eines Tumorgeschehens und ganz besonders bei der Chemo- und Strahlentherapie –, dann wird zu viel reduziertes Glutathion verbraucht. Die Regenerationsmechanismen können nicht mehr nachkommen. Es entsteht ein Glutathion-Mangel. Die Mitochondrien werden geschädigt und können nicht mehr ausreichend ATP produzieren. Forscher nehmen an, dass es so zu Müdigkeit und Erschöpfung kommt [18].</p>
<h2>Was Glutathion sonst noch kann</h2>
<h3>Glutathion und Entgiftung</h3>
<div id="attachment_5530" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Löwenzahn-und-Biene.jpg"><img class="size-medium wp-image-5530" title="Löwenzahn und Biene" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Löwenzahn-und-Biene-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Löwenzahn zur Entgiftung</p></div>
<p>Doch das Glutathion-System erfüllt auch noch andere bedeutende Funktionen. Eine der wichtigsten ist die Entgiftung schädlicher Substanzen. Diese dringen zum einen von außen auf den Organismus ein. Zum anderen fallen sie automatisch beim menschlichen Stoffwechsel an. Wenn solche Substanzen vom reduzierten Glutathion gebunden werden, dann kann der Körper sie über die Nieren ausscheiden.</p>
<h3>Glutathion und Schmerz</h3>
<div id="attachment_5536" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Fotolia_24459721_XS.jpg"><img class="size-medium wp-image-5536" title="Johanniskraut" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Fotolia_24459721_XS-300x200.jpg" alt="Johanniskraut bei Depression, © Arcyd - Fotolia.com" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Johanniskraut bei Depression, © Arcyd - Fotolia.com</p></div>
<p>Bei Krebserkrankungen hat Glutathion sehr willkommene „Nebeneffekte“: Es fördert nämlich die Produktion einer wichtigen körpereigenen Substanz, des Endorphins SAM. Dieses wirkt schmerzstillend, antidepressiv und stimmungsaufhellend. In der Krebsbehandlung wurden unter der Begleittherapie mit Glutathion bedeutende Verbesserungen der Lebensqualität und der Gesundheit beobachtet [19, S. 207].</p>
<h3>Glutathion und Knochenmark</h3>
<div id="attachment_5539" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Fotolia_29149529_XS.jpg"><img class="size-medium wp-image-5539" title="In der KÃ¼che" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Fotolia_29149529_XS-300x244.jpg" alt="" width="300" height="244" /></a><p class="wp-caption-text">Petersilienwurzel bei Anämie, © photocrew - Fotolia.com</p></div>
<p>Außerdem reduziert Glutathion die Schwere der sogenannten Knochenmarkhemmung [19, S. 207], die oftmals mit der Chemo- und Strahlentherapie verbunden ist. Knochenmarkhemmung bedeutet, dass das Knochenmark seine Funktion, Blut zu bilden, nicht mehr richtig erfüllen kann: Es produziert zu wenige Blutzellen (Blutplättchen, rote und weiße Blutkörperchen). Der Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie) bewirkt, dass man schneller ermüdet und leistungsschwach ist. (Ein weiterer Hinweis darauf, warum eine effektive Erhöhung des Glutathion-Spiegels gegen Cancer-Fatigue wirken kann!). Fehlen Blutplättchen, so ist die Blutungsneigung erhöht. Insgesamt wird das Immunsystem geschwächt, und es kann zu schweren Infektionen kommen. S-Acetylglutathion scheint diese Folgen der Krebstherapie zu verringern.</p>
<h3>Weitere Funktionen von Glutathion</h3>
<p>Darüber hinaus unterstützt das Glutathion-System die <strong>Abwehrkräfte </strong>und die <strong>Entzündungshemmung </strong>und reguliert die lebensnotwendige <strong>Eiweiß-Produktion</strong> im Organismus.</p>
<h2>Glutathion – auf die Bioverfügbarkeit kommt es an</h2>
<p>Vor diesem Hintergrund ist leicht verständlich, warum nicht nur bei Krebs und während der Krebstherapie, sondern auch bei vielen anderen Erkrankungen ein erniedrigter Glutathion-Spiegel feststellbar ist [7]. Denn reduziertes Glutathion spielt eine ganz entscheidende Rolle für die Leistungsfähigkeit und die Gesunderhaltung unseres Körpers. Als einen interessanten Ansatzpunkt der Therapie bei Cancer-Fatigue sehe ich deswegen den <strong>Ausgleich des Glutathion-Mangels</strong>.</p>
<h3>„Normales“ reduziertes Glutathion</h3>
<p>Wichtig zu wissen ist, dass nicht mit jedem Glutathion-Präparat ein Glutathion-Mangel ausgeglichen werden kann. Um den Glutathion-Spiegel tatsächlich zu erhöhen, muss das reduzierte Glutathion „bioverfügbar“ sein. Der Hintergrund: Wenn ich Ihnen reines reduziertes Glutathion zum Einnehmen geben würde oder Ihnen reduziertes Glutathion intravenös verabreichte, dann würde es im Körper sehr schnell mit anderen Substanzen reagieren – danach ist es nicht mehr „aktiv“, hat also praktisch keine positiven Wirkungen mehr. Dies Problem ist auch der Grund, warum die Therapie mit „normalem“ reduzierten Glutathion keine langanhaltenden Effekte hat. Einen möglichen Lösungsweg für dieses Probleme möchte ich Ihnen jetzt vorstellen.</p>
<h3>Schutz durch Acetylierung</h3>
<div id="attachment_5542" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Fotolia_31464837_XS.jpg"><img class="size-medium wp-image-5542" title="The beautiful young woman in a red mysterious venetian mask" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Fotolia_31464837_XS-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">© Oleg Gekman - Fotolia.com</p></div>
<p>Um den Glutathion-Spiegel effektiv zu erhöhen, muss das reduzierte Glutathion unbeschadet in die Zelle gelangen. Erst dort kann es die gewünschte Wirkung entfalten. Was ist dafür zu tun? Das reduzierte Glutathion muss auf seinem Weg vor Oxidation geschützt werden. Erst in der Zelle darf es in seine bioverfügbare Form übergehen, wie sie auch der (gesunde) Körper selbst herstellt.</p>
<p>Dies Problem hat der Biochemiker <em><strong>Dr. med. habil. Gerhard Ohlenschläger</strong></em> gelöst, indem er den pharmazeutischen Wirkstoff S-Acetylglutathion (SAG) entwickelte. Dafür acetylierte er das reduzierte Glutathion – ein bewährtes Verfahren, das zum Beispiel auch bei Acetylsalicylsäure (ASS, z.B. Aspirin®) angewandt wird. Durch diese „Maskierung“ ist das reduzierte Glutathion geschützt, bis es an seinen Wirkort gelangt. In der Zelle entfernen dann Enzyme, die dort ohnehin vorhanden sind, die Acetylgruppe, und schon ist das reduzierte Glutathion bioverfügbar am richtigen Ort.</p>
<h3>Trotz „Acetyl“ – Acetylcystein wirkt nicht</h3>
<p>Übrigens: Vielleicht haben Sie schon gelesen, dass man mit der Gabe von Acetylcystein (ACC) den Glutathion-Spiegel anheben könne. Acetylcystein soll dem Körper Cystein zur Verfügung stellen, das dieser wiederum zur Produktion von Glutathion benötigt. Leider zeigen klinische Erfahrungen, dass sich der Glutathion-Spiegel mit Acetylcystein nicht wesentlich beeinflussen lässt. ACC hat allerdings sehr positive Wirkungen bei chronischer Bronchitis.</p>
<h2>S-Acetylglutathion bei anderen Krankheiten</h2>
<p>Oben habe ich Ihnen geschildert, welche Funktionen das körpereigene reduzierte Glutathion im Organismus erfüllt. Die positiven Effekte, die S-Acetylglutathion bei Cancer-Fatigue gezeigt hat, sind deswegen logisch gut nachvollziehbar. Denkt man ein wenig weiter, so lässt sich S-Acetylglutathion vermutlich auch bei anderen Erkrankungen, wie bspw. <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/burnout-die-epidemie-vor-der-sie-sich-schutzen-konnen/">Burnout</a>, nutzen, bei denen die beschriebenen Mechanismen eine Rolle spielen. Die klinischen Erfahrungen sind hierzu zwar noch nicht umfangreich, aber doch vielversprechend. <strong>Zwei Beispiele</strong>:</p>
<h3>S-Acetylglutathion und Fibromyalgie</h3>
<div id="attachment_5541" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Fotolia_28915485_XS.jpg"><img class="size-medium wp-image-5541" title="Nackenschmerz" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Fotolia_28915485_XS-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">© Kitty - Fotolia.com</p></div>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fibromyalgie">Fibromyalgie </a>ist mit typischen <strong>Gelenkschmerzen </strong>und <strong>Kopfschmerzen </strong>verbunden. Oftmals stehen auch <strong>schwere Erschöpfung</strong> und <strong>andauernde Müdigkeit </strong>sowie eine verlängerte Erholungszeit nach körperlichen, geistigen oder emotionalen Belastungen im Vordergrund. Viele Patientinnen klagen über <strong>Schlafstörungen </strong>und <strong>Konzentrationsprobleme</strong>. Nebensymptome sind u.a. Schwellungen an Händen, Füßen und im Gesicht. Die Beschwerden dauern meist Jahrzehnte bis lebenslang an [11].</p>
<p>In Studien fand man heraus, dass besonders viele Patientinnen unter Fibromyalgie leiden, die auch bestimmte entzündlich-rheumatische Erkrankungen aufweisen [11]. Dabei spielen entzündungsfördernde und entzündungshemmende Eiweiße eine wichtige Rolle [9, 10, 15, 22, 23]. Weil S-Acetylglutathion entzündungshemmend wirkt und die Eiweißproduktion im Körper reguliert, könnte es hier therapeutisch sinnvoll eingesetzt werden.</p>
<p>Körperlicher und seelischer Stress verstärken das Fibromyalgie-Risiko deutlich [21]. Vermutlich sind an diesem Effekt freie Radikale beteiligt – sie werden bei übermäßigen Belastungen vermehrt gebildet. Wie ich oben erläutert habe, vermindert S-Acetylglutathion die Zellschäden, die durch freie Radikale verursacht werden. Das ist der zweite Grund, warum S-Acetylglutathion bei Fibromyalgie einen Behandlungsversuch wert scheint.</p>
<h3>S-Acetylglutathion und Vielfache Chemikalien-Unverträglichkeit</h3>
<div id="attachment_5529" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Fotolia_18298693_XS.jpg"><img class="size-medium wp-image-5529" title="traffic jam" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Fotolia_18298693_XS-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" /></a><p class="wp-caption-text">© Sergiy Serdyuk - Fotolia.com</p></div>
<p>Ich möchte Ihnen noch ein anderes Beispiel vorstellen. Bei der Vielfachen Chemikalien-Unverträglichkeit (Multiple Chemikalien-Sensitivität, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vielfache_Chemikalienunvertr%C3%A4glichkeit">MCS</a>) besteht eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen chemischen Stoffen und Verbindungen (z.B. Duftstoffe, Lösungsmittel, Tabakrauch, Pestizide, Formaldehyd oder Autoabgase). Symptome dieser Unverträglichkeitsreaktion sind unter anderem Kopfschmerzen, Naselaufen, Augenbrennen, Schmerzen des Bewegungsapparates, Schwindel, Atemnot, Magen-Darm-Probleme, Übelkeit, Hautsymptome: <strong>Müdigkeit, Erschöpfung, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen</strong> (vgl. [13]).</p>
<p>Forscher konnten zeigen, dass bei Menschen mit MCS bestimmte Varianten, Veränderungen und Löschungen von Genen gehäuft vorkommen, die mit körpereigenen Entgiftungsprozessen zusammenhängen [2, 6, 8, 16, 17, 20]. Die Folge: Das Glutathion-System im Körper kann seine Entgiftungsfunktion nicht mehr richtig erfüllen, Schadstoffe werden nicht ausreichend ausgeschieden. Der Organismus wird damit gegenüber weiteren Chemikalien äußerst empfindlich.  In diesem Fall ist es nach <em><strong>Dr. med. habil. Gerhard Ohlenschläger</strong></em> möglich, dass S-Acetylglutathion die Entgiftung übernimmt (wenn auch leicht verlangsamt). Zudem wird durch eine Erhöhung des Glutathion-Spiegels innerhalb der Zellen das körpereigene Entgiftungssystem unterstützt.</p>
