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	<title>Netzwerk Frauengesundheit</title>
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		<title>Hilfe bei Blasenschwäche und Harninkontinenz</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 07:20:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>igerhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange Zeit war für Frauen der ungewollte Harnverlust, auch Harninkontinenz genannt, ein Tabuthema, weil unter der Gürtellinie, schmerzhaft und peinlich. Heute kann offen darüber diskutiert werden. Etwa 6 Millionen Frauen in Deutschland leiden unter einer Blasenschwäche und die Dunkelziffer ist vermutlich doppelt so hoch. Die Auslöser sind vielschichtig, so dass auch unterschiedliche Behandlungen in frage kommen. Viel kann frau selber prophylaktisch und bei leichteren Beschwerden tun. Deshalb habe ich der BIO 3. 2010 ein Interview zu diesem Thema gegeben, das ich hier mit einigen Änderungen und Ergänzungen wiedergebe.
Wie kommt es ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2622" class="wp-caption alignleft" style="width: 403px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/09/2_26.jpg"><img class="size-large wp-image-2622   " title="Mother giving daughter piggy back ride" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/09/2_26-1024x682.jpg" alt="Belastung für den Beckenboden" width="393" height="262" /></a><p class="wp-caption-text">Belastung für den Beckenboden</p></div>
<p>Lange Zeit war für Frauen der ungewollte Harnverlust, auch Harninkontinenz genannt, ein Tabuthema, weil unter der Gürtellinie, schmerzhaft und peinlich. Heute kann offen darüber diskutiert werden. Etwa 6 Millionen Frauen in Deutschland leiden unter einer Blasenschwäche und die Dunkelziffer ist vermutlich doppelt so hoch. Die Auslöser sind vielschichtig, so dass auch unterschiedliche Behandlungen in frage kommen. Viel kann frau selber prophylaktisch und bei leichteren Beschwerden tun. Deshalb habe ich der <a href="http://www.biomagazin.de">BIO 3. 2010</a> ein Interview zu diesem Thema gegeben, das ich hier mit einigen Änderungen und Ergänzungen wiedergebe.</p>
<h3>Wie kommt es zur Blasenschwäche mit den typischen Inkontinenz-Symptomen und warum treten die Beschwerden meist erst mit zunehmendem Alter auf?</h3>
<p>Für eine Blasenschwäche gibt es in der Regel zwei Ursachen: Entweder ist der Druck auf den Blasenschließmuskel zu groß oder das Bindegewebe und die Muskulatur des Beckenbodens sind zu schwach. Zu großer Druck wird beispielsweise beim Pressen ausgeübt, sei es beim Stuhlgang oder während einer Geburt. Auch das häufige und falsche Heben schwerer Gegenstände kann zu einem zu starken Druck führen.</p>
<p>Andererseits ist durch fehlendes Training bei vielen Frauen die Beckenbodenmuskulatur verkümmert. Wenn dann noch eine Bindegewebsschwäche dazu kommt oder Übergewicht, ist die Blasenschwäche nur noch eine Frage der Zeit. Der Fachmann spricht dann von <strong>Belastungs- oder Stress-Inkontinenz</strong>.</p>
<h3>Wann liegt denn eine Blasenschwäche vor?</h3>
<div id="attachment_2626" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/09/Fotolia_24153477_XS.jpg"><img class="size-medium wp-image-2626 " title="Frau nießend mit Taschentuch hinter Ambrosiapflanzen" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/09/Fotolia_24153477_XS-300x182.jpg" alt="© Martina Berg - Fotolia.com" width="300" height="182" /></a><p class="wp-caption-text">© stadelpeter - Fotolia.com</p></div>
<p>Typisch für eine Blasenschwäche ist der plötzliche Harndrang. Vor allem beim Lachen, Husten oder Niesen kann er so stark werden, dass er sich nicht mehr aufhalten lässt. Bei schweren Formen kann der Urin dann sogar beim Heben oder Stehen nicht mehr gehalten werden. Der Arzt stellt den Schweregrad der Belastungsinkontinenz fest, indem er bei gefüllter Harnblase einen Stress- oder Hustentest machen lässt. Oder er macht gleich eine kombinierte uro-dynamische Untersuchung.</p>
<h3>Wie lässt sich der Blasenschließmuskel stärken?</h3>
<p>Es hilft beispielsweise, auf der Toilette für ein paar Sekunden den Harnstrahl anzuhalten. Wenn man diese Übung mehrmals täglich und regelmäßig anwendet, bessert das in einem frühen Stadium. Erfolgversprechender ist jedoch ein Training des ganzen Beckenbodens.</p>
<h3>Was kann man gegen die Bindegewebsschwäche tun?</h3>
<div id="attachment_2628" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/09/Fotolia_4319713_XS.jpg"><img class="size-medium wp-image-2628" title="Acker-Schachtelhalm" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/09/Fotolia_4319713_XS-200x300.jpg" alt="Acker-Schachtelhalm, © Martina Berg- fotolia.com" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Acker-Schachtelhalm, © Martina Berg- fotolia.com</p></div>
<p>Die Veranlagung zur Bindegewebsschwäche kann man naturheilkundlich angehen. Hilfreiche <strong>homöopathische Mittel</strong> (<a href="http://www.dhu.de/index.htm">DHU</a>) sind beispielsweise Helonias, Lilium tigrinum, Murex, Natrium muriaticum, Sepia oder Silicea. Hier lässt man sich am besten von einem erfahrenen Therapeuten beraten.</p>
<p>Frauen, die <strong>Schüßlersalze </strong>(<a href="http://www.pflueger.de/biochemie-pflueger-schuessler-salze/preisliste.php">Pflüger</a>) bevorzugen, können über einen Zeitraum von sechs Wochen viermal täglich je 3 Tabletten Calcium fluoratum D12, Calcium phosphoricum D6, Calcium carbonicum Hahnemanni D6 und Magnesium phosphoricum D6 einnehmen.</p>
<p>Aus der <strong>Spagyrik </strong>ist das Mittel AILGENO® spag. Peka Tropfen (<a href="http://www.pekana.de/">Pekana</a>) zu empfehlen. Dieses unterstützt die Milz, deren Aufgabe es nach ganzheitlichen Gesichtspunkten ist, die Organe am Platz zu halten. Hiervon nimmt man drei- bis viermal am Tag 15-20 Tropfen in etwas Wasser vor den Mahlzeiten ein.</p>
<p>Auch <strong>Pflanzenmittel</strong>, wie bspw. der Schachtelhalm, stärken das Bindegewebe. Hier können zwei- bis dreimal täglich 2-7 Tropfen, beispielsweise von CERES Equisetum® Urt. (<a href="http://www.alcea.info/arzneimittel-vertrieb/praeparate/urtinkturen/equisetum-arvense-oe.html">ALCEA</a>) eingenommen werden.</p>
<h3>Was genau ist eine Reizblase?</h3>
<p>Von einer Reizblase spricht man, wenn Frauen ständig das Gefühl haben, auf die Toilette zu müssen. Meistens kommt es dann aber nur zu kleinen Harnmengen. Der Fachmann spricht auch von <strong>Drang-Inkontinenz</strong> oder von einer <strong>überaktiven Blase (OAB)</strong>. Wenn die Blasenentleerung dabei Schmerzen bereitet, steckt meistens eine Infektion dahinter (siehe dazu den Artikel über <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/naturheilverfahren/immer-wieder-blasenentzundung-muss-nicht-sein/">Blasenentzündungen</a>). <strong>Sehr häufig treten Stress- und Dranginkontinenz kombiniert auf. </strong>Um die Probleme wieder los zu werden, ist es ganz wichtig, dass der Urologe durch genaue Untersuchungen und spezielle Messungen des Blasendrucks und der Nerven feststellt, was die Hauptursache ist. Denn dann kann man gezielt behandeln.</p>
<h3>Wann und warum ist Beckenbodengymnastik so wichtig?</h3>
<p>Frauen, die von einem oder mehreren Kindern entbunden wurden, haben ein höheres Risiko für eine Blasenschwäche. Jungen Müttern wird daher oft eine Beckenbodengymnastik empfohlen. Eigentlich müsste diese Beckenbodengymnastik lebenslang durchgeführt werden – nach der Geburt natürlich besonders intensiv und mehrmals täglich. Da Mütter häufig mehrere Jahre das stets schwerer werdende Kind mit sich herumschleppen, bleibt eine gewisse Belastung für den Beckenboden immer bestehen.</p>
