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Die Pflanzenheilkunde steht bei uns hoch im Kurs. Schließlich versorgen wir uns täglich mit Tees, Getreide, Obst und Gemüse, warum dann nicht gleich so essen und trinken, dass gesundheitlicher Zusatznutzen entsteht. In alten Zeiten stand die Ernährungstherapie immer an erster Stelle, wenn Beschwerden oder Krankheiten zu lindern waren. Kräuterfrauen hatten dann ihre eigenen Methoden, um die heilenden Pflanzen durch viele Prozeduren, wie vergären, mit Alkohol bearbeiten, zermahlen und kombinieren in Pflanzenheilmittel zu verarbeiten. Eine Leitfigur dieser Traditionellen Westlichen Medizin (TWM) war Hildegard von Bingen. Sie war die erste Frau im deutschsprachigen Raum, die sich mit der Entstehung, Behandlung und insbesondere auch Vermeidung von Krankheiten intensiv auseinandergesetzt hat. Mit ihrer visionären Betrachtungsweise war sie ihrer Zeit um Jahrhunderte voraus. Für die TWM ist die Einheit von Körper, Geist und Seele innerhalb der Schöpfung essentiell. In Anbetracht der vielen psychosomatischen und umweltbedingten Erkrankungen stellt sie eine wichtige Ergänzung und Bereicherung der modernen Medizin dar. In unserer modernen Zeit, wo sich die Folgen der Umweltzerstörung mehr und mehr bemerkbar machen und in vielen Erkrankungen niederschlagen, zeigt die TWM einen ganzheitlichen Weg zur Gesundheit.