<h2>So kann die Behandlung aussehen</h2>
<p>Die Gesamttherapie der Cancer-Fatigue, aber auch der Fibromyalgie und der Vielfachen Chemikalien-Unverträglichkeit, wird immer<strong> mehrere Elemente</strong> beinhalten. Bei den Fotos habe ich Ihnen schon weitere Behandlungsmöglichkeiten mit Heilpflanzen und bestimmten Nahrungsmitteln angedeutet, auf die ich in diesem Rahmen aber nicht näher eingehen möchte.</p>
<h3>Physikalische Therapie und Entspannung</h3>
<p>Bei Fatigue sind zum Beispiel Bewegung und Ernährung wichtig, bei Fibromyalgie Physiotherapie, Wärme- und Kältebehandlungen, bei MCS die Vermeidung der Auslöser und Entspannungsverfahren. Ein Standard-Element des Gesamtkonzepts sollte meiner Meinung nach jeweils S-Acetylglutathion sein.</p>
<h3>Weitere Nahrungsergänzungen</h3>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/nahrungsergänzung2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5546" title="nahrungsergänzung2" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/nahrungsergänzung2-300x123.jpg" alt="" width="300" height="123" /></a>Da sich S-Acetylglutathion, <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/was-eine-aktuelle-internationale-konferenz-zu-vitamin-d-sagt/">Vitamin D3</a> und Selen gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen, ist es sinnvoll, wenn Sie eine Kombination dieser drei Stoffe einnehmen. Zusätzlich kann eine Hochdosistherapie mit Vitamin C, Coenzym Q10 und/oder Magnesium empfehlenswert sein. Je nach Ernährungsgewohnheiten muss auch an B-Vitamine gedacht werden.</p>
<h3>Labordiagnostik und Dosierung</h3>
<p>Die Dosierung wird Ihre Therapeutin individuell an Ihre Situation anpassen. Hierzu werden vor der Behandlung und im weiteren Verlauf <strong>Blutproben </strong>entnommen. Auf diese Weise können Ihre Blutspiegel (z.B. an Glutathion, Vitamin D3 und Selen) genau analysiert werden, und der Behandlungserfolg ist auch labortechnisch überprüfbar. Gerade in Kombination mit Selen steigt der Glutathion-Spiegel durch S-Acetylglutathion oft sehr schnell an, und Verbesserungen sind bald zu spüren. Für die Blutuntersuchung stehen spezialisierte Labors zur Verfügung. (Am Ende dieses Artikels finden Sie meine persönliche Labor-Empfehlung, da die exakte und reproduzierbare Messung des reduzierten Glutathions schwierig ist.)</p>
<h3>Kosten</h3>
<p>Die anfangs recht hohen Kosten sinken rasch, denn wenn ein guter Glutathion-Spiegel im Blut erreicht ist, braucht man nur noch eine Erhaltungsdosis. Die Behandlung wird nur in Ausnahmefällen von den Krankenkassen erstattet.</p>
<h3>Nebenwirkungen und Wechselwirkungen</h3>
<p>Eine Über- oder Unterdosierung von S-Acetylglutathion ist grundsätzlich unbedenklich; auch Wechselwirkungen zwischen S-Acetylglutathion und anderen Therapeutika sind nicht bekannt.</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p>Vieles weist darauf hin, dass bei der Entstehung der Cancer-Fatigue eine Störung des Glutathion-Stoffwechsels eine wesentliche Rolle spielt. Will man die entsprechenden Krankheitsmechanismen beeinflussen, dann bietet sich der pharmazeutische Wirkstoff S-Acetylglutathion (<a href="http://www.eumetabol.de/">Eumetabol</a>®) als mögliches Element der Therapie an. Die Gesamttherapie wird immer noch weitere Elemente umfassen, z.B. Bewegung und Ernährung sowie Vitamin D3 oder Selen.  Viele Patienten berichten, dass ihr Leidensdruck durch die Fatigue damit erheblich gemindert wurde. Positiv zu bewerten sind außerdem gesundheitsfördernde „Nebeneffekte“ wie Immunstärkung und Verminderung einer Knochenmarkhemmung. Auch der Ausblick auf weitere Behandlungsmöglichkeiten mit S-Acetylglutathion, z.B. bei Fibromyalgie oder Multipler Chemikalen-Unverträglichkeit, scheint mir vielversprechend.</p>
<h3>Labor-Empfehlung</h3>
<p>Fatigue-Labor / RD Laboratorien für biologische Forschung GmbH<br />
Mühlstraße 8<br />
86911 Dießen a.A.<br />
Telefon: +49 (0) 8807 911 51<br />
Telefax: +49 (0) 8807 911 53<br />
E-Mail: geiger@fatigue-labor.de</p>
<h3>Literatur und weitere Informationen</h3>
<p>Hier können Sie die Literatur als <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Artikel_Gerhard_Laien-kurz_Literatur-2011-11-15.pdf">pdf </a>herunterladen.<br />
Hier finden Sie die Hersteller-Informationen zu<a href="http://www.paramedica.de/eumetabol/glutathion-s-acetylglutathion-wirkstoff.html"> S-Acetylglutathion</a>.<br />
Hier finden Sie nähere Informationen zur Blutuntersuchung in den <a href="http://www.paramedica.de/fatigue-labor/glutathion-messung-preis-liste.html">RD Laboratorien</a>.</p>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Poortraits-002.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5517" title="Poortraits 002" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/11/Poortraits-002-112x150.jpg" alt="" width="112" height="150" /></a>*Frau <em><strong>Dr. Hilly Kessler</strong></em> ist Frauenärztin in  Luxemburg und international bekannte Künstlerin.  Ihre Frauenportraits  machen betroffen und nachdenklich. Für dieses  Webmagazin hat Frau Dr.  Kessler mir ihre Bilder zur Veröffentlichung zur  Verfügung gestellt.  Vielen Dank!</p>
<p><a href="http://hillykessler.com/">http://www.hillykessler.com</a></p>
<div id="vgwpixel"><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/d9e57f1da36848d4a144fb935b528e4f" width="1" height="1" alt=""></div>]]></content:encoded>
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		<title>Der Darm denkt mit- Interview mit Umweltmediziner Runow</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 20:51:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>igerhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich in der Univ. Frauenklinik in Heidelberg von allen Patientinnen mit gynäkologischen Erkrankungen Beschwerdebögen ausfüllen ließ, war ich überrascht, dass ca. 80% Darmprobleme hatten. Das hätte ich nie erfahren, wenn ich sie wie üblich nur nach dem Grund ihres Arztbesuches gefragt hätte.
Denn sie litten unter Endometriose oder wiederkehrenden Scheideninfektionen oder Krebs. Aber wie können Sie wissen, ob Sie einen gesunden Darm haben und ob Ihre Krankheiten oder Beschwerden, wie Konzentrationsstörungen oder Allergien, mit Ihrem Darm zusammenhängen? Um das herauszufinden, gibt es seit einigen Monaten ein umfassendes Buch von einem renommierten Umweltmediziner. Es heißt „Der Darm denkt mit“ und wurde von Klaus-Dietrich Runow verfasst. Um Ihnen Ihren Darm als Schlüssel für Ihre Gesundheit näher zu bringen, habe ich mit ihm ein Interview geführt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Fotolia_28195126_XS.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4926" title="Woman sitting on a toilet" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Fotolia_28195126_XS-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><strong>Als ich in der Univ. Frauenklinik in Heidelberg von allen Patientinnen mit gynäkologischen Erkrankungen Beschwerdebögen ausfüllen ließ, war ich überrascht, dass ca. 80% Darmprobleme hatten. Das hätte ich nie erfahren, wenn ich sie wie üblich nur nach dem Grund ihres Arztbesuches gefragt hätte.<br />
Wenn Sie schon einige Zeit die Artikel in diesem Webmagazin verfolgen, wird Ihnen aufgefallen sein, wie oft ich die Bedeutung einer normalen Verdauung oder einer gesunden Darmflora betone: sei es bei den Artikeln zur Endometriose oder wiederkehrenden Scheideninfektionen oder bei chronischen Erkrankungen, wie Krebs.</strong><br />
Aber wie können Sie wissen, ob Sie einen gesunden Darm haben und ob Ihre Beschwerden, wie Konzentrationsstörungen oder Allergien mit Ihrem Darm zusammenhängen könnten? Um das herauszufinden, gibt es seit einigen Monaten ein umfassendes Buch von einem renommierten Umweltmediziner. Es heißt „Der Darm denkt mit“ und wurde von dem Umweltmediziner <em><strong>Klaus-Dietrich Runow</strong> </em>verfasst. Ich habe es voller Begeisterung verschlungen, überwältigt von den modernen Methoden, die es heute in der Diagnostik gibt, und den weitgreifenden Behandlungsmöglichkeiten.</p>
<p>Sie werden sich erinnern, dass genau vor zwei Jahren einer der ersten Artikel dieses Webmagazins den Titel trug: &#8220;<a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/bauchgehirn/">Und unser Bauch denkt wirklich mit</a>&#8220;. In der Zwischenzeit gibt es viele neue Erkenntnisse, die beweisen, wie bedeutend unsere Darmgesundheit ist. Um Ihnen Ihren Darm als Schlüssel für Ihre Gesundheit näher zu bringen, habe ich mit dem Umweltmediziner <em><strong>Klaus-Dietrich Runow</strong></em> ein Interview geführt. Hierbei konnte ich natürlich nur die mir wichtigsten Fragen stellen, viele Antworten auf Ihre  persönlichen Fragen und Grundlagen zum Verständnis finden Sie in seinem Buch.</p>
<h3>Ursache von Darmproblemen</h3>
<p><em>Woher kommt es, dass heute so viele Menschen Probleme mit dem Darm und der Verdauung haben?</em></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3517086673/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=netzwerkfraue-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3517086673"><img class="alignleft size-medium wp-image-4954" title="image003" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/image003-188x300.jpg" alt="" width="188" height="300" /></a>Aufgrund des zunehmenden Verzehrs prozessierter Nahrungsmittel und der übermäßigen Verwendung von Farb-, Konservierungs- und Aromastoffen, steigt die biochemische und immunologische Belastung der Darmökologie. Die Folge sind nicht nur Beschwerden im Darmtrakt. Nahrungsmittel und Zusatzstoffe können Reaktionen in allen Organen verursachen.</p>
<p>Zu wenig Beachtung im medizinischen Alltag findet auch die Tatsache, dass Pollenallergiker sehr häufig auf Nahrungsmittel reagieren. <strong><span style="color: #993366;"><em>Zielorgan Nr. 1 bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nahrungsmittelunvertr%C3%A4glichkeit">Nahrungsmittelunverträglichkeiten </a>ist mit über 40% die Haut. An zweiter und dritter Stelle folgen der Darm und die Lunge.</em></span></strong> Darüber hinaus gibt es auch klassisch immunologische und pseudoallergische Reaktionen im Gehirn. Synthetische Farbstoffe und Zusatzstoffe wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glutamatunvertr%C3%A4glichkeit">Glutamat </a>(Geschmacksverstärker) können – besonders bei Kindern – zum ADHS führen, zum Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom.</p>
<h3>Was ist ein <a href="http://www.naturheilmagazin.de/krankheitsbilder/reizdarm-syndrom.html">Reizdarm</a>?</h3>
<p><em>Wenn Sie Ihrer Patientin sagen: Ihr Darm reagiert gereizt, weil Sie „überreizt“ sind, wird sie dafür sicher wenig Verständnis haben. Wie erklären Sie ihr diesen Zusammenhang?</em></p>
<p>Meinen Patientinnen erkläre ich, dass der „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reizdarmsyndrom">Reizdarm</a>“ für mich zunächst keine Krankheit sondern ein Symptom darstellt. Die Aufgabe des Arztes/der Ärztin ist es herauszufinden, welche Gründe hierfür in Betracht kommen.</p>