<p>Mit zunehmendem Alter wird der Zustand von Bindegewebe und Muskulatur natürlich auch nicht besser, oft kommt Übergewicht hinzu. Deshalb kann ich als Frauenärztin nur empfehlen, in jedem Alter Beckenbodenübungen zu machen. Nach einer großen Analyse der medizinischen Daten lässt sich durch ein Training der Beckenbodenmuskulatur eine Besserung oder sogar Heilung in 50-75% erzielen. Und bei Übergewicht geht eine Gewichtabnahme um 5-10% schon mit einer Abnahme der Inkontinenzepisoden um 60% einher.</p>
<h3>Welche leicht praktizierbaren Übungen können Sie empfehlen?</h3>
<div id="attachment_2632" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/09/1_27.jpg"><img class="size-medium wp-image-2632" title="1_27" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/09/1_27-300x153.jpg" alt="Schulterbrücke, © ingerhard" width="300" height="153" /></a><p class="wp-caption-text">Schulterbrücke, © ingerhard</p></div>
<p>Am besten ist es, sich die Übungen zunächst von einer Physiotherapeutin oder Hebamme zeigen zu lassen. Damit man ein Gefühl dafür bekommt, in welchem Rhythmus man die Muskeln richtig an- und entspannt. Wenn man das einmal gelernt hat, kann man es jederzeit zwischendurch bei der Arbeit oder beim Gehen üben. Auch die richtigen Hebetechniken werden dort vermittelt.</p>
<p>Meine Lieblingsübung ist die <strong>Schulterbrücke </strong>aus dem Yoga, die ich jeden Morgen vor dem Aufstehen im Bett ausführe. Auch durch <strong>Bauchtanz</strong> können Frauen den Beckenboden kräftigen und ein Gefühl dafür entwickeln.</p>
<h3>Welche technischen Hilfen gibt es?</h3>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/09/Galileo-AdvPlus_Training1_bearbeitet-1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2657" title="Galileo-AdvPlus_Training1_bearbeitet-1" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/09/Galileo-AdvPlus_Training1_bearbeitet-1-184x300.jpg" alt="Galileo-AdvPlus_Training1_bearbeitet-1" width="184" height="300" /></a>Relativ neu ist die ganzheitliche Muskelstimulation zur Stärkung des Beckenbodens, bspw. durch ein Ganzkörper-Vibrationstraining. Beim <a href="http://www.galileo-training.com/">Vibrationstraining </a>steht man auf einer Art Wippe, die durch die ständige Bewegung den Körper dazu zwingt, das Gleichgewicht durch die Kontraktion verschiedener Muskelgruppen aufrecht zu erhalten. Diese Geräte gibt es in vielen verschiedenen Größen, auch ohne den Halteständer, so dass sie platzsparend zu Hause benutzt werden können. Nicht nur die Bein- und Rückenmuskulatur werden dabei gestärkt, sondern auch der Beckenboden. Bei einer bereits bestehenden Blasenschwäche ist es ratsam, zunächst unter Aufsicht eines Physiotherapeuten zu trainieren, damit die individuelle Einstellung korrekt angepasst werden kann. Und natürlich sollten sich nur ganz Fortgeschrittene gleichzeitig noch mit den Gewichten belasten, die für die Beckenbodenübungen nicht nötig sind.</p>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/09/3_27.JPG"><img class="alignright size-medium wp-image-2635" title="3_27" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/09/3_27-263x300.jpg" alt="3_27" width="263" height="300" /></a>Ganz neu ist die Methode <a href="http://www.profitlady.de/">„ProFit for the Lady“</a>, mit dem man gezielt und jederzeit problemlos üben kann. Ein kleiner elastischer Spezialtampon, der Stimpon, wird in die Scheide eingeführt. Dieser ist über Elektroden mit einem kleinen Steuergerät verbunden, das man ganz diskret in der Unterwäsche befestigen kann. Auf Knopfdruck lassen sich verschiedene Programme auswählen. Während des Trainings wird gegen einen sich verändernden Widerstand gearbeitet. Die Kontraktionen des Beckenbodens werden als Vibrationen auf der Haut spürbar. Je stärker die Beckenbodenmuskulatur angespannt wird, desto intensiver ist die Vibration des Gerätes. Jede Anwenderin erhält somit ihr individuelles Trainingsprogramm, das sich auch online zusammenstellen und kontrollieren lässt. Und noch ein Hinweis: eine starke Beckenbodenmuskulatur steigert die sexuelle Empfindsamkeit und kann mehr Spaß ins Liebesleben bringen.</p>
<p>Einige Ärzte bieten <a href="http://www.humacentris.de/neocontrol/patienten/so-wirkt-neocontrol/">Magnetfeld-Stimulationen</a> an. Die Therapiesitzungen dauern etwa 20 min und werden jeden zweiten Tag durchgeführt. Nach etwa 6-8 Sitzungen werden Besserungen verspürt, nach 20 sollen 50-70% der Patienten deutlich weniger Symptome haben.</p>
<p>Sollten diese Methoden nicht wirken, so geben Sie nicht resigniert auf, sondern wenden Sie sich an einen Urologen. Es gibt heute sehr effektive medikamentöse oder operative Behandlungsmethoden. Auch spezielle Slipeinlagen oder Pessare können eine Hilfe sein.</p>
<h3>Wie viel trinken bei Blasenschwäche?</h3>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/09/1_28.JPG"><img class="alignleft size-medium wp-image-2637" title="1_28" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/09/1_28-300x200.jpg" alt="1_28" width="300" height="200" /></a>Viele Frauen mit Blasenschwäche reduzieren ihre tägliche Trinkmenge auf ein Minimum. Das ist keinesfalls gut, denn das erschwert dem Körper die Ausscheidung der so genannten harnpflichtigen Substanzen. Besser ist es, zu trinken und die Pausen zwischen den Toilettengängen immer etwas zu verlängern, um das Fassungsvermögen der Blase wieder zu steigern. Am besten man notiert für eine gewisse Zeit, wie viel man trinkt, wie viel man ausscheidet und wann man einen Harndrang verspürt. So lässt sich der Zustand der Blase kontrollieren und dann auch verbessern. Gegebenenfalls sollte man zwei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr trinken.</p>
<p>Optimal sind 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit, gleichmäßig über den Tag verteilt. Vegetarier, die viel Obst und Gemüse essen, brauchen meistens weniger. Wer viel Junk-Food zu sich nimmt oder immer nachsalzen muss, braucht mehr. Wenn ältere Frauen zu viel trinken, kann die Niere überlastet und der Verlust an Mineralstoffen zu hoch werden.</p>
<h3>Können auch Hormone helfen?</h3>
<p>Wenn die Beschwerden der Blasenschwäche nach den Wechseljahren deutlich schlimmer werden, kann durch eine einen Ausgleich des Hormonmangels oft eine Besserung erzielt werden. Denn die Blasenschleimhaut, die überempfindlich mit einer Drangsymptomatik reagiert, wird durch Östrogene wieder aufgebaut und unempfindlicher. Dazu reichen oft schon Scheidenzäpfchen aus, die Östriol enthalten und keine unerwünschten Nebenwirkungen auf den Körper haben. In einer Praxisstudie konnte bei Frauen mit Belastungsinsuffizienz das Ergebnis noch gebessert werden, wenn zusätzlich Vitamin D als Scheidenzäpfchen verabreicht wurde (siehe auch den Artikel über <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/naturheilverfahren/neue-erkenntnisse-uber-vitamin-d-und-hilfe-bei-scheidenentzundungen-interview-mit-prof-dr-med-claus-schulte-uebbing/">Scheidenentzündungen</a>).</p>
<p>Weitere Informationen finden Sie <a href="http://www.kontinenz-gesellschaft.de/">hier</a> bei der Deutschen Kontinenz Gesellschaft.</p>
<p><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/07/Titelblatt.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2438" title="Titelblatt" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/07/Titelblatt-113x150.jpg" alt="Titelblatt" width="113" height="150" /></a>Wenn Sie das ganze Bio- Heft lesen wollen und es im Zeitschriftenhandel nicht mehr erhalten, können Sie es sich direkt beim Verlag bestellen.</p>
<p>Ein <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.biomagazin.de');" href="http://www.biomagazin.de/"><strong>BIO-Gratisheft</strong></a> erhalten Sie beim:</p>
<p>BIO Ritter Verlag, Monatshauser Str. 8, 82327 Tutzing,</p>