<p>Meistens sind es eben nicht psychische Ursachen, sondern es liegen „organische“ Störungen im Darm vor: Allergien bzw. Pseudoallergien, Enzymschwächen oder mikrobiologische Fehlbesiedelungen durch Pilze, Parasiten, pathogene Bakterien  und auch Würmer. Moderne genetische Stuhlanalysen decken hier pathogene Keime in einer bisher ungeahnten Präzision auf.</p>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Fotolia_24679750_XS.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4952" title="Fotolia_24679750_XS" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Fotolia_24679750_XS-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Ich rate auch dazu, neben einer Stuhl- und Verdauungsanalyse die Nahrungsmittelunverträglichkeiten differenziert abzuklären. Auch in diesem Bereich gibt es neue Untersuchungsmethoden. <em><span style="color: #993366;"><strong>Oft ist es die so genannte „gesunde Kost“, die unsere Patienten krank macht.</strong> </span></em>Eine große Dunkelziffer beklagen wir bei der Getreideunverträglichkeit. Es gibt amerikanische und kanadische Untersuchungen, die zeigen, dass es in der Regel 10-11 Jahre dauert, bis eine Getreideunverträglichkeit festgestellt wird. Wir sprechen daher von <em><strong>„<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%B6liakie">Zöliakie</a>-Eisberg“</strong></em>. Auch wenn bei der Dünndarmbiopsie keine Zottenatrophie festgestellt wird, kann eine Glutensensibilität vorliegen. Ab Herbst dieses Jahres werden wir auch auf diesem Gebiet neue Blutuntersuchungen anbieten können.</p>
<p>So lange Patienten nicht heftige Bauchschmerzen haben, sondern nur Blähungen, mal Verstopfung, mal Durchfall, <span style="color: #000000;">nehmen sie diese Symptome ja nicht ernst. Wann sollten Patienten mit diesen Beschwerden zum Arzt gehen?</span></p>
<p><strong><span style="color: #993366;"><em>Grundsätzlich dürfen wir den Darm eigentlich gar nicht spüren</em></span></strong>, d.h. Durchfall, Verstopfung und Blähungen sind immer Krankheitszeichen, die näher abgeklärt werden müssen. Bei Beschwerden wie häufiges Aufstoßen, Grummeln im Bauch, Völlegefühl und Sodbrennen sollten zunächst Nahrungsmittelunverträglichkeiten ausgeschlossen werden.</p>
<p><strong><span style="color: #993366;"><em>Oft treten Darmstörungen nach einer Antibiotikumtherapie au</em></span><span style="color: #993366;"><em>f</em></span> </strong>– und das manchmal sogar erst nach drei Monaten. Da die Patienten meistens nicht mehr daran denken, sollten wir Ärzte immer die Frage nach einer vorausgegangenen Antibiotikumtherapie stellen. Als Folge kann sich eine mikrobiologische Fehlbesiedelung und einer deutlich geminderten Zahl freundlicher Darmbakterien, der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Probiotikum"><strong>Probiotika</strong></a>, eingeschlichen haben. Ein Stuhltest ist hier unbedingt zu empfehlen.</p>
<h3>Der Darm und Neurologische Erkrankungen</h3>
<p><em>In Ihrem Buch beschreiben Sie ja, dass auch die Zunahme neurologischer Erkrankungen, wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Parkinson-Krankheit"><strong>Parkinson </strong></a>oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alzheimer-Krankheit"><strong>Alzheimer </strong></a>, mit dem Darm zusammenhängen. Wie erklären Sie das und was sagen die Neurologen dazu?</em></p>
<p>Es gibt direkte anatomische, biochemische und immunologische Verbindungen zwischen dem Darm und dem Gehirn. Jüngere Beobachtungen zeigen, dass Umweltgifte (z.B. Pestizide) nicht nur über den Blutkreislauf, sondern direkt über das enterale Nervensystem in das Gehirn gelangen und dort zu neurodegenerativen Prozessen führen können. Auch Entzündungen im Darm können sich direkt auf das zentrale Nervensystem auswirken. Die Immunzellen des Darmes sind assoziiert mit den Gliazellen im Gehirn. Kurz: <strong><em><span style="color: #993366;">Wenn die Darmimmunzellen entzündet sind, sind es auch die Immunzellen im Gehirn.</span></em></strong></p>
<h3>Der Darm und Psychische Erkrankungen</h3>
<p><em>Gibt es auch einen Zusammenhang zwischen dem Darm und <strong>Depression</strong>, bzw. <strong>Burn-out</strong>?</em></p>
<div id="attachment_4936" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Bilder-2010-017.jpg"><img class="size-medium wp-image-4936" title="Bilder 2010 017" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Bilder-2010-017-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bild der Künstlerin Hilly Kessler</p></div>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Depression">Depression </a>oder <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/burnout-die-epidemie-vor-der-sie-sich-schutzen-konnen/">Burn-Out</a> sind für mich zunächst nur Symptome und keine Krankheiten. Ich möchte wissen, ob Entzündungen, Umweltgifte, Störungen der Verdauung, Nahrungsmittel und Nährstoffmangel den Gehirnstoffwechsel beeinflussen.</p>
<p>In meinem Buch habe ich den Fall eines 28- jährigen „Burn-Out“- Patienten beschrieben. Heftige Darmkrämpfe und daraufhin eingesetzte Antibiotikuminfusionen führten schließlich zu einer Gewichtsabnahme um 20 kg innerhalb von drei (!) Monaten. Da man weder im Blutbild noch bei radiologischen Untersuchungen (MRT) pathogene Befunde erheben konnte, wurde die Diagnose „Depression“ gestellt und Antidepressiva verordnet. Meine Untersuchungen ergaben eine Kuhmilch/Casein-Unverträglichkeit und eine starke Pilzbesiedelung des Darmes. Der Patient, der an den heftigen Darmbeschwerden / „Depressionen“ immerhin schon 2 Jahre litt, war innerhalb von einer  Woche beschwerdefrei. Er ist es bis heute.</p>
<h3>Der Darm und ADHS</h3>
<p><em>Millionen von Kindern und zunehmend mehr Erwachsene werden wegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivit%C3%A4tsst%C3%B6rung"><strong>ADHS </strong></a>mit Psychopharmaka behandelt, oder sagt man besser „vergiftet“? Wo  sehen Sie die Ursachen dieser Erkrankung, und was würden Sie Eltern mit  unruhigen Kindern empfehlen?</em></p>
<p>Bei ADHS empfehle ich die  Untersuchung von maskierten Allergien  (Nahrungsmittelunverträglichkeiten). Farb-, Konservierungsstoffe sowie  Geschmacksverstärker  und Aromen sind zu meiden. Eine  Stoffwechselanalyse (organische Säuren im Urin) kann einen erhöhten  zellulären Bedarf an Nährstoffen aufdecken. Auf der Basis solcher Tests  stelle ich eine Vitamin und Nährstofftherapie zusammen.  Hier arbeiten  wir mit US-amerikanischen Laborpartnern zusammen. Nicht fehlen dürfen  umweltmedizinische Analysen (Schwermetalle, Porphyrine, Bisphenol A  etc.).</p>
<h3>Der Darm und Autismus</h3>
<p><em>Auch <strong>Autismus </strong>bringen Sie in Zusammenhang mit dem Darm. Bedeutet das Hoffnung für die Betroffenen?</em></p>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Kind-Sand2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4944" title="Kind Sand2" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Kind-Sand2.jpg" alt="" width="200" height="141" /></a>Da  über 90 % der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Autismus">Autisten </a>Störungen im Verdauungstrakt haben, sollten die  neuen Stuhl- und Verdauungsanalysen nicht fehlen. Darüber hinaus  untersuchen wir im Urin Peptidbausteine, die durch eine unzureichende  Verdauungsleistung (Enzymschwäche) verursacht werden. In solchen Fällen  findet man z.B. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Casomorphin">Casomorphine </a>und auch Glutenomorphine im Urin.</p>
<p>Es  handelt sich hierbei um Nahrungsbestandteile, die in Milch und  Milchprodukten bzw. Getreide enthalten sind. Casomorphine und  Glutenomorphine sind opioidwirksame Peptide, die zu Störungen im  Nervensystem führen können und im Urin von Patienten mit Hyperaktivität  und Konzentrationsstörungen (ADHS), Autismus, Depressionen und  Schizophrenie nachgewiesen werden.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong><em>Da es sich hierbei nicht um  klassische Allergien, sondern um Peptidunverträglichkeiten handelt,  verordne ich hochwirksame Enzyme (auf pflanzlicher Basis) zur  Verbesserung der Verdauungsleistung</em></strong></span> und rate dazu, die betreffenden  Nahrungsmittel über einen Zeitraum von zunächst 3 Monaten zu meiden.  Anschließend können diese im Rahmen einer <a href="http://www.kochen-ohne.de/rezepte/4-tages-rotationsdiaet.php">4-Tage Rotation</a> wieder dem  Nahrungsplan zugeführt werden. Bei Autisten rate ich zusätzlich zu einer  Vitamin- und Mineralstofftherapie.</p>
<h3>Der Darm und Adipositas</h3>
<p><em>Bei <a href="http://www.ernaehrung.de/tipps/adipositas/"><strong>Adipositas </strong></a>wird immer noch Kalorien zählen empfohlen und der  Verzicht auf Fett. Sie vermuten, dass Übergewicht ganz andere Gründe  haben könnte. Welche ? Und was kann eine adipöse Frau jetzt tun?</em></p>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/dickes-mädchen.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4946" title="dickes mädchen" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/dickes-mädchen-119x300.jpg" alt="" width="119" height="300" /></a>Bei  unseren Stuhltests bestimmen wir routinemäßig den <strong>„Adipositas Index“</strong>.  Er setzt sich zusammen aus dem Anteil an verschiedenen Bakteriengruppen,  den Firmicutes und den Bakterioidetes. Beobachtungen haben ergeben,  dass Personen mit einem hohen Anteil an Firmicutes  die Nahrung offenbar  besser verdauen können und schneller  an Gewicht zunehmen. Da auch  maskierte Nahrungsmittelunverträglichkeiten zur Gewichtszunahme führen,  dürfen entsprechende Blutanalysen nicht fehlen.</p>
<h3>Der Darm und Rheuma</h3>
<p><em>Kann man auch <strong>Rheuma </strong>über den Darm beeinflussen?</em></p>
<p>Eine  mikrobiologische Fehlbesiedelung im Darm durch z.B. Yersinien,  Campylobacter, Salmonellen, Pilze etc. kann zu systemischen Entzündungen  führen – auch zu Arthritis.</p>
<p>Bei <a href="http://www.naturheilmagazin.de/krankheitsbilder/rheuma-ein-erfahrungsbericht.html">rheumatischen Beschwerden</a> sollte  u.a. auch an die Kreuzreaktivität zwischen Darmzellen  (Colon-Epithelzellen) und Knorpelzellen gedacht werden. Wenn sich das  Darm- Immunsystem aufgrund von Entzündungen, Allergien, Antibiotikagaben  bzw. Umweltgifte durch Bildung von Antikörpern gegen eigene Strukturen  wehrt, können diese auch andere Gewebe angreifen.</p>
<p>Eine  Unterstützung der Darmflora mit freundlichen Bakterienstämmen und die  Eliminierung von allergenen Nahrungsmitteln kann dazu beitragen,  rheumatische Beschwerden zu lindern oder zum Abklingen zu bringen.</p>
<h3>Sodbrennen- Folgen für den Darm</h3>
<p><em>Die einen Ärzte verschreiben bei <strong>Sodbrennen </strong>Natron, die anderen  Säureblocker, warum haben diese Mittel einen Einfluss auf unseren Darm?  Was kann man noch gegen Sodbrennen tun?</em></p>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Fotolia_25744847_XS.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4932" title="Tabletten" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Fotolia_25744847_XS-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Starke Säure, nämlich  Salzsäure, gehört zur sinnvollen Ausstattung unseres Magens und ist  unentbehrlich für eine vollständige Verdauungsleistung.</p>
<p>Den  aktuellen Trend zur Blockierung der Säure durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Protonenpumpenhemmer">Protonenpumpenhemmer </a>(PPI), „Basenpulver“ etc. betrachte ich sehr kritisch. PPI gehören  mittlerweile zu den am häufigsten verordneten Arzneimitteln in  westlichen Industriestaaten.</p>
<p>Im Jahr 2009 wurden fast 2 Milliarden  (!) Tagesdosen Säureblocker (PPI) verordnet – eine Versechsfachung  gegenüber dem Jahr 2000. Die Hälfte wird nicht indikationsgerecht  eingesetzt. Nicht nur bei „Reizmagen“ und Reflux werden die Präparate  verwendet, sondern auch flankierend zu anderen Medikamenten als  sogenannter „Magenschutz“ eingesetzt.</p>
<p>In der Folge kommt es zu  Verdauungsstörungen, Immunsuppression, Resorptionsstörungen (z.B.  Calcium) und einem erhöhten Osteoporoserisiko. Da die Patienten meistens  kein Säureproblem haben, sondern nur dyspeptische Beschwerden, die  durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder eine Verdauungsschwäche  (Enzymmangel) verursacht sind, sollten zunächst differenzierte  Untersuchungen erfolgen. <span style="color: #993366;"><em><strong>Säureblocker sollten grundsätzlich nur  kurzfristig verordnet werden.</strong></em></span></p>
<h3>Medikamente- Folgen für den Darm</h3>
<p><em>Bei <strong>Antibiotika </strong>und <strong>Cortison </strong>wissen schon viele, dass diese  Medikamente die guten Darmbakterien zerstören, aber was ist mit so  gängigen, millionenfach verordneten Mitteln wie <strong>Aspirin </strong>oder <strong>Ibuprofen</strong>?</em></p>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Leaky-gut2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4919" title="Leaky gut2" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Leaky-gut2-188x300.jpg" alt="" width="188" height="300" /></a>Viele  Medikamente führen zu einer Reizung der Darmschleimhaut und erhöhen die  Durchlässigkeit des Darms. Beim „Leaky-Gut-Syndrom“ kommt es über einen  verstärkten Einstrom von Nahrungsbestandteilen, Bakterien und Toxinen  in den Blutkreislauf zu einer Immunbelastung, Allergien und Förderung  von systemischen Entzündungsprozessen. In der Folge reagieren auch  extraintestinale Organe, die häufig gar nicht mit dem Darm in Verbindung  gebracht werden und deshalb nur symptomatisch behandelt werden.</p>
<p>Selbstverständlich sind es nicht nur Medikamente, die den Darm so reizen können. Viel häufiger sind es Bestandteile von Nahrungsmitteln und Zusatzstoffe. Da man auf die ja nicht verzichtet und man meistens auch gar nicht weiß, welche die Darmschleimhaut so angreifen, kann man auch keine Besserung der daraus resultierenden Leiden erwarten.</p>
<h3><a href="http://www.naturheilmagazin.de/krankheitsbilder/igg-nahrungsmittelallergien/nahrungsmittelallergie-behandeln.html">Nahrungsmittelallergien</a></h3>
<p><em>Sie unterscheiden ja in Ihrem Buch <strong> Nahrungsmittelunverträglichkeiten </strong>von <strong>Nahrungsmittelintoleranzen</strong>.  Welchen Unterschied macht das im Alltag für den Patienten?</em></p>
<p>Fast  keinen. Den Patienten interessieren die akademischen Unterscheidungen  nicht. Er muss wissen, welche Nahrungsmittel für eine bestimmte Zeit  gemieden werden müssen, und wann er sie wieder im Rahmen einer 4-Tage  Rotationsdiät dem Ernährungsplan hinzufügen kann. Bei den Intoleranzen  können heftige Beschwerden auftreten, ohne dass immunologische  Reaktionen ablaufen bzw. ohne dass Antikörper im Blut nachgewiesen  werden können. Erschwerend kommen die Spätreaktionen hinzu. <span style="color: #993366;"><em><strong>In der Regel  steht der Mensch etwa 3-4 Tage unter dem Einfluss dessen, was er heute  gegessen hat.</strong></em></span> Manche reagieren noch später. Hier wird es mit der  Zuordnung und natürlich auch der Diagnostik schwierig.</p>
<h3>Der Darm des Neugeborenen</h3>
<p><em>Nach der Geburt wird der Darm bei den Neugeborenen ja von  unterschiedlichen Bakterienstämmen besiedelt, und die entscheiden  bereits über seine Zukunft! Was empfehlen Sie Schwangeren, um ihren  Babys einen guten „<strong>Darmstart</strong>“ ins Leben zu ermöglichen?</em></p>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/P7150039klein.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4933" title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/P7150039klein-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a>Schwangere  sollten unbedingt auf eine gesunde Darmflora und eine optimale  Nährstoffversorgung achten. Ich empfehle in der Schwangerschaft neben  der Einnahme von Mineralstoff- und Vitaminpräparaten auch freundliche  Darmbakterien (Probiotika). Sobald aber Darmbeschwerden wie z.B.  Blähbauch, Grummeln oder Bauchschmerzen auftreten, sollte mit der Ärztin  oder dem Arzt abgeklärt werden, ob man die Präparate absetzt oder  andere Kulturen verwendet.</p>
<p>Beim Neugeborenen ist die  Darmoberfläche steril. Bevor sich der freundliche Bakterienfilm auf der  Darmschleimhaut ausbreiten kann, sind Neugeborene der aggressiven Umwelt  schutzlos ausgeliefert. Infektionsschutz gibt es aber durch die  unverdaulichen Komplexzucker, die ausschließlich in der Muttermilch  vorkommen. Diese Zucker machen immerhin bis zu einem Fünftel der  Muttermilch aus. Für freundliche Darmbakterien wie die Bifidobakterien  (B. longum) stellen diese Zucker einen wichtigen Nährstoff dar – sie  können sich vermehren und im Darm des Säuglings ausbreiten und ihn vor  schädlichen Bakterien schützen. <span style="color: #993366;"><em><strong>Da diese Komplexzucker auch direkten  Schutz vor giftigen Bakterien bieten, rate ich unbedingt zum <a href="http://www.aus-liebe-zum-stillen.de">Stillen</a>,  obwohl die Muttermilch häufig stark mit Umweltgiften belastet ist.</strong></em></span> In  diesem Fall sollten umweltmedizinische Therapien Mutter und Kind  unterstützen.</p>
<h2>Diagnostik von Darmerkrankungen</h2>
<p><em>Welche Schritte empfehlen Sie, um herauszufinden, was dem Darm fehlt?</em></p>
<h3>Zur <strong>Basisuntersuchung </strong>gehören bei mir:</h3>
<ol>
<li><strong>Stuhl- und Verdauungsanalyse</strong> (allerdings empfehle ich die neuen  genetischen Tests). Hierbei müssen nicht nur die pathogenen Keime,  sondern auch der Anteil der freundlichen Darmbakterien (Laktobazillen,  Bifidobakterien) überprüft werden. Darüber hinaus möchte ich wissen, ob  die Nahrung richtig verdaut wird. Es kommt immer wieder vor, dass wir in  den Stuhlproben hohe Anteile an unverdauten Pflanzenfasern finden, was  ein Hinweis auf eine Schwäche der Bauchspeicheldrüse zu werten ist. In  solchen Fällen können Enzyme eine deutliche Linderung bewirken.</li>
<li><strong>Nahrungsmitteltests</strong>. Da die klassischen Immunglobulin E  (IgE-Tests)- und Hauttests bei meinem Patientenklientel meist schon  durchgeführt worden sind (und häufig negativ waren), konzentriere ich  mich auf immunologische Spätreaktionen. Neben zellulären Tests (z.B. den  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lymphozytentransformationstest">Lymphozyten-Transformations-Tests</a>, LTT) empfehle ich die  IgG4-Antikörpertests, die von Fachkreisen kritisiert werden. Häufig zu  Recht, denn die üblichen IgG-Tests ergeben zu viele falsch positive  Resultate. In diesem Bereich gibt es aber eine neue ELISA – Technik  (<a href="http://www.metametrix.com/test-menu/profiles/immune-function/allergix-igg4-food-antibodies-90"><em><strong>Allergix-Test</strong></em></a>). Mit einem zum Patent angemeldeten Verfahren werden  falsch positive Reaktionen eliminiert.</li>
</ol>
<h3>Wann empfehlen Sie <em>Stuhluntersuchungen</em>? Welche Labors führen sie durch? Sind das Leistungen der GKV?</h3>
<p>Stuhl– und Verdauungsanalysen waren schon immer Bestandteil meiner  Basisdiagnostik bei allen chronischen Erkrankungen. Neu sind die <a href="http://www.umweltmedizin.org/genetische_stuhlanalyse.php">genetischen Stuhltests</a>, die erstmals eine exakte quantitative mikrobiologische Analytik bieten, ohne dass es zu transportbedingtem Fehlwachstum kommt. Erstmals können auch die anaeroben Bakterien, die immerhin 95% der Dickdarmflora ausmachen, zahlenmäßig genau bestimmt werden.</p>
<p>Die anaeroben freundlichen Darmbakterien können durch die üblichen Labormethoden nicht exakt quantitativ bestimmt werden, da sie durch den Sauerstoff im Teströhrchen während des Transportes absterben. Unser Institut arbeitet exklusiv mit dem renommierten <a href="http://www.metametrix.com/">US-Labor Metametrix </a>zusammen, das als erstes Labor weltweit die neue DNA-Stuhl-Analytik anbietet.</p>
<p>Durch diese quantitative Untersuchung können über die <strong>optimierte Multiplex-PCR</strong> (Polymerase Chain Reaction) erstmals neben den anaeroben Bakterien und probiotischen Darmbakterien alle Pilze, Parasiten und pathogenen Bakterien in einer bisher nicht verfügbaren Präzision bestimmt werden.</p>
<p>Interessierte Ärzte können die Teströhrchen bei uns in Wolfhagen anfordern. Die Ergebnisse können elektronisch per pdf-Datei übermittelt werden. Unser Team steht gerne auch bei der Interpretation der Testergebnisse zur Verfügung. Im Rahmen unserer <strong>Europäischen Akademie for Functional Medicine (AFM)</strong> führen wir regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte durch.</p>
<p>Das Leistungsspektrum des IFU-Diagnostic Center in Wolfhagen findet man im <a href="http://www.umweltmedizin.org/">Internet. </a>Es handelt sich um Urin, Blut-, Haar-, Speichel- und Stuhluntersuchungen, die fast ausschließlich in den USA durchgeführt werden – es sind also die Original-Tests. Näheres auch auf der <a href="http://www.metametrix.com/">amerikanischen Internetseite</a>.</p>
<p>Die Leistungen gehören nicht in das Spektrum der GKV. Es sind Privatleistungen.</p>
<h3>Gehören auch <em><strong>Urinanalysen </strong></em>immer dazu? Welche wären das? Und in welchen Labors werden sie zuverlässig bestimmt? Sind das Leistungen der GKV?</h3>
<p>Nach einer eingehenden Anamnese wird über die einzelnen Analysen entschieden. Eine wichtige Säule stellen die modernen Urinanalysen dar, durch die Stoffwechselmetaboliten (organische Säuren) bestimmt werden. Der Urintest lieferte einen guten Überblick über zahlreiche Stoffwechselprozesse (Entgiftung, Mitochondrien, Neurotransmitter etc.) aber auch über den individuellen Nährstoffbedarf. Die bislang üblichen Vitamintests im Blut sind durch die neue Analytik abgelöst worden. Blutanalysen liefern nur einen groben Überblick über die Vitaminversorgung und berücksichtigen nicht den tatsächlichen Nährstoffbedarf in der Zelle.</p>
<p>Denken wir an das Vitamin B12. Hier ist die Bestimmung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Methylmalons%C3%A4ure">Methylmalonsäure </a>im Urin ein früher funktioneller Marker für einen erhöhten Vitamin B12 Bedarf auf Zellebene. Beispiel: Schwermetalle wie Blei und Quecksilber können die Umwandlung von Vitamin B12 in das Methyl-B12 blockieren. Im Blut findet man häufig einen normalen B12-Wert, obwohl auf Zellebene ein erhöhter Vitamin B12 Bedarf (Methyl-B12) vorliegt.</p>
<h3>Wann sind <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Atemgasanalyse"><em>Atemgasanalysen </em></a>nötig und wie funktionieren sie? Braucht man dazu spezielle Labors? Sind das Leistungen der GKV?</h3>