<p>Tel. 08158-8021,</p>
<p>Fax -997430,  E-Mail: bioritter@aol.com oder über das <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.biomagazin.de');" href="http://www.biomagazin.de/">Internet </a></p>
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		<title>Endlich Urlaub: Buchvorschläge für den Reisekoffer</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 21:19:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>igerhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwar ist für viele von Ihnen der Sommerurlaub schon vorbei, aber jetzt kommen ja die dran, die sich nicht mehr nach den Schulferien richten müssen, die ohne Kinder verreisen und deshalb umso mehr Zeit haben, endlich mal viel zu schmökern. Auch ich hatte mir in diesem Jahr eine ganze Reihe unterschiedlichster Bücher ausgewählt (und da ich in die Sonne fuhr, brauchte ich nicht viel Garderobe, so dass umso mehr Bücher Platz hatten), die ich ihnen jetzt vorstellen möchte:
Als erstes verschlang ich, der Situation angemessen, dieses hier. Der Autor Thomas Klein ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0012klein1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2574" title="DSC_0012klein" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0012klein1.jpg" alt="DSC_0012klein" width="560" height="372" /></a>Zwar ist für viele von Ihnen der Sommerurlaub schon vorbei, aber jetzt kommen ja die dran, die sich nicht mehr nach den Schulferien richten müssen, die ohne Kinder verreisen und deshalb umso mehr Zeit haben, endlich mal viel zu schmökern. Auch ich hatte mir in diesem Jahr eine ganze Reihe unterschiedlichster Bücher ausgewählt (und da ich in die Sonne fuhr, brauchte ich nicht viel Garderobe, so dass umso mehr Bücher Platz hatten), die ich ihnen jetzt vorstellen möchte:</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3939865028?ie=UTF8&amp;tag=netzwerkfraue-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3939865028"><img class="alignleft size-medium wp-image-2518" title="Sonnenlicht" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/Sonnenlicht-300x300.jpg" alt="Sonnenlicht" width="300" height="300" /></a>Als erstes verschlang ich, der Situation angemessen, dieses hier. Der Autor <em><strong>Thomas Klein</strong></em> gab seinem Buch den Untertitel: „das größte Gesundheitsgeheimnis“. Und das ist wirklich zutreffend! Wenn wir alle mit dem Sonnenlicht richtig umgehen könnten (und wenn wir in Gegenden wohnen, in denen oft genug die Sonne scheint!), könnten wir tatsächlich einen Haufen Medikamente einsparen und uns effektiv vor Krankheiten schützen. Hierzu auch mein <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/headline/sonnenbaden-mit-verstand-wunderelixier-fur-unsere-gesundheit-interview-mit-einem-arzt-und-lichtspezialisten/">Interview mit dem Lichtspezialisten Alexander Wunsch</a>. Weiter unten werden Sie in meinem Buchvorschlag über Krebs erneut lesen, welche wichtige Funktion das Sonnenlicht als Krebs-Schutzfaktor hat.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3850334597?ie=UTF8&amp;tag=netzwerkfraue-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3850334597&quot;&gt;Auf der Suche nach Unsterblichkeit - Die Geschichte der Anti-Aging Medizin von der Antike bis heute&lt;/a&gt;&lt;img src="><img class="alignleft size-full wp-image-2558" title="Unsterblichkeit" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/Unsterblichkeit.jpg" alt="Unsterblichkeit" width="300" height="300" /></a>Da wir gerade beim Gesundbleiben sind, und alt werden wollen wir ja auch, hier ein amüsantes und lehrreiches Buch über die jahrtausendealten Versuche der Menschen, dem Altern ein Schnippchen zu schlagen. Die beiden Autoren <em><strong>Bernd Kleine-Gunk</strong></em> und <em><strong>Markus Metka</strong></em> sind Professoren, die sich in ihrer Praxis der Gesundheitsvorsorge und dem Anti-Aging verschrieben haben. Sie zeigen an den Beispielen alter Kulturen, angefangen von der Bibel über Ägypten, Griechenland, Rom, Indien und China, was für zum Teil moderne Methoden als Jungbrunnen eingesetzt wurden. Sie führen uns in Europa vom Mittelalter durch die Jahrhunderte bis in die Neuzeit und geben uns vergnügliche, reichlich bebilderte Einblicke in die menschlichen Träume von der Unsterblichkeit. Sie setzen sich kritisch mit den Fortschritten der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts auseinander, dem Zeitalter der künstlichen Hormone, der Transplantationen, der Gentechnik und Stammzellforschung, der modernen Ernährung und Nahrungsergänzung. Sie machen eindringlich deutlich, dass es keinen Sinn hat, die Lebenserwartung zu steigern, sondern dass es viel sinnvoller ist, die Lebensqualität zu erhöhen, indem den häufigsten Alterskrankheiten, wie Osteoporose, Arteriosklerose, Demenz und verschiedenen Krebserkrankungen, durch eigene Anstrengungen und Modifikation des Lebensstils vorgebeugt wird. Die Autoren geben uns den wichtigen Satz mit auf den Weg:</p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Add years to your life and life to your years</strong></span>.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3825218686?ie=UTF8&amp;tag=netzwerkfraue-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3825218686"><img class="alignleft size-medium wp-image-2559" title="Vegetarische Ernährung" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/Vegetarische-Ernährung-300x300.jpg" alt="Vegetarische Ernährung" width="300" height="300" /></a>Und wie macht man das am besten? Eine der viel versprechendsten Methoden ist sicher neben der Bewegung die Ernährung. Zur Zeit viel in der Presse die Vegetarische Ernährung. Dieses Sachbuch von <em><strong>Claus Leitzmann </strong></em>und <em><strong>Markus Keller </strong></em>erschien in der zweiten Auflage und enthält eine Fülle von aktueller Literatur über die Auswirkungen verschiedener Ernährungsformen auf die Gesundheit. Hierbei besonders interessant die Zahlen über die Nährstoffversorgung von Vegetariern, wie die Wirkung der vegetarischen Kost in den verschiedenen Lebensphasen ist und wie man die Vegetarische Ernährungsweise praktisch umsetzen kann. Auch der Einfluss auf die Umwelt und das Klima werden berücksichtigt. Denn wie es so schön im Vorwort formuliert wurde: „Der Vegetarismus ist nicht nur eine Ernährungsweise, sondern ein Lebensstil, der neben gesundheitlichen auch ethische, ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte einbezieht“. Ich hoffe, dass ich Ihnen in einem der nächsten Artikel ein Interview mit <strong><em>Professor </em><em>Leitzmann</em></strong>, dem renommiertesten deutschen Ernährungswissenschaftler, bringen kann, in dem er zu den wichtigsten Fragen Stellung nehmen wird.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3833805013?ie=UTF8&amp;tag=netzwerkfraue-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3833805013&quot;&gt;Die magische 11 der Homöopathie&lt;/a&gt;&lt;img src="><img class="alignleft size-medium wp-image-2562" title="Magische 11 der Hmöopathie" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/Magische-11-der-Hmöopathie-300x300.jpg" alt="Magische 11 der Hmöopathie" width="300" height="300" /></a>Da ich nie in den Urlaub ohne meine homöopathische Hausapotheke reise, die mir und anderen oft helfen konnte, kleinere Unpässlichkeiten ohne große Beeinträchtigung des Urlaubs zu überwinden, möchte ich Ihnen auch eine Einführung in die Homöopathie empfehlen. Mit diesem Buch der erfahrenen Homöopathie-Autoren <em><strong>Katrin Reichelt</strong></em> und <strong><em>Sven Sommer</em></strong> finden Sie sehr schnell heraus, welches der 11 Mittel am häufigsten bei den 11 wichtigsten Körperbeschwerden eingesetzt werden kann. Durch die Beschreibung der Begleitsymptome können Sie notfalls auf ein Ersatzmittel umsteigen, wenn das Hauptmittel keine Wirkung zeigen sollte. Wenn Sie das Buch in diesem Urlaub lesen, können Sie sich anschließend mit Hilfe eines Testers ihre eigene Miniapotheke für daheim und für die Reise zusammenstellen.  <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/Etui-Homöopathie.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2583" title="Etui Homöopathie" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/Etui-Homöopathie-150x149.jpg" alt="Etui Homöopathie" width="150" height="149" /></a>Über einen <a href="http://www.homoeopathie-versand.de/c877_Globuli-Lieferservice.html?PHPSESSID=umt1eud9loifpkcdujkfaegi77">Homöopathieversand </a>können Sie sich die passenden Etuis mit leeren oder bereits gefüllten Röhrchen schicken lassen. Dabei würde ich Ihnen Größen für mehr als die im Buch angegebenen 11 häufigsten Mittel empfehlen, denn Sie werden sehr schnell sehen,  wie viel mehr Spaß es macht, zu therapieren, wenn man auch die Ausweichmittel rasch zur Hand hat.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3941404121?ie=UTF8&amp;tag=netzwerkfraue-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3941404121&quot;&gt;Mein Wunscherbe. Teil 1: Zwischen zwei Welten. Eine biografische Liebes-Reise-Dokumentation über die Gründerin der Deutsch-Indischen-Gesellschaft in Hamburg e.V.&lt;/a&gt;&lt;img src="><img class="alignleft size-medium wp-image-2563" title="mein Wunscherbe" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/mein-Wunscherbe-300x300.jpg" alt="mein Wunscherbe" width="300" height="300" /></a>Nun aber mal ein Buch zum Vergnügen. Es ist die faszinierende Geschichte einer jungen Frau, die in Schottland beim Studium die „Liebe ihres Lebens“, einen indischen Studenten, kennen lernt. Wie bei so Vielen dieser Generation beendet der zweite Weltkrieg alle Zukunftspläne. Sie wird nach ihrer Rückkehr nach Deutschland zur Flucht gezwungen und heiratet den deutschen Handelsvertreter Hans. Mit ihm und ihren gemeinsamen vier Töchtern schlägt sie sich bettelarm auf dem Bauernhof einer Verwandten durch. In Hamburg trifft sie durch Zufall auf einen indischen Studenten, erkennt die Not der wenigen, einsamen Inder in der Stadt und gründet die Deutsch- Indische Gesellschaft. Mehr darf ich eigentlich nicht verraten, nur so viel: die Tochter dieser Frau ist die Autorin des Buches, <em><strong>Dietlinde Hachmann</strong></em>. Sie fand im Nachlass ihrer Mutter bewegende Briefe von ihr, ihrem Mann und „ihrem“ Inder, Briefe, die alle Fassetten der Liebe enthalten und dabei viel über die damaligen Lebensumstände in Deutschland und in Indien erzählen. Dieser erste Band endet mit dem Beginn ihrer Reise nach Indien, worüber ebenfalls ein reicher Briefwechsel vorliegt, der zur Zeit von der Autorin im zweiten Band bearbeitet wird. Ich bin ja sooo gespannt, was sie dort erlebt hat!!</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3936360111?ie=UTF8&amp;tag=netzwerkfraue-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3936360111&quot;&gt;Zeit für Liebe: Sex, Intimität und Ekstase in Beziehungen&lt;/a&gt;&lt;img src="><img class="alignleft size-full wp-image-2566" title="Zeit für Liebe" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/Zeit-für-Liebe.jpg" alt="Zeit für Liebe" width="300" height="300" /></a>Dieses Buch ist zwar nicht mehr taufrisch, aber es hat nichts an seiner Anziehung verloren. Ich hatte Ihnen schon die <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/allgemein/ostereier-verstecken-bucher-entdecken-hier-meine-vorschlage/">beiden neueren Bücher der Autorin </a><em><strong>Diana Richardson</strong></em> vorgestellt. In diesem hier gibt sie in leicht nachvollziehbaren Schritten Anleitungen, wie man eine erfüllte Sexualität leben und seine eigene Sensitivität steigern kann. Gerade im Urlaub kann man sich mal Zeit zum „Liebe machen“ nehmen, Neues ausprobieren, sich mit sexueller Energie aufladen und Lebensenergie gewinnen. Die Autorin, die mit ihrem Mann zusammen Tantra-Retreats für Paare leitet, wurde inspiriert von Osho, von dessen Erkenntnissen sie Passagen in das Buch integriert hat. Sie legt dar, wie Sex und Meditation zusammengehören.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3830435533?ie=UTF8&amp;tag=netzwerkfraue-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3830435533&quot;&gt;Alles wird schwerer - Ich nicht: Die genussvolle Ernährung für Frauen ab 40&lt;/a&gt;&lt;img src="><img class="alignleft size-full wp-image-2567" title="Alles wird schwerer" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/Alles-wird-schwerer.jpg" alt="Alles wird schwerer" width="300" height="300" /></a>Im Fall, dass Sie über 40 sind und Probleme damit haben, im Urlaub Ihr Gewicht zu halten, noch ein Tipp für die Zeit danach. Sie können weiter genussvoll essen und Ihr Gewicht halten, wenn Sie sich nach ihrem Typ richten. Mit der 5-Elemente-Lehre aus der Traditionellen Chinesischen Medizin geht es ganz einfach. Die Autorin <em><strong>Antonie Danz</strong></em> ist promovierte Ernährungswissenschaftlern und gehört zu den wenigen, die nicht eine angeblich gesunde Ernährung für alle Frauen propagiert, sondern ganz individuell vorschlägt, was bei bestimmten Beschwerden oder Symptomen am besten vertragen wird und wie man wieder lernen kann, auf sein Bauchgefühl zu hören. Sie zeigt bspw. auf, was bei Wechseljahrsbeschwerden hilft, dass Osteoporose nicht mit Milchtrinken verhindert werden kann und wie wir mit Lust und Freude abnehmen oder unser Gewicht halten können.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3935407300?ie=UTF8&amp;tag=netzwerkfraue-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3935407300&quot;&gt;Die Zukunft der Krebsmedizin: Klassische und ganzheitliche Therapien, Impfungen und Krebsgene: Was ist Fakt und was Fiktion?&lt;/a&gt;&lt;img src="><img class="alignleft size-medium wp-image-2570" title="Zukunft Krebsmediizin" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/Zukunft-Krebsmediizin-300x300.jpg" alt="Zukunft Krebsmediizin" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Zuletzt noch mal eine etwas schwerere Lektüre. Der Medizinjournalist <em><strong>Torsten </strong><strong>Engelbrecht </strong></em>und die Ärzte <em><strong>Claus </strong><strong>Köhnlein</strong></em>, <em><strong>Inez </strong><strong>Maria</strong></em> <em><strong>Pandit </strong></em>und <em><strong>Juliane </strong><strong>Sacher </strong></em>beschäftigen sich seit vielen Jahren mit der Krebsmedizin, der Krebsvorsorge und Erkrankungen des Immunsystems, wie bspw. Aids. In diesem Buch wird für Laien verständlich dargestellt, warum es immer noch nicht gelungen ist, eine Pille gegen den Krebs zu entwickeln, welche Lehrsätze in der konventionellen Medizin zu hinterfragen sind (bspw. bzgl. der Chemotherapie oder der Vorsorgeuntersuchungen) und welche alternativen Methoden effektiv eingesetzt werden können. In den ersten Kapiteln gehen die Autoren streng mit der politischen -, der Pharma- und der Umweltlobby ins Gericht, die den „Krieg gegen den Krebs“ ausgerufen und unglaublich daran verdient haben. Sie legen dar, warum die Jagd nach „Krebsgenen“ sinnlos ist. Sie beschreiben die Vor- und Nachteile bestimmter Vorsorgeuntersuchungen (Krebsabstrich vom Muttermund, die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs, Mammographie, Koloskopie, PSA-Wert). Es wird deutlich, was für eine Kluft zwischen Krebsforschung und Klinikrealität besteht. So wird bspw. ein kontrollierter Vergleich ganzheitlicher Behandlungsstrategien mit den konventionellen Therapien von der orthodoxen Medizin rigoros abgelehnt: wirkt eine Chemotherapie nicht so gut, wie es erhofft war, muss halt ein neues Chemotherapeutikum her.</p>