<p>Nach der Einnahme einer Testsubstanz (z.B. Fruktose oder Laktose) pustet der Patient nach einem bestimmten Zeitmuster in Vakuumröhrchen. Zum Ausschluss von Intoleranzen wird bei uns nicht nur der Anstieg von Wasserstoff, sondern auch von Methan bestimmt. Wenn nämlich durch Fäulnisprozesse im Darmtrakt Methan gebildet wird, kann dieses die Wasserstoffmessung stören und zu falschen Ergebnissen führen. Die Atemgasröhrchen können bequem per Post verschickt werden.</p>
<h3>Welche <em>Blutanalysen </em>sind wichtig? Welche Labors empfehlen Sie? Sind das Leistungen der GKV?</h3>
<p>Bei der „Functional Medicine“ handelt es sich um angewandte Ernährungs- und Umweltmedizin, die sich naturwissenschaftlicher Labormethoden bedient, um die Biochemische Individualität des Patienten zu analysieren.</p>
<p>Neben einem großen Blutbild empfehle ich neben Allergietests auch <a href="http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=6684">Entzündungsmarker </a>zu bestimmen wie z.B. hs-CRP, Interleukine, Homocystein aber auch Vitamin D3 (25-OH-D3) und die Zöliakieserologie mit Gewebstransglutaminase und Gesamt- IgA. Während das Blutbild und die genannten Marker in herkömmlichen deutschen Labors angefordert werden können, bieten wir unseren Kolleginnen und Kollegen eine Kooperation mit den führenden US-Labors an, um unsere Patienten wirklich auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand beraten zu können. Wir sprechen hier gerne von <strong>„Premium Umweltmedizin“</strong>. Hierbei handelt es sich um Privatleistungen.</p>
<h2>Das 4-R-Programm zur Darmgesundheit</h2>
<p><em>Können Sie etwas über Ihr 4-R-Programm zur Darmgesundheit erzählen?</em></p>
<p>Zur Regulierung der <a href="http://www.lab4more-online.de/analyse-a-therapieprogramm/darm-mikro-oekologie.html">Darmökologie </a>orientieren wir uns an dem vom US-amerikanischen „Institut for Functional Medicine“ definierten 4-R-Programm. (Remove, Replace, Reinoculate, Repair):</p>
<ol>
<li><strong><span style="color: #800080;"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Chlorella2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4948" title="Chlorella2" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Chlorella2-300x280.jpg" alt="" width="300" height="280" /></a>R</span>emove </strong>(Eliminieren/Weglassen). Hier geht es um das Meiden von allergenen Nahrungsmitteln und die Elimination von pathogen Bakterien, Parasiten und Pilzen. Eliminiert werden müssen auch Toxine und Umweltgifte wie z.B. Schwermetalle, Pestizide (Entgiftung).</li>
<li><strong><span style="color: #800080;">R</span>eplace </strong>(Ersetzen/Hinzufügen). Hier geht es um die Unterstützung der Verdauungsleistung durch Enzyme. Wie in meinem neuen Buch beschrieben (Kapitel 6: Das Enzym-Konzept), stellt unser Körper ab der Pubertät in jedem Lebensjahrzehnt 10-13% weniger Enzyme her. Somit kommt es im Laufe des Älterwerdens zwangsläufig zu Problemen mit der Verdauungsleistung. Die Einnahme von nicht- tierischen Enzymen, die bereits im sauren Magenmilieu wirksam sind, nehmen bei der Therapie chronischer Erkrankungen einen immer größer werdenden Stellenwert ein.</li>
<li><strong><span style="color: #800080;">R</span>einoculate </strong>(Neubesiedelung). Dabei geht es um die Einnahme freundlicher Darmbakterien wie Laktobazillen und Bifidobakterien. Hier sollte darauf geachtet werden, dass Präparate mit vermehrungsfähigen Keimen verwendet werden. Allerdings gibt es auch Patienten mit einer Überbesiedelung an freundlichen Darmbakterien (<a href="http://www.ganzimmun.de/seiten/test.php?test_id=764"><strong>Overgrowth Syndrom</strong></a>). Aus diesem Grund rate ich vor der Therapie mit Darmbakterien zur mikrobiologischen Untersuchung, die auch die  freundliche Darmflora umfasst. Wie oben beschrieben kann dies durch die neuen genetischen Stuhltests in einer bisher nicht verfügbaren Präzision erfolgen.</li>
<li><strong><span style="color: #800080;">R</span>epair </strong>(Reparatur). Die gestörte bzw. entzündete Darmschleimhaut soll vorrangig durch Nährstoffe und pflanzliche Substanzen wieder aufgebaut bzw. repariert werden. Hier können neben Vitaminen und Mineralstoffen auch Glutamin, Omega-3 Fettsäuren und pflanzliche Substanzen wie Curcuma (Tumeric), Süßholzwurzel (Lakritz; möglichst ohne Glycyrrhizin;) hilfreich sein. Weitere Hilfen finden Sie in diesem Magazin im Artikel über <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/chronisch-entzundliche-darmerkrankungen-%E2%80%93-hilfe-aus-der-natur/">chronisch entzündliche Darmerkrankungen</a>.</li>
</ol>
<h2>Darmpflege</h2>
<p><em>Wie können wir unseren Darm pflegen?</em></p>
<h3>Änderung des Ernährungsverhaltens<em><br />
</em></h3>
<p>In Ihrem <a href="http://astore.amazon.de/netzwerkfraue-21/detail/383042261X">Frauengesundheitsbuch </a>haben Sie ja viele wertvolle Hinweise gegeben, wie man mit adäquater und individueller Ernährung, unterstützt durch Nahrungsergänzungsmittel, die gesunde Darmfunktion fördern kann. In meiner Praxis haben sich folgende Änderungen des Ernährungsverhaltens bei nicht krankheitsbedingten Verdauungsbeschwerden als günstig erwiesen:</p>
<ul>
<li>Verzichten Sie auf schwer verdauliche Speisen. Meiden Sie zu große Mengen blähender Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Kohl, Lauch, Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen), unreifes Obst, Nüsse, Rosinen, sehr frisches Brot, grobes Vollkornbrot, Kaffee, Schokolade, Eiskaltes oder Fettgebackenes. Bevorzugen Sie fettarme Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Getreide und Getreideprodukte und verwenden Sie Halbfettmargarine, fettarme Fleisch-, Wurst- und Käsesorten.</li>
<li>Meiden Sie kohlensäurehaltige und zu süße Getränke.</li>
<li>Garen Sie Ihre Mahlzeiten mit fettarmen Verfahren: Dünsten mit Wasser, im Schnellkochtopf oder im Bratschlauch.</li>
<li>Mehrere kleine, über den Tag verteilte Mahlzeiten sind besser als drei große. Lassen Sie sich Zeit beim Essen und kauen Sie alles gründlich durch.</li>
<li><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3920788710/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=netzwerkfraue-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3920788710"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4938" title="Die Bauchselbstmassage" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Die-Bauchselbstmassage-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bewegen Sie sich viel und treiben Sie öfter Sport, das bringt den Darm auf Trab. Auch ein kleiner Verdauungsspaziergang kann schon sehr hilfreich sein.</li>
<li>Bei akuten Beschwerden können Hausmittel wie etwa die Wärmflasche, kreisförmige <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/ostereier-verstecken-bucher-entdecken-hier-meine-vorschlage/">Bauchmassagen </a>sowie Heilpflanzen wie Kümmel oder Kamille Linderung verschaffen.</li>
<li>Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten. Beides kann die Beschwerden verstärken.</li>
</ul>
<h3>Unterstützung  der Darmökologie</h3>
<p>Zur Unterstützung  der Darmökologie empfehle ich gerne freundliche Darmbakterien, die  Probiotika (z.B. Laktobazillen, Bifidobakterien). Da aber auch gute  Bakterien zu einer Überbesiedelung (<strong>Overgrowth Syndrom</strong>) und somit zu heftigen Beschwerden führen können, sollte vorher unbedingt eine Stuhlanalyse durchgeführt werden.</p>
<h3>Nahrungsergänzungen und Entgiftung</h3>
<p>Wenn  die Immunabwehr der Darmschleimhaut geschwächt ist, was man durch einen  niedrigen sekretorischen IgA-Wert (sIgA) ermitteln kann, sollten u.a.  Nährstoffe wie Glutamin und auch Vitamine und Mineralstoffe eingenommen  werden. Auch Entgiftungstherapien können hilfreich sein.</p>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Runow.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4909" title="Runow" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/08/Runow.jpg" alt="" width="118" height="126" /></a>Der Umweltmediziner <em><strong>Klaus-Dietrich Runow</strong></em>, Jahrgang 1955, behandelt seit über 25 Jahren Patienten mit Allergien und ausgeprägten Überempfindlichkeitsreaktionen auf Chemikalien. Mit seinem 1989 erbauten, ersten Institut für Umweltkrankheiten (IFU) ist er einer der Pioniere der Umweltmedizin in Deutschland. 2006 erhielt er für seine Arbeit als Umweltmediziner den renommierten B.A.U.M.-Umweltpreis. Seit 2009 praktizieren Runow und sein Team in der nordhessischen Fachwerkstadt Wolfhagen.</p>
<p>Klaus-Dietrich Runow,<br />
Ärztlicher Leiter<br />
Institut für Umweltmedizin (IFU) -Diagnostic Center<br />
Buttlarstr. 4A<br />
D-34466 WOLFHAGEN<br />
Tel: 05692-994-555<br />
Fax: 05692-994-556<br />
info@ifu-wolfhagen.de<br />
<a href="http://www.umweltmedizin.org/">http://www.umweltmedizin.org/</a></p>
<p>Die Bilder stammen aus dem eigenen Archiv oder wurden von Fotolia.com erworben.</p>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/06/hilly-kunst-und-trier-102.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4671" title="hilly kunst und trier 102" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2011/06/hilly-kunst-und-trier-102-150x112.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a>*Frau <em><strong>Dr. Hilly Kessler</strong></em> ist Frauenärztin in Luxemburg und international bekannte Künstlerin.  Ihre Frauenportraits machen betroffen und nachdenklich. Für dieses  Webmagazin hat Frau Dr. Kessler mir ihre Bilder zur Veröffentlichung zur  Verfügung gestellt. Vielen Dank!</p>
<p>ht<a href="http://www.hillykessler.com/">tp://www.hillykessler.com</a></p>
<p>Und was für Erfahrungen haben Sie mit Ihrem Darm gemacht? Haben Ihnen spezielle Diäten geholfen? Wurden Sie von Ihren Ärzten schon auf den Zusammenhang zwischen Ihrer Erkrankung und dem Darm hingewiesen und entsprechend behandelt? Schreiben sie doch einen <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/der-darm-denkt-mit-interview-mit-umweltmediziner-runow/#comments">Kommentar</a>!</p>
<div id="vgwpixel"><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/d08d31be2e1d4b30b180fdb644e97134" width="1" height="1" alt=""></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Kräuterteekur: wie Sie Ihr Wohlbefinden verbessern können, ohne auf etwas verzichten zu müssen</title>
		<link>http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/krauterteekur-wie-sie-ihr-wohlbefinden-verbessern-konnen-ohne-auf-etwas-verzichten-zu-mussen/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 21:19:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>igerhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebensstil]]></category>
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		<description><![CDATA[Ohne Frage ist eine Fastenkur die wirksamste Entgiftungs- und Entschlackungsmethode. Das Frühjahr ist die günstigste Zeit dafür. Aber wie oft nehmen wir uns das vor, schaffen es aber aus den unterschiedlichsten Gründen nicht: da wird der Urlaub im Frühjahr gestrichen, oder wenn es Urlaub gibt, möchte man sich auch verwöhnen lassen. Während der Arbeit ist es für Viele zu stressig (und auch nicht besonders sinnvoll), und überhaupt, es gibt so viele Methoden, welche ist die richtige?
Keine Angst, ich will Ihnen keine neue Fastenkur anpreisen, sondern einen Vorschlag machen, wie Sie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2173" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2173" title="Tee Löwenzahn - tea dandelion 08" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/Fotolia_22408251_XS-300x199.jpg" alt="© LianeM - Fotolia.com" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">© LianeM - Fotolia.com</p></div>
<p>Ohne Frage ist eine Fastenkur die wirksamste Entgiftungs- und Entschlackungsmethode. Das Frühjahr ist die günstigste Zeit dafür. Aber wie oft nehmen wir uns das vor, schaffen es aber aus den unterschiedlichsten Gründen nicht: da wird der Urlaub im Frühjahr gestrichen, oder wenn es Urlaub gibt, möchte man sich auch verwöhnen lassen. Während der Arbeit ist es für Viele zu stressig (und auch nicht besonders sinnvoll), und überhaupt, es gibt so viele Methoden, welche ist die richtige?</p>
<p>Keine Angst, ich will Ihnen keine neue Fastenkur anpreisen, sondern einen Vorschlag machen, wie Sie jederzeit, in jedem Monat des Jahres, ohne große Umstände Ihren Körper bei der Entgiftung unterstützen können.</p>
<p>Kaufen Sie sich jeweils 50 gr von den folgenden <strong>sieben verschiedenen Kräutertees</strong>. Informieren Sie sich über den Hersteller, denn Sie wollen eine hochwertige, pestizidfreie Bio- Qualität, wie bspw. von Salus. Brühen Sie sich jeden Morgen nach dem Aufstehen einen von ihnen mit kochendem Wasser auf. Am besten trinken Sie ihn in kleinen Schlucken noch vor dem Frühstück. Diese Kur machen Sie vier bis sechs Wochen lang und wiederholen sie nach Bedarf in regelmäßigen Abständen. Diese Tees regen ganz milde die Ausscheidungsorgane an und helfen Leber und Nieren. Sie stimulieren Ihre <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/naturheilverfahren/bauchgehirn/">Bauchgehirn</a> und damit harmonisieren Sie die Psyche und aktivieren Sie das Immunsystem. Nur Schwangere sollten darauf verzichten, da die Bitterstoffe in den Tees zu stark sein könnten, teilweise besteht auch die Gefahr von vorzeitiger Wehentätigkeit bei versehentlicher zu hoher Dosierung. Will man die unten beschriebenen Heilwirkungen ausnutzen, muss man mindestens zweimal am Tag den entsprechenden Tee trinken. Sind Allergien gegen eine der Pflanzen bekannt, lassen Sie diese weg und machen Sie die Trinkkur mit den restlichen.</p>
<p>Die angegebenen Mengen beziehen sich auf eine Tasse, die Zeitangaben auf die Dauer des Ziehens. Danach durch ein Sieb gießen. Damit sich der Tee gut entfalten kann, sollten Sie kein Teeei benutzen, sondern die Blätter direkt überbrühen. Die meisten Tees sind mehr oder weniger bitter. Es hat aber keinen Sinn, sie zu süßen, sie werden nicht besser schmecken. Wie der Volksmund schon sagt:</p>
<p><span style="color: #ff00ff;"><strong> </strong></span></p>
<div id="attachment_2198" class="wp-caption alignright" style="width: 221px"><strong><strong><img class="size-medium wp-image-2198" title="Tee" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/Fotolia_7677989_XS-211x300.jpg" alt="© Werner Stapelfeldt - Fotolia.com" width="211" height="300" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">© Werner Stapelfeldt - Fotolia.com</p></div>
<h2><span style="color: #ff0000;"><strong>„Eine Arznei muss </strong></span></h2>
<h2><span style="color: #ff0000;"><strong>bitter schmecken, </strong></span></h2>
<h2><span style="color: #ff0000;"><strong>sonst wirkt sie nicht.“</strong></span></h2>
<p>Tag 1 Wermut: ½ TL, max. 1 min</p>
<p>Tag 2 Enzianwurzel: 1 TL, 1 min.</p>
<p>Tag 3 Tausendgüldenkraut: 1 TL, 1 min</p>
<p>Tag 4 Löwenzahn: 1 TL, 10 min</p>
<p>Tag 5 Mariendistelfrüchte: 1TL, 10 min</p>
<p>Tag 6 Schafgarbe: 1 TL, 15 min</p>
<p>Tag 7 Artischocke: 1 TL, 10 min</p>
<div id="attachment_2166" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2166" title="Kräuter klein7" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/Kräuter-klein7-300x199.jpg" alt="Kräuter klein7" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">© ingerhard</p></div>
<p>Vielleicht kommt Ihnen der lateinische Name bekannt vor, denn Wermutschnaps ist der Absinth. Während ich vor dem Genuss von Absinth ausdrücklich warnen möchte, ist der Wermuttee wegen seiner Bitterstoffe ein ausgezeichnetes Heilmittel. Er hilft bei Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden und regt den Appetit an. Er eignet sich auch zur Nachbehandlung von Gallekoliken und kann von galleempfindlichen Menschen prophylaktisch eingenommen werden.</p>
<p>Wenn die Verdauungsorgane geschwächt sind und daraus Erschöpfung und Niedergeschlagenheit resultiert, aktiviert Wermut wieder den körper und die Psyche.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-2172" title="Kräuter klein5" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/Kräuter-klein5-242x300.jpg" alt="Kräuter klein5" width="242" height="300" />Enzianwurzel (Gentianae Radix)</strong></p>
<p>Auch der Enzian wird ihnen schon als Verdauungsschnaps begegnet sein.</p>
<p>Im Tee wirken die Bitterstoffe entweder direkt über die Mundschleimhaut, worüber sie heilende Reflexe auslösen, oder im Magen. Sie regen die Magensaftproduktion an, deshalb könnten magenempfindliche übersäuerte Menschen den Tee eventuell nicht so gut vertragen. Auch bei Magen- und Darmgeschwüren darf man ihn nicht trinken. Der Tee ist hilfreich bei Störungen der Magenentleerung, Blähungen, Völlegefühl, Verkrampfungen des Magens. Enzian unterstützt besonders die Eiweißverdauung. Auch wirkt er belebend auf den Kreislauf.</p>
<p>Ist eine stärkere Wirkung erwünscht, dann 5 min kochen lassen.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-2167" title="Kräuter klein6" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/Kräuter-klein6-240x300.jpg" alt="Kräuter klein6" width="240" height="300" />Tausendgüldenkraut (Centaurii Herba)</strong></p>
<p>ist auch eine Bitterstoffdroge.</p>
<p>Im Prinzip gilt dasselbe wie für die Enzianwurzel.</p>
<p>Zusätzlich eignet sich der Tee bei nervöser Erschöpfung, wenn Sie zum Beispiel durch Haushalt und Beruf <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/erkrankungen/chronische-mudigkeit/">überbelastet</a> sind.</p>
<p>Bei Mädchen mit nervöser Magersucht soll der Tee ebenfalls helfen. Dann muss er aber mehrmals am Tag getrunken werden.</p>
<p>Patienten mit Gallensteinen können damit ihre Gallenblase beruhigen und Koliken vorbeugen.</p>
<p><strong><img class="alignright size-medium wp-image-2169" title="Kräuter klein2" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/Kräuter-klein2-251x300.jpg" alt="Kräuter klein2" width="251" height="300" />Löwenzahn (Taraxacum officinale)</strong></p>
<p>Löwenzahn aktiviert die Nieren und die Leber und wird deshalb gerne bei Fastenkuren eingesetzt.</p>
<p>Das Bindegewebe wird besser durchblutet, so dass Menschen mit Rheuma und Gicht immer wieder merken, dass die Häufigkeit und Heftigkeit der Schmerzen nachlässt.</p>
<p>Die Gallensteinentwicklung wird gestoppt, auch wenn damit keine Gallensteine aufgelöst werden können.</p>
<p>Durch die entwässernde Wirkung können u.U. kleine Nierensteine mit abgehen.</p>
<p>Völlegefühl und Blähungen bessern sich.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-2171" title="Kräuter klein4" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/Kräuter-klein4-258x300.jpg" alt="Kräuter klein4" width="258" height="300" />Mariendistelfrüchte (Cardui Mariae Fructus)</strong></p>
<p>Neben den Bitterstoffen ist das Silymarin für die Wirkung verantwortlich. Es schützt die Leber sogar vor dem giftigen Knollenblätterpilz. Das Silymarin hat so überzeugende Effekte bei Lebererkrankungen, dass es auch in der Universitätsmedizin Einzug gehalten hat.</p>
<p>Die Inhaltsstoffe des Tees helfen, Leberschäden zu reparieren, sei es nach Hepatitis, nach Alkohol oder anderen Giften. Sie schützen vor der verbreiteten Leberverfettung.</p>
<p>Man kann den Tee auch mit Pfefferminztee mischen, dann schmeckt er besser und wirkt in manchen Fällen noch stärker.</p>
<p><strong><img class="alignright size-medium wp-image-2168" title="Kräuter klein1" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/Kräuter-klein1-255x300.jpg" alt="Kräuter klein1" width="255" height="300" />Schafgarbe (Millefolii Herba)</strong></p>
<p>Sie enthält aromatische Bitterstoffe, die bei Magen-, Darm- und Gallebeschwerden beruhigend wirken. Sie regt den Appetit an.</p>
<p>Die darin enthaltenen ätherischen Öle wirken desinfizierend, entzündungshemmend und krampflösend.</p>
<p>Der hohe Kaliumgehalt regt die Nieren an.</p>
<p>Außerdem hat die Pflanze eine blutstillende Wirkung, sowohl bei innerlicher als auch bei äußerer Anwendung.</p>
<p>Von der krampflösenden Wirkung profitieren auch Frauen mit Schmerzen bei der Periode oder zu starker Menstruation.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-2170" title="Kräuter klein3" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/Kräuter-klein3-211x300.jpg" alt="Kräuter klein3" width="211" height="300" />Artischocke (Cynarae Folium)</strong></p>
<p>Die Inhaltsstoffe haben eine günstige Wirkung auf den Leberstoffwechsel.</p>
<p>Die Gallenblase wird angeregt, so dass Völlegefühl und Blähungen nachlassen.</p>
<p>Bei Gallensteinen werden die Koliken seltener.</p>
<p>Auch die Blutfette sinken ab.</p>
<h3>Berichten Sie doch einfach mal von Ihren Erfahrungen.</h3>
<p>Vielleicht haben Sie auch ganz eigene Teemischungen, die Sie den Leserinnen empfehlen können.</p>
<h3>Sind Sie absolut kein Teetrinker, dann können Sie auch mit <strong>CERES Urtinkturen</strong> (<a href="http://www.alcea.info/arzneimittel-vertrieb/praeparate.html">ALCEA</a>) Ihre Entgiftungsorgane anregen.</h3>
<p>Nehmen Sie jeweils 7-9 Tropfen und zwar:</p>