<p>Die strenge Formulierung der Medizinkritik kann manchen Leser befremden, was Sie jedoch nicht dazu verleiten sollte, das Buch aus der Hand zu legen. Denn im zweiten Teil wird über bewährte Praxiserfahrungen der biologisch- ganzheitlichen Therapien berichtet. Eine Fundgrube hervorragender Möglichkeiten, die nicht nur den Krebs betreffen, sondern den ganzen Menschen stärken und gesund machen können. In keinem anderen Krebsbuch, das sich an Laien wendet, wird das Thema so umfassend von verschiedenen Seiten beleuchtet und mit mehr als 1.000 Quellenangaben untermauert. Deshalb nicht nur ein Buch für bereits Erkrankte, sondern auch für solche, die chronische Krankheiten vermeiden wollen. Die Autoren machen deutlich, dass es unser Lebensstil ist, der im Zusammenhang mit unserer genetischen Ausstattung und Konstitution Krebs entstehen lässt. Die Überschwemmung unseres Organismus mit chemischen und physikalischen Giften, die bereits im Mutterleib einsetzt (siehe hierzu auch den Artikel <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/ernahrung/baby-im-bauch-vorgeburtliche-pragung/">Baby im Bauch</a>), schädigt nicht nur die direkt Betroffenen, sondern auch die folgenden Generationen.</p>
<h3>Das Fazit der Autoren</h3>
<p>soll nicht verunsichern, sondern Mut zur eigenen Meinung machen:</p>
<p>•	Wird bei Ihnen eine Krebsdiagnose gestellt, lassen Sie sie von mindestens einem anderen Arzt bestätigen (second opinion).</p>
<p>•	Lassen Sie sich nicht zu raschen Entscheidungen drängen: ein Krebs benötigt Jahre zum wachsen, da kann man mit dem Therapiebeginn auch Tage oder sogar Wochen warten.</p>
<p>•	Lassen Sie sich ganz genau über die Wirkungen und Nebenwirkungen der vorgeschlagenen Therapien aufklären, und fordern Sie genaue Zahlen zur Lebensverlängerung der vorgeschlagenen Maßnahmen.</p>
<p>•	Schalten Sie krank machende Umweltgifte aus, ernähren Sie sich bio-vollwertig, bewegen Sie sich an der frischen Luft und suchen Sie soziale Unterstützung.</p>
<p>Wer von Ihnen Lust hat, kann sich ein<strong> Radio- Interview</strong> anhören, das am <a href="http://pcast.sr-online.de/feeds/fragen/feed.xml">27.6.2010 in SR2 </a>gesendet wurde. Darin konnten die Zuhörer den Autoren viele Fragen stellen, die vielleicht auch bei Ihnen beim Lesen des Buches aufkommen.</p>
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		<title>Sonnenbaden mit Verstand, Wunderelixier für unsere Gesundheit. Interview mit einem Arzt und Lichtspezialisten.</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 21:10:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>igerhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebensstil]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorbeugung]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem langen strengen Winter möchten wir jetzt alle so viel Sonne wie möglich tanken, wenn da nicht ständig im Hinterkopf das schlechte Gewissen lauern würde, das uns eintrichtert:  &#8220;Schütz Dich vor der Sonne, sonst bekommst Du Hautkrebs!&#8221; Dabei merken wir ja selber, wie unsere Laune steigt, wenn die Sonne scheint. Und wir wissen auch, dass unsere Haut unter der Sonnenbestrahlung wichtiges Vitamin D (VD3) bildet, das uns unter anderem vor Osteoporose und Krebs schützt. Wegen der vielen widersprüchlichen Empfehlungen habe ich für Sie ein Interview mit dem Arzt und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2497" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2497" title="Sonnenbad1" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/Sonnenbad1-300x196.jpg" alt="Sonnenbad © ingerhard" width="300" height="196" /><p class="wp-caption-text">Sonnenbad © ingerhard</p></div>
<p>Nach dem langen strengen Winter möchten wir jetzt alle so viel Sonne wie möglich tanken, wenn da nicht ständig im Hinterkopf das schlechte Gewissen lauern würde, das uns eintrichtert:  &#8220;Schütz Dich vor der Sonne, sonst bekommst Du Hautkrebs!&#8221; Dabei merken wir ja selber, wie unsere Laune steigt, wenn die Sonne scheint. Und wir wissen auch, dass unsere Haut unter der Sonnenbestrahlung wichtiges Vitamin D (VD3) bildet, das uns unter anderem vor Osteoporose und Krebs schützt. Wegen der vielen widersprüchlichen Empfehlungen habe ich für Sie ein Interview mit dem Arzt und Lichtspezialisten Alexander Wunsch geführt. Er wird uns am ehesten sagen können, wie wir die Vorteile des Sonnenlichts für unsere Gesundheit nutzen können, ohne uns vor den Gefahren fürchten zu müssen.</p>
<p><strong><em>Gerhard</em>: Was passiert denn nun beim Sonnenbaden in der Haut?</strong></p>
<p><em><strong>Wunsch</strong></em>: Sonnenlicht dringt je nach Wellenlänge unterschiedlich tief in die Haut ein, je langwelliger, desto tiefer. Das Licht erzeugt chemische Wirkungen und Wärme. In der Keimschicht der Haut wird die Produktion von Horn bildenden Zellen (Keratinozyten), in den Melanozyten die Bildung von Melaninpigment angeregt. Das entstehende Vitamin D3 aktiviert die Langerhans-Zellen und stößt damit einen immunologischen Reparaturmechanismus an, der eventuellen UV-Schäden entgegenwirkt. Andere Funktionen des Immunsystems werden hingegen gebremst. Eine leichte Anregung (eine ganz leichte Lichtentzündung) in der Haut ist jedoch erwünscht, denn wie ein Muskel, der nicht benutzt wird, kann auch die Haut ohne Licht- und Temperatur-Reize verkümmern. Das kann man oft bei älteren Menschen beobachten, die seit Jahren nicht mehr in der Sonne waren, bei ihnen ist die Haut oft dünn wie Pergament. Je dünner die Haut wird, desto weniger Blutvolumen kann sie aufnehmen, was in der Folge zu einer erhöhten Volumenbelastung des Herz-Kreislauf-Systems führen kann. Solange die Haut in ihrer Durchblutungsreaktion flexibel bleibt, kann sie z.B. zur effektiven Senkung eines zu hohen Blutdrucks beitragen.</p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_2492" class="wp-caption aligncenter" style="width: 475px"><img class="size-full wp-image-2492   " title="Therapeutisches Sonnenspektrum" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/Therapeutisches-Sonnenspektrum.jpg" alt="Therapeutisches Sonnenspektrum" width="465" height="385" /><p class="wp-caption-text">Therapeutisches Sonnenspektrum</p></div>
<p>Es gilt in jedem Fall, dass Sonnenlicht sehr wirksam ist und wir es daher <strong>RICHTIG DOSIEREN </strong>müssen, um in den Genuss der Vorteile zu kommen.</p>
<p>Die <strong><span style="color: #008000;">positiven Effekte</span></strong> sind neben der Vitamin D-Photosynthese in der Haut z.B. positive Wirkungen auf den Feinbau der Haut und des Kapillarsystems, Stoffwechselabläufe, Herz-Kreislauf-System, Blutdruckregulation, Hormonsystem, Wasserhaushalt, Immunsystem bis hin zu schützenden Wirkungen bezüglich der allermeisten Zivilisationskrankheiten einschließlich Krebs. Ein weiterer Vorteil einer gezielten und richtig dosierten Sonnenlicht-Exposition ist der Aufbau eines körpereigenen Lichtschutzes in Form von Pigmentierung und Ausbildung einer Lichtschwiele. Die allmähliche Verdickung der Hornhaut bis auf das Zehnfache entspricht einem Lichtschutzfaktor (LF) von 4. Hinzu kommt der Lichtschutz durch die Einlagerung von Melaninpigment in die Hornschicht, die wir als Bräunung wahrnehmen. Zu nennen ist hier noch die Lichtschutzwirkung von Urocaninsäure im Schweiß, die mit einem Lichtschutzfaktor von 2 in die Berechnungen mit eingeht. Je nach Hauttyp und Sonnengewöhnung kann ein körpereigener Gesamt-Lichtschutzfaktor von 40 und mehr entstehen. Man kann nicht genug betonen, dass es eine Reihe von natürlichen, körpereigenen Lichtschutz-Strategien gibt, die viele Vorteile gegenüber chemischen Lichtschutz-Präparaten aufweisen.</p>