<p><strong>Morgens Bärlauch Urtinktur</strong><span style="color: #000000;"> (</span><span style="color: #000000;">CERES</span><span style="color: #000000;"> Allium ursinum </span><span style="color: #000000;">Ø, ALCEA)</span><span style="color: #000000;"> fü</span>r das Bindegewebe</p>
<p><strong>Mittags Goldrutenkomplex</strong><span style="color: #000000;"> (</span><span style="color: #000000;">CERES Solidago comp., ALCEA</span><span style="color: #000000;">) </span>für die Niere</p>
<p>1 g enthält: 400 mg Solidago virgaurea Ø, 200 mg Equisetum arvense Ø, 150 mg Urtica dioica Ø, 150 mg Betula pendula Ø, 100 mg Sambucus nigra Ø</p>
<p><strong>Abends Löwenzahnkomplex</strong><span style="color: #000000;"> </span><span style="color: #000000;">(CERES Taraxacum comp.,  ALCEA) </span>für die Leber</p>
<p>1 g enthält: 400 mg Taraxacum Ø, 300 mg Carduus marianus Ø, 300 mg Chelidonium D 4</p>
<p>Die meisten Fotos sind dem Buch von Apotheker M. Pahlow entnommen: Das große Buch der Heilpflanzen von GU</p>
<div id="vgwpixel"><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/af0099064c9e4cefa6ad3cd6a769cc13" width="1" height="1" alt=""></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Burnout: die Epidemie, vor der Sie sich schützen können</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 12:24:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>igerhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensstil]]></category>
		<category><![CDATA[Buchempfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<description><![CDATA[In meinem Artikel zum Muttertag hatte ich Sie bereits kurz auf die Problematik des Burn-out, des Ausgebranntseins, hingewiesen und auf einen Spezialisten, der sich seit Jahren mit diesem Thema beschäftigt.  Ihn konnte ich gewinnen, für Sie in kurzer Form eine Übersicht zu schreiben, damit Sie persönlich entscheiden können, ob Sie oder eine(r) Ihrer Lieben davon betroffen sein könnten. Es ist Herr Dr. Volker Schmiedel, Chefarzt der Habichtswaldklinik in Kassel. Dort können Patienten mit Burnout ganzheitlich behandelt werden, ja sie können sogar unter drei verschiedenen Wegen auswählen: die Psychosomatik mit dem ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2049" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-2049" title="Ausgebrannt" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/ausgebrannt2.jpg" alt="© d-jukic - Fotolia.com" width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">© d-jukic - Fotolia.com</p></div>
<p>In meinem <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/allgemein/personliches-zum-muttertag/">Artikel zum Muttertag</a> hatte ich Sie bereits kurz auf die Problematik des Burn-out, des Ausgebranntseins, hingewiesen und auf einen Spezialisten, der sich seit Jahren mit diesem Thema beschäftigt.  Ihn konnte ich gewinnen, für Sie in kurzer Form eine Übersicht zu schreiben, damit Sie persönlich entscheiden können, ob Sie oder eine(r) Ihrer Lieben davon betroffen sein könnten. Es ist Herr Dr. Volker Schmiedel, Chefarzt der <a href="http://www.habichtswaldklinik.de/">Habichtswaldklinik in Kassel</a>. Dort können Patienten mit Burnout ganzheitlich behandelt werden, ja sie können sogar unter drei verschiedenen Wegen auswählen: die Psychosomatik mit dem Schwerpunkt psychische Aspekte, die Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Suche und Behandlung von organischen Ursachen des Burnout und schließlich die Ayurveda-Abteilung, die eine natürliche &#8220;konstitutionelle Behandlung&#8221; (Ausgleich von Dosha-Ungleichgewichten) anbietet, was bei Burnout auch sehr hilfreich sein kann. Diese Behandlungspfade sind weitgehend unabhängig voneinander. Sie müssen sich vorher entscheiden, am besten nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder der Klinik.</p>
<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff00ff;"><strong>Was ist eigentlich Burnout?</strong></span></h2>
<p style="text-align: center;">Von Dr. Volker Schmiedel</p>
<p>Der amerikanische Psychoanalytiker Herbert Freudenberger beschrieb erstmals 1974 den Begriff Burnout: „Was wir aufbauen, sind unsere Talente und Fähigkeiten, was wir aufbringen, sind Überstunden für ein Minimum an finanziellem Ausgleich. Wir arbeiten zu viel, zu lange und zu intensiv. Wir fühlen einen inneren Druck zu arbeiten und zu helfen, und wir fühlen einen Druck von außen zu geben … Aber genau wegen dieses Engagements tappen wir in die Burnout-Falle“.</p>
<p>Burnout ist also eine sehr moderne Krankheit – was nicht heißt, dass es sich um eine Modekrankheit handelt wie Kritiker mitunter behaupten.</p>
<h2>Was sagen Betroffene?</h2>
<div id="attachment_2054" class="wp-caption alignleft" style="width: 434px"><img class="size-full wp-image-2054" title="hard work" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/©-olly-Fotolia.com_.jpg" alt="© olly - Fotolia.com" width="424" height="283" /><p class="wp-caption-text">© olly - Fotolia.com</p></div>
<p>„Arbeiten, die ich früher mit links erledigt habe, kriege ich nicht mehr gebacken.“</p>
<p>„Nach jeder Beschäftigung – auch nach leichten körperlichen Belastungen – fühle ich mich wie ausgelaugt.“</p>
<p>„Ich habe überhaupt keine Energie mehr, Verabredungen mit meinen Freunden zu treffen – es ist mir einfach alles zu viel.“</p>
<p>Dies sind exemplarische Aussagen, wie sie oft von Betroffenen zu hören sind, die bereits einige Aspekte des Burnout treffend beschreiben.</p>
<p>Burnout stammt aus dem Englischen (to burn out = ausbrennen) und kennzeichnet einen Zustand deutlicher physischer, psychischer und/oder emotionaler Erschöpfung, der nicht nur vorübergehend nach einer entsprechenden Belastung auftritt. Da es sich um ein Syndrom handelt, liegen meist mehrere verschiedene Symptome vor, die sehr vom betroffenen Individuum, dem Stadium und dem Ausmaß der Erkrankung abhängen können.</p>
<p>Leider gibt es keine einheitliche und allgemein anerkannte Definition des Burnout. Trotz der Symptomenbeschreibung des Burnoutsyndroms fällt es nicht immer leicht zu entscheiden, ob bei einem Menschen eine „normale“ adäquate Erschöpfung, ein „echtes“ Burnoutsyndrom oder gar eine andere Krankheit vorliegt. Richard Bolles beschrieb dieses Dilemma treffend wie folgt: <strong><em><span style="color: #008000;">„Burnout ist wie Pornographie – ich bin nicht sicher, ob ich es definieren kann, aber wenn ich es sehe, weiß ich, was es ist.“</span></em></strong></p>
<p>Schauen wir uns doch einmal einige Definitionen namhafter Burnoutforscher an:</p>
<h2>Burnout ist…</h2>
<div id="attachment_2055" class="wp-caption alignright" style="width: 296px"><img class="size-full wp-image-2055 " title="stress" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/ausgebrannt.jpg" alt="stress" width="286" height="268" /><p class="wp-caption-text">© MH - Fotolia.com</p></div>
<p>…“ein Syndrom emotionaler Erschöpfung, Depersonalisation und persönlicher Leistungseinbußen, das bei Individuen auftreten kann, die in irgendeiner Art mit Menschen arbeiten. Es ist eine Reaktion auf die chronische emotionale Belastung, sich andauernd mit Menschen zu beschäftigen, besonders, wenn diese in Not sind oder Probleme haben.“</p>
<p>(Christina Maslach)</p>
<p>…“ein Zustand physischer, emotionaler und mentaler Erschöpfung aufgrund lang anhaltender Einbindung in emotional belastende Situationen.“ (Pines &amp; Aronson)</p>
<p>…“ein Zustand der Ermüdung oder Frustration, herbeigeführt durch eine Suche, einen Lebensstil oder eine Beziehung, die nicht die erwartete Belohnung mit sich brachte.“ (Freudenberger &amp; Richelson)</p>
<p>… „ein fortschreitender Abbau von Idealismus, Energie, Zielstrebigkeit und Anteilnahme als Resultat der Arbeitsbedingungen.“ (Edelwich &amp; Brodsky)</p>
<p>…“eine Erosion der Werte, der Würde, des Geistes und des Willens – eine Erosion der menschlichen Seele. Es ist ein Leiden, das sich schrittweise und ständig ausbreitet und Menschen in eine Abwärtsspirale zieht, aus der das Entkommen schwer ist.“ (Maslach &amp; Leiter)</p>
<p>All diese Definitionen spiegeln einige Aspekte des Burnout sehr treffend wieder. Keine beschreibt aber für sich allein Burnout eindeutig und umfassend. Das Problem beim Burnout: es gibt kein 100%ig verlässliches Messinstrument, welches alle Menschen mit Burnout sicher herausfischt, aber alle nicht von Burnout Betroffenen, die eine andere Krankheit oder Störung aufweisen, im Meer der diagnostischen Unsicherheit weiter schwimmen lässt. Es wäre so schön, gäbe es einen Laborwert oder eine technische Untersuchungsmethode, die ganz klar zwischen Burnout und Nicht-Burnout zu trennen vermag. Genau das steht uns aber leider nicht zur Verfügung.</p>
<div id="attachment_2058" class="wp-caption alignleft" style="width: 349px"><img class="size-full wp-image-2058 " title="businesswoman migraine" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/©-fred-goldstein-Fotolia.com_.jpg" alt="© fred goldstein - Fotolia.com" width="339" height="226" /><p class="wp-caption-text">© fred goldstein - Fotolia.com</p></div>
<p>Burnout ist objektiv praktisch nicht messbar. Burnout ist also extrem auf die Subjektivität angewiesen – auf die subjektiven Beschreibungen des Betroffenen und auf die ebenfalls subjektiven Beobachtungen des Therapeuten. Fehler sind damit praktisch vorprogrammiert.</p>
<p>Am „objektivsten“ sind noch Fragebögen, von denen der Bekannteste der MBI (Maslach Burnout Inventory) ist, der sich im Praxisalltag allerdings auch nicht durchgesetzt hat, aber bei den meisten wissenschaftlichen Studien zum Burnout eingesetzt wird. Hier finden  Sie einen <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/Fragebogen.doc">eigenen Fragebogen</a>, der viele Burnoutsymptome beinhaltet und anhand dessen Sie selbst beurteilen können, ob ein Burnout vorliegt und wie ausgeprägt dieser ist.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich es wagen, Ihnen meine eigene Definition vorzustellen und zu erläutern. Nach dem Lesen der Erläuterungen hierzu wissen Sie vielleicht immer noch nicht exakt, was Burnout ist, Sie werden es aber erahnen können.</p>