<p>Die <span style="color: #ff0000;"><strong>negativen Wirkungen</strong></span> machen sich in erster Linie bei falscher bzw. Überdosierung bemerkbar. Hier wären zu nennen: Sonnenbrand, Sonnenstich, Hautalterung, Hautkrebs.</p>
<p><strong><em>Gerhard</em>: Es wird ja empfohlen, bereits vor dem Sonnenbaden ein Sonnenschutzmittel aufzutragen, das einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor, je nach Hauttyp natürlich, haben soll. Werden dadurch nicht die negativen und die positiven Auswirkungen der Sonne auf die Haut verhindert?</strong></p>
<p><em><strong> </strong></em></p>
<div id="attachment_2504" class="wp-caption alignleft" style="width: 233px"><em><strong><em><strong><img class="size-medium wp-image-2504" title="sonnenschutz" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/sonnenschutz-223x300.jpg" alt="Cremen zum Sonnenschutz © ingerhard" width="223" height="300" /></strong></em></strong></em><p class="wp-caption-text">Cremen zum Sonnenschutz © ingerhard</p></div>
<p><em><strong>Wunsch</strong></em>: Aus meiner Sicht reduzieren Sonnenschutzmittel mit chemischen Schutzfiltern die positiven Wirkungen der Sonne, wie Ausbildung der Lichtschwiele und Erzeugung von Vitamin D, während die Schäden durch kurzwellige Strahlung noch verstärkt werden. Man weiß heute, dass chemische Schutzfilter, die ja nicht auf der Hautoberfläche bleiben, sondern in die Haut einziehen, dort vermehrt Sauerstoffradikale bilden, wenn sie mit UV-Strahlung in Kontakt kommen. Das muss man sich einmal vorstellen: Mit Sonnencreme bilden sich unter Umständen mehr Sauerstoffradikale in der Haut als ohne! Hinzu kommt, dass man sich mit diesen Mitteln vielfach länger in der Sonne aufhalten kann als ohne, was die Menschen dazu verführt, viel länger in der Sonne zu bleiben, als es für ihre Haut gut ist. Der Sonnenbrand ist ein klares Alarmsignal für eine Überdosierung von Sonnenlicht in der Haut. Ein Sonnenbrand muss unter allen Umständen vermieden werden, denn er blockiert die normalen Anpassungsreaktionen der Haut und gilt als wichtiger Risikofaktor für Hautkrebserkrankungen.</p>
<p>Da das Sonnenlicht unter natürlichen Bedingungen nicht konstant ist, muss man besonders bei den ersten Sonnenlicht-Anwendungen sehr vorsichtig sein. Auch muss man wissen, dass die Hautreaktionen auf UV-Strahlung erst nach einigen Stunden erkennbar werden. Zur Gewöhnung an die Sonne empfehle ich, am ersten Tag mit nur 5 Minuten Mittagssonne zu beginnen. Wenn man am Abend keine Hautrötung feststellt, kann man die Zeit an folgenden Tagen langsam steigern, bis eine Bestrahlungsdauer von 20 Minuten gut vertragen wird. Längere Expositionszeiten bringen im Hinblick auf die Vitamin D3-Bildung keine Vorteile.</p>
<p><strong><em>Gerhard</em></strong><strong>: Was empfehlen Sie für den Umgang mit dem Sonnenlicht, zum einen im Alltag in Deutschland, zum anderen in der Urlaubszeit, am Meer oder in den Bergen?</strong></p>
<p><em><strong>Wunsch</strong></em>: Die Sonne scheint in unseren Breitengraden so unregelmäßig, dass der gesunde Mensch im Sinne der Prophylaxe, gerade auch in Hinblick auf eine optimale Vitamin D-Versorgung, jede Gelegenheit nutzen sollte, sich wohldosiert der <strong>MITTAGSSONNE </strong>auszusetzen. Die wirklich nutzbaren Sonnenstunden sind in unseren Breitengraden rar. Ein Problem in unserer Gesellschaft ist, dass viele Menschen in einer Arbeitssituation gebunden sind, die ihnen nicht ermöglicht, dann in die Sonne zu gehen, wenn dies aus physiologischer Sicht optimal wäre. Die wichtigsten Sonnenstunden liegen in der Mittagszeit, dann wenn die Sonne am höchsten steht. Zu dieser Zeit ist auch der Gehalt an kurzwelligem UVB am höchsten, allerdings nur im Sommer. Man spricht in unseren Breitengraden auch von einem UV-Winter, das ist die Zeit, in der die Sonne nicht genügend UVB-Strahlung liefert, also in den Monaten von Oktober bis März. Wir haben also nur ein halbes Jahr, um unsere Vitamin D3-Speicher auf natürliche Art und Weise zu füllen. Je größer die Hautoberfläche ist, die beschienen wird, desto größer ist der Effekt für die Vitamin D3-Versorgung. Den Kopf sollte man grundsätzlich mit einem breitkrempigen Hut schützen.</p>
<div id="attachment_2506" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2506" title="sonnenbad2" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/sonnenbad2-300x174.jpg" alt="© ingerhard" width="300" height="174" /><p class="wp-caption-text">© ingerhard</p></div>
<p>Schwitzt man in der Sonne, reduziert die Schweißschicht bis zu 50% der UVB-Strahlung, teils durch Reflexion, teils durch den Gehalt an Urocaninsäure. Außerdem wird der Organismus effektiv gekühlt. Das funktioniert allerdings nur dann optimal, wenn man nicht im Liegen sonnenbadet: Umherlaufen und sich bewegen ist also besser als eine Sonnenliege zu benutzen. Ich empfehle jedem, der ein Sonnenbad nimmt, die Verwendung eines Kurzzeitweckers oder Timers, denn die Zeitwahrnehmung verändert sich und es gibt auch Menschen, die beim Sonnenbad einschlafen, was unbedingt vermieden werden muss. Duschen unmittelbar vor und nach dem Sonnenbad sollte vermieden werden. Ist das nicht möglich, sollten wenigstens keine Detergentien, Waschlotionen oder Shampoos Verwendung finden, da diese die fettlöslichen Hormonvorstufen aus der Haut auswaschen können, bevor sie die Gelegenheit hatten, in die Blutbahn zu gelangen.</p>
<p>Während das Ziel für den Alltag die Sonnengewöhnung und die jahreszeitgemäße Optimierung der Vitamin D-Produktion ist, gelten im Urlaub andere Regeln. Wasser und Schnee reflektieren erhebliche Mengen von Sonnenlicht und machen daher einen zusätzlichen Lichtschutz erforderlich. Wenn man in ferne Länder reist, sollte man sich die Hautfarbe der Bewohner ansehen, die dort geboren wurden, dann bekommt man einen Eindruck, wie dunkel die Haut sein muss, um mit den örtlichen Sonnenverhältnissen fertig zu werden. Hat man selbst eine (deutlich) hellere Haut, ist erhöhte Vorsicht geboten. Um einen eigenen vollwertigen Lichtschutz aufzubauen, benötigt die Haut mindestens 4 Wochen. Meistens ist ein Urlaub zu kurz, um dies zu erreichen. Daher sollte man den Urlaub in sonnigen Gebieten so nutzen, dass man zunächst die Sonne zur optimalen Zeit für die Vitamin D3-Prophylaxe einsetzt und sich nach der „therapeutischen“, ungefilterten Expositionszeit effektiv vor der Sonnenstrahlung schützt, am besten durch Kleidung (Sonnenhut, langärmeliges weißes T-Shirt) und angepasstes Verhalten (Schatten suchen, Sonnenschirm).</p>
<p><strong><em>Gerhard</em>: Wie wählt man das passende Sonnenschutzmittel aus?</strong></p>
<p><em><strong>Wunsch</strong></em>: Sonnenschutzmittel funktionieren nach <strong><span style="color: #ff00ff;">vier verschiedenen Prinzipien</span></strong>:</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">• </span><span style="color: #ff00ff;">Chemische Schutzfilter,</span></p>
<p><span style="color: #ff00ff;">•	mineralische Schutzfilter,</span></p>
<p><span style="color: #ff00ff;">•	Substanzen auf Basis von Nano-Partikeln und</span></p>
<p><span style="color: #ff00ff;">•	geeignete Kleidung.</span></p>
<div id="attachment_2508" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2508" title="Sonnenbad4" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/Sonnenbad4-300x203.jpg" alt="zumindest den Kopf schützen © ingerhard" width="300" height="203" /><p class="wp-caption-text">zumindest den Kopf schützen © ingerhard</p></div>