<h2>„Burnout ist eine Form des Protestes gegen ein Ungleichgewicht im Organismus.“</h2>
<p>Lassen Sie mich diese Definition aufdröseln:</p>
<p>Lesen Sie bitte den Satz noch einmal, aber betonen Sie dabei das Wort „eine“. Dann fällt auf, dass es möglicherweise mehrere unterschiedliche Formen des Protestes gibt. Eine andere Möglichkeit wäre etwa die Entwicklung eines Magengeschwüres, einer rheumatischen Erkrankung oder eines Herzinfarktes. Wenn Sie wählen dürften, auf welche Art und Weise Ihr Organismus Ihnen sagen will, dass etwas nicht stimmt, für welche Krankheit würden Sie sich entscheiden?</p>
<p>Ich möchte Burnout jetzt keineswegs verharmlosen. Es handelt sich um eine bedeutsame und in seiner schweren Ausprägung sogar um eine schlimme Krankheit, die den Einzelnen in die totale Verzweiflung treiben kann. Aber sie hat gegenüber anderen schweren chronischen Krankheiten doch einige Vorteile. Sie verläuft in der Regel schleichend (das ist nicht nur ein Vorteil, da der Betroffene sie dadurch lange Zeit verkennt), was die Chance bietet, sie rechtzeitig erkennen und behandeln zu können, bevor sie ein wirklich bedrohliches Stadium erreicht hat. Sie ist auch nicht lebensbedrohlich (wenn sie nicht zu einer so starken Depression führt, dass der Betroffene einen Selbstmord erwägt).</p>
<p>Es mag jetzt vielleicht etwas befremdlich klingen, aber sollten wir dem, sollten wir unserem Burnout nicht sogar etwas dankbar sein, dass er uns mit seinen lästigen, unangenehmen, aber noch nicht gefährlichen Symptomen darauf hinweist, dass etwas in unserem Leben nicht stimmt? Der Patient, der durch Stress und zu viel Arbeit einen Bluthochdruck entwickelt hat (der leider nicht weh tut und darum keinen Leidensdruck verursacht), in der Folge ohne Vorwarnung einen Schlaganfall erlitten hat und nun sein Leben im Rollstuhl fristet, wäre froh, „nur“ einen Burnout gehabt zu haben, gegen den er rechtzeitig etwas hätte tun können. Seien Sie Ihrem Organismus also dankbar, dass er gerade diese Form des Protestes gewählt hat – es hätte auch noch schlimmer kommen können!</p>
<p><span style="color: #008000;">Burnout verläuft schleichend – wir können ihn rechtzeitig erkennen und gegensteuern.</span></p>
<p><span style="color: #008000;">Burnout ist äußerst unangenehm – jedoch nicht lebensbedrohlich.</span></p>
<p><span style="color: #008000;">Burnout verursacht viele Symptome – aber alle sind vollständig reversibel.</span></p>
<p>Betrachten wir uns den „Protest“. Ein Protest ist immer ein Aufbegehren, ein Wehren gegen ein als ungerecht empfundenes Vorgehen. Haben Sie sich schon einmal überlegt, dass Ihr Organismus sich gegen Ihr Verhalten, Ihre Einstellungen, Ihre Lebensweise wehrt und Ihnen mitteilen möchte, dass er mit dem, was Sie tun oder wie Sie es tun, nicht ganz einverstanden ist? Die Symptome, die er entwickelt, sind Ausdruck dieses Protestes, zunächst noch ganz milde, aber wenn Sie auf ihn nicht hören wollen, auch deutlicher, zuletzt sogar quälend. Ihr Organismus kommuniziert mit Ihnen – hören Sie ihm zu, dann nehmen Sie dem Protest den Wind aus den Segeln.</p>
<h3>
<div id="attachment_2047" class="wp-caption alignleft" style="width: 322px"><img class="size-full wp-image-2047" title="Kamel" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/Kamel.jpg" alt="© Volker Schmiedel" width="312" height="315" /><p class="wp-caption-text">© Volker Schmiedel</p></div>
<p>Fühlen Sie sich auch manchmal so? Geschuftet wie ein Kamel und dann ganz platt?</h3>
<p>Ihr Organismus wehrt sich gegen ein „Ungleichgewicht“. Eigentlich ist die Ursache jeder Erkrankung ein Ungleichgewicht. Bei einer Infektion waren die Abwehrzellen des Immunsystems (zumindest zu Beginn der Infektion) den Krankheitserregern unterlegen. Bei einem Bluthochdruck herrscht eine Dysbalance zwischen den Faktoren, die die Gefäße verengen, und denen, die sie erweitern. Es gilt bei jeder Erkrankung, die Art des Ungleichgewichtes zu erkennen und – wenn irgend möglich – wieder ein harmonisches Gleichgewicht herzustellen. Die Art des Ungleichgewichtes kann beim Burnout vielfältiger Natur sein. Wir können mehr Stress ausgesetzt sein, als wir verkraften können. Unsere Anspannungs- und Entspannungsphasen stehen in keinem adäquaten Verhältnis zueinander. Wir verfügen über weniger Nährstoffe als wir für unseren Energiestoffwechsel benötigen. Wir nehmen mehr Genussmittel zu uns als uns gut tut. Dies sind nur einige Beispiele. Gelingt es uns, das gestörte Ungleichgewicht (nicht selten gibt es auf mehreren Ebenen gleichzeitig ein solches Ungleichgewicht) wiederherzustellen, dann haben wir eine gute Chance, dass unser Organismus nicht mehr protestieren muss.</p>
<p>Ich habe in diesem Abschnitt stets das Wort „Organismus“ verwendet. Ich hätte auch „Körper“ schreiben können, aber was ich meine, geht weit über den Körper hinaus. Natürlich kann unser Organismus beim Burnout auch körperliche Symptome entwickeln wie etwa Rückenschmerzen oder Herzbeschwerden. Genauso treten aber auch geistige Symptome auf wie etwa mangelnde Konzentrationsfähigkeit oder die nachlassende Fähigkeit, geistig anspruchsvollen Aufgaben gerecht zu werden. Und schließlich meldet sich auch die Seele zu Wort, wenn einerseits aggressive Schuldzuweisungen gemacht werden oder andererseits eine resignative Depression auftritt. Mit Organismus ist die Gesamtheit unserer Strukturen und Funktionen gemeint, also <span style="color: #339966;">Körper, Geist und Seele</span>.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3830435495?ie=UTF8&amp;tag=netzwerkfraue-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3830435495"><img class="alignright size-full wp-image-1788" title="Cover_Schmiedel_burnout" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/05/Cover_Schmiedel_burnout.jpg" alt="Cover_Schmiedel_burnout" width="400" height="400" /></a>Zum Schluss möchte ich die Bedeutung „Ihres“ Organismus betonen. Es sind „Ihre“ Symptome, unter denen Sie leiden. Es ist „Ihr“ Organismus, der Ihnen etwas sagen will. Und es ist  „Ihr“ persönlicher Burnout. Die Symptomatik vieler Betroffener ähnelt sich. Burnoutpatienten haben Gemeinsamkeiten, die Burnout erst ermöglichen. Aber kein Burnout gleicht dem anderen wie ein Ei dem anderen. „Ihr“ Burnout bedeutet, dass er Ihnen möglicherweise etwas ganz anderes sagen möchte als der Burnout Ihres Arbeitskollegen demselben. „Ihr“ Burnout bedeutet auch, dass Sie bzw. Ihr Organismus ihn entwickelt hat und dass Sie dafür verantwortlich sind (nicht zu verwechseln mit Schuld!). Und es liegt auch in „Ihrer“ Macht, Burnout zu heilen oder erträglich zu machen.</p>
<p>Ärzte, Psychologen oder auch <a href="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=netzwerkfraue-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=3830435495&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;m=amazon&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=000000&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr"></a><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3830435495?ie=UTF8&amp;tag=netzwerkfraue-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3830435495">Burnout-Ratgeber</a> wie dieser können Ihnen nur Wegweiser aufstellen, wohin die Reise zu einem besseren Wohlbefinden gehen mag. Ob der einzuschlagende Weg ein Erfolg versprechender ist oder ob Sie diesen überhaupt gehen möchten, entscheidet niemand anderes als Sie selbst!</p>
<p>Ich habe diese Absätze nicht geschrieben, um Burnout zu verharmlosen, sondern um Ihnen andere Perspektiven aufzuzeigen. Sie können sich dieser Sichtweise anschließen oder zu einer ganz anderen Bewertung gelangen. Dann haben Sie aber Ihre Gründe dafür. In jedem Fall haben Sie ein Problem von anderer Seite betrachtet. Vielleicht bekommen Sie auch eine andere Einstellung zu „Ihrem Burnout“, können ihn akzeptieren, sich mit ihm anfreunden oder zumindest einen Waffenstillstand mit ihm schließen. Vielleicht betrachten Sie ihn nicht mehr als Ihren Feind, den es unter allen Umständen zu vernichten gilt, sondern als einen Teil Ihrer selbst, der zu Ihnen gehört und nicht nur etwas Schlechtes darstellt.</p>
<p>Burnout ist nicht so spektakulär wie die Schweinegrippe. Die Zeitungen sind nicht voll davon, niemand stirbt daran und doch handelt es sich um eine „Infektion“, die schleichend, aber epidemieartig die Gesellschaft infiltriert.</p>
<p>Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit</p>
<p>Dr. Volker Schmiedel</p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2045" title="klein2" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/06/klein2-92x150.jpg" alt="klein2" width="92" height="150" />Dr. Schmiedel leitet seit 1996 die Innere Abteilung der Habichtswaldklinik in Kassel- Wilhelmshöhe. Zuvor hat er in verschiedenen Praxen, schulmedizinischen und naturheilkundlich ausgerichteten Kliniken Erfahrungen sammeln können. Er ist FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin und trägt die Zusatzbezeichnungen in Naturheilverfahren und Homöopathie. Er ist Dozent für Biologische Medizin (Univ. Mailand) und als Beirat und Referent für medizinische Fachorganisationen tätig. Neben wissenschaftlichen Publikationen hat Herr Dr. Schmiedel zahlreiche Bücher für Laien geschrieben, bspw. über Cholesterin, Zuckerkrankheit oder die Verdauung.</p>
<p>Dr. Volker Schmiedel</p>
<p>Chefarzt der Inneren Abteilung</p>
<p>Habichtswaldklinik</p>
<p>Wigandstr. 1</p>
<p>34131 Kassel</p>
<p>Tel. 0561-3108-101</p>
<p>FAX. 0561-3108-104</p>
<p>e-mail: schmiedel@habichtswaldklinik.de</p>
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