<p>Letztere ist in jedem Fall das Beste, denn hier ist eine Wechselwirkung mit chemischen Inhaltsstoffen weitgehend auszuschließen – Kleidung dringt nicht in den Körper ein. Ganz anders verhält sich dies bei den Lotionen und Ölen, die auf die Haut aufgetragen werden: hier dringen die Substanzen in die Haut ein, je nach Beschaffenheit mehr oder weniger tief. Ätherische Öle erreichen sehr schnell die Blutbahn, andere Substanzen hingegen langsam oder überhaupt nicht, sie verbleiben z.B. in oder sogar auf der Hornschicht. Bei Nano-Partikeln ist beispielsweise noch nicht abschließend geklärt, in wieweit sie in den Körper eindringen können und sich möglicherweise sogar in hautfernen Geweben ablagern und unerwünschte Wirkungen entfalten. Mineralische Schutzfilter enthalten meistens Titandioxid, eine extrem weiße Substanz, die ihre Wirkung durch Reflexion entfaltet, die Strahlung wird also noch oberhalb der äußersten Hautschicht zurückgeworfen und damit unschädlich gemacht. Anders verhält sich dies bei den chemischen Schutzfiltern: Hier absorbieren die Substanzen die UV-Strahlung und wandeln sie in Wärme um. Je vollständiger ein Lichtschutz-Molekül die aufgenommene Energie in Wärme umwandeln kann, desto besser ist es in seiner Schutzwirkung. Leider können selbst die besten chemischen Schutzfilter, die es derzeit gibt, nur maximal 60% der eingestrahlten UV-Energie unschädlich machen, der Rest produziert Sauerstoffradikale in und auf der Haut. Die billigeren Schutzfilter können nur 10% der UV-Energie direkt umwandeln, hier werden also 90% der Ultraviolett-Strahlung in Sauerstoffradikale umgewandelt, die ohne das Sonnenschutzmittel gar nicht erst entstanden wären. Die natürlichen Lichtschutz-Substanzen in der Haut, nämlich Melanin und DNS, verwandeln hingegen 99,9% der Strahlungsenergie unmittelbar in Wärme, erzeugen also nur minimale Mengen an Sauerstoffradikalen. Hier haben wir wieder einmal ein Beispiel dafür, dass die Natur effektiver ist als unsere künstlichen Lösungen: Selbst der effektivste chemische Sonnenschutz erhöht die Konzentration von oxidativen Substanzen in und auf der Haut in erheblichem Umfang. Hinzu kommt, dass für eine Reihe von chemischen Schutzfiltern nachgewiesen wurde, dass sie, einmal auf die Haut aufgetragen, unerwünschte hormonartige Wirkungen entfalten können, die z.B. das Hautkrebsrisiko erhöhen oder in der Schwangerschaft auf das Ungeborene übergehen können.</p>
<p><strong><em>Gerhard</em>: Wie schützt man Kinder am besten?</strong></p>
<p><em><strong> </strong></em></p>
<div id="attachment_2509" class="wp-caption alignright" style="width: 174px"><em><strong><em><strong><img class="size-medium wp-image-2509" title="P1010029aus" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/P1010029aus-164x300.jpg" alt="Kinder bekleidet spielen lassen © ingerhard" width="164" height="300" /></strong></em></strong></em><p class="wp-caption-text">Kinder bekleidet spielen lassen © ingerhard</p></div>
<p><em><strong>Wunsch</strong></em>: Es gibt Einschätzungen von Wissenschaftlern, dass jeder Sonnenbrand im Kindes- und Jugendalter das spätere Hautkrebsrisiko erhöht. Die oberste Maxime ist daher die Vermeidung von Sonnenbränden. Die Verwendung von Lotionen mit Nano-Partikeln und chemischen Lichtschutzfaktoren kommen aus meiner Sicht hier nicht in Frage. Wenn unbedingt nötig, sollte man Mitteln mit mineralischem Lichtschutz den Vorrang geben. Es lohnt sich, im Internet danach zu suchen. Da viele Präparate mit mineralischem Lichtschutz vom Markt genommen wurden, weil sie nicht mehr den neuesten EU-Anforderungen entsprechen, bleibt also eigentlich nur die entsprechende Kleidung (s.o.)– und natürlich die gezielte Gewöhnung an das Sonnenlicht, damit ein eigener natürlicher Lichtschutz aufgebaut werden kann und die Kinder genügend VD3 erhalten – gerade im Wachstum ist dies besonders wichtig.</p>
<p><strong><em>Gerhard</em>: Wie müssen wir unsere Augen vor der Sonne schützen? Oder profitieren die auch vom Sonnenlicht?</strong></p>
<p><em><strong>Wunsch</strong></em>: Die Lichtreaktionen werden nicht nur über die Haut, sondern auch über die Augen und die obersten Hormonsteuerungszentren im Gehirn beeinflusst. Sonnenbrillen eignen sich aus meiner Sicht in erster Linie für den Schutz der Augen unter extremen Bedingungen, wie z.B. im Hochgebirge, am Wasser, in der Wüste oder in Schnee und Eis. Meine Erfahrungen sind dahin gehend, dass Menschen, die in heimischen Breitengraden oft eine Sonnenbrille verwenden, bald nicht mehr darauf verzichten können, da das Auge seine natürliche Anpassungsfähigkeit verliert. Ein wesentlicher Nachteil von Sonnenbrillen liegt in der Verflachung chronobiologisch wirksamer Lichtsignale. Wir beobachten heute, dass die Menschen am Tag eher zuwenig (natürliches) Licht bekommen, in der Nacht jedoch zuviel.</p>
<div id="attachment_2512" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2512" title="sonnenbrille" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/sonnenbrille-150x112.jpg" alt="Sonnenbrille © ingerhard" width="150" height="112" /><p class="wp-caption-text">Sonnenbrille © ingerhard</p></div>
<p>Sonnenbrillen können dieses Problem noch verstärken. Es gibt ja auch Alternativen, um das Auge vor direkter Sonnenstrahlung zu schützen, wie z.B. Schirmmützen, Hüte oder im Auto die Sonnenblende. Außerdem fließt die Beschaffenheit der Umgebung mit ein: Ein von der Sonne beschienener Baum im Wald reflektiert ein viel gesünderes Spektrum als beispielsweise eine Hochhausfassade. Je nach Umgebung kann es also durchaus sinnvoll sein, eine Sonnenbrille zu benutzen, bspw. auf dem Meer oder im Hochgebirge, eine pauschale Empfehlung dafür kann ich aber nicht geben.</p>
<p><strong><em>Gerhard</em>: und zu guter Letzt: wie groß ist denn nun die Hautkrebsgefahr durch die Sonneneinstrahlung, und wie kann man sich davor schützen?</strong></p>
<p><em><strong>Wunsch</strong></em>: In den letzten zwei Jahren wurden verschiedene gesetzliche Vorschriften auf der Basis veralteter und teilweise falscher Einschätzungen erlassen, wie z.B. die EU-Richtlinie zu Sonnenschutzmitteln, das Solarienverbot für Minderjährige oder die derzeit in Arbeit befindliche UV-Schutzverordnung, obwohl namhafte Forscher z.B. in offenen Briefen rechtzeitig Widerspruch eingelegt hatten. Diese Richtlinien und Festlegungen gehen davon aus, Sonnenlicht sei schädlich, erzeuge Krebs und könne durch VD3-haltige Nahrungsmittel oder Tabletten ersetzt werden. Um hier etwas Ordnung und Differenzierung zu stiften, zunächst ein paar Fakten:</p>
<p>Es gibt <strong>verschiedenste Arten von Hautkrebs</strong>, allerdings spielen drei davon die Hauptrollen. In der Keimzellschicht der Haut liegen Basalzellen und Stachelzellen, aus denen Basaliome und Spinaliome hervorgehen können. Das Basaliom wird auch als „<span style="color: #ff00ff;">weißer Hautkrebs</span>“ bezeichnet, das Spinaliom als <span style="color: #ff00ff;">Plattenepithelkarzinom</span>. Diese beiden Hautkrebsarten treten meist an lichtbelasteten Stellen des Kopfes oder der Hände auf, zeigen eine geringe Metastasierungstendenz, sind bei rechtzeitiger Diagnose gut behandelbar und machen etwa 90 % aller Fälle aus. Der <span style="color: #ff00ff;">schwarze Hautkrebs</span>, das Maligne Melanom hingegen findet sich nur in 10 % der Fälle, ist aber für mehr als 90 % der Todesfälle verantwortlich. Melanome treten oft am Körperstamm und an Stellen auf, die selten mit der Sonne in Kontakt kamen und zeigen eine ausgeprägte Metastasierungstendenz. <strong>Ich bezeichne daher das Basaliom und das Spinaliom als die lokalen Formen von Hautkrebs und das Melanom als die systemische Form.</strong></p>
<div id="attachment_2514" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2514" title="ruecken oben_groß" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/ruecken-oben_groß-150x101.jpg" alt="ruecken oben_groß" width="150" height="101" /><p class="wp-caption-text">ärztlicher Hautcheck © ingerhard</p></div>
<p>Während die Ursache der lokalen Varianten mit der UV-Exposition klar in Verbindung gebracht werden kann, sind die Ursachen und Mechanismen bei der Melanomentstehung noch nicht wirklich geklärt. So gibt es z.B. eine Reihe von Studien, die ganz andere Ursachen als UV-Licht für die Melanombildung verantwortlich machen. In der Petrischale ist es sogar so, dass Vitamin D3 die Melanomzellen zum Absterben bringt. Bei immunsupprimierten Menschen kann man beobachten, dass das Immunsystem offenbar eine größere Rolle für die Hautkrebsentstehung spielt als das Sonnenlicht, hier findet sich bei gleicher Strahlungsexposition ein bis zu 200-fach höheres Risiko für eine Erkrankung.</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>Für gesunde Menschen bietet die Sonne bei richtiger Dosierung weit mehr Vorteile als Risiken. Unser Körper verfügt über eine Vielzahl von Schutzmechanismen, die wir durch schrittweise Sonnengewöhnung, gesunde Ernährung und viel Bewegung an frischer Luft optimal unterstützen können. So enthalten Obst und Gemüse eine Reihe von Pigmenten und Schutzstoffen, die im Körper als natürliche Lichtschutzfaktoren wirken.</strong></span></p>
<p>Unsere Haut ist kostbar, sie hat es daher auch verdient, dass wir uns um sie kümmern. Dazu gehört auch, dass wir sie selbst beobachten und suspekte Veränderungen gleich abklären lassen. Auch hat jeder Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf einen <strong>ärztlichen Hautcheck</strong>.</p>
<p><strong><em>Gerhard</em>: Vielen Dank für diese erhellende Aufklärung zum Sonnenlicht und Sonnenbaden. Ich freue mich auf weitere Interviews mit Ihnen zu Vitamin D und zu Kunstlicht.</strong></p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2485" title="Alexander Wunsch hohe Auflösung-1" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/Alexander-Wunsch-hohe-Auflösung-1-122x150.jpg" alt="Alexander Wunsch hohe Auflösung-1" width="122" height="150" /><em><strong>Alexander Wunsch ist Humanmediziner und Lichttherapeut. </strong></em>Seine Tätigkeitsfelder und Forschungsinteressen sind die Geschichte der Lichtbiologie, Lichtwirkung auf Zellebene sowie die Photoendokrinologie und Anwendung der Photomedizin beim Menschen. Er ist Mitglied der deutschen Lichttechnischen Gesellschaft (LiTG) und Lehrbeauftragter für den Themenbereich &#8220;Light and Health&#8221; im internationalen Studiengang &#8220;Architectural Lighting Design&#8221; der Hochschule Wismar.</p>
<p>Kontakt:</p>
<p>Alexander Wunsch</p>
<p>Bergheimer Str. 116, 69115 Heidelberg</p>
<p>praxis@alexanderwunsch.de, <a href="http://www.sunblogger.eu">www.sunblogger.eu</a>, <a href="http://www.lichtbiologie.de">www.lichtbiologie.de</a>, <a href="http://www.photonblog.de">www.photonblog.de</a></p>
<p><a href="http://sonne2010.wordpress.com">http://sonne2010.wordpress.com</a></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3939865028?ie=UTF8&amp;tag=netzwerkfraue-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3939865028&quot;&gt;Sonnenlicht  - das größte Gesundheitsgeheimnis: Sonnenmangel und seine schwerwiegenden Folgen&lt;/a&gt;&lt;img src="><img class="alignright size-medium wp-image-2518" title="Sonnenlicht" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/08/Sonnenlicht-300x300.jpg" alt="Sonnenlicht" width="300" height="300" /></a>Allen Lesern, die noch mehr zu diesem Thema wissen wollen, möchte ich das Buch über Sonnenlicht ans Herz legen. Der Wissenschaftsjournalist Thomas Klein hat auf etwa 400 Seiten die Fachliteratur zusammengetragen und gut strukturiert und allgemeinverständlich dargelegt, was für gesundheitliche Vorteile sich aus der vernünftigen Nutzung von Sonnenlicht ergeben und wie der Körper Schaden nimmt durch Sonnenmangel und falsche Beleuchtung.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Immer wieder Blasenentzündung muss nicht sein</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 20:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>igerhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilverfahren]]></category>
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		<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
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		<description><![CDATA[Blasenentzündung im Winter, weil man ständig friert, im Frühjahr, weil man die erste Sonne überschätzt, im Sommer, weil man sich im nassen Badezeug verkühlt, im Herbst…Und ganz schlimm im Urlaub, wenn man sich doch endlich mal richtig erholen und regenerieren will. Da Blasenentzündungen viele Frauen quälen und es gute Vorsorgemöglichkeiten gibt, sofern frau sie kennt und anwendet, hat mich Frau Ritter, die Chefredakteurin von BIO zu diesem Thema befragt. Sie können das ganze Interview in der BIO 3, 2010 lesen. Hier stelle ich Ihnen Ausschnitte und Ergänzungen vor.
BIO: Jede 2. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-2442" title="frau in Boot" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/07/frau-in-Boot-226x300.jpg" alt="frau in Boot" width="226" height="300" />Blasenentzündung im Winter, weil man ständig friert, im Frühjahr, weil man die erste Sonne überschätzt, im Sommer, weil man sich im nassen Badezeug verkühlt, im Herbst…Und ganz schlimm im Urlaub, wenn man sich doch endlich mal richtig erholen und regenerieren will. Da Blasenentzündungen viele Frauen quälen und es gute Vorsorgemöglichkeiten gibt, sofern frau sie kennt und anwendet, hat mich Frau Ritter, die Chefredakteurin von <strong>BIO </strong>zu diesem Thema befragt. Sie können das ganze Interview in der <strong>BIO 3, 2010</strong> lesen. Hier stelle ich Ihnen Ausschnitte und Ergänzungen vor.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>BIO</strong>: Jede 2. Frau hat mindestens einmal im Leben mit einer Blasenentzündung zu tun, so zeigen Studien. Was sind die <strong>typischen Symptome</strong>?</span></p>
<p><strong>Prof. Ingrid Gerhard</strong>: Neben dem ständigen Harndrang verspüren die Betroffenen Brennen beim Wasser lassen und Schmerzen im Unterleib. Es können nur kleine Urinmengen entleert werden, was meist mit Krämpfen verbunden ist.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>BIO</strong>: Durch welche <strong>Faktoren </strong>wird eine Blasenentzündung ausgelöst?</span></p>
<p><strong>Prof. Ingrid Gerhard</strong>: Ursache einer Blasenentzündung sind fast immer Bakterien, die durch eine Verkühlung, durch Geschlechtsverkehr oder eine Katheterisierung der Blase überhand genommen haben.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>BIO</strong>: Warum tritt sie immer wieder mal auf?</span></p>
<p><strong>Prof. Ingrid Gerhard</strong>: Hierfür gibt es verschiedene Gründe. So haben Frauen – im Unterschied zu Männern – eine kurze Harnröhre. Die Bakterien haben deshalb leichtes Spiel, vom äußeren Genitale in die Blase hoch zu wandern. Auch hormonelle Schwankungen können dazu führen, dass nicht nur die Schleimhaut der Scheide, sondern auch die der Blase verkümmert, so dass Bakterien leichter anhaften können.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-2446" title="4_28" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/07/4_28-1024x409.jpg" alt="4_28" width="590" height="235" />Ebenso kann eine Antibiotika-Therapie das natürliche Gleichgewicht von guten und schlechten Bakterien auf Haut und Schleimhäuten stören. Last but not least ist ein geschwächtes Immunsystem häufig Auslöser einer Blasenentzündung. Der Körper kann die Bakterien nicht richtig in Schach halten, so beispielsweise bei der Zuckerkrankheit oder als Folge von anderen Erkrankungen.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>BIO</strong>: Welche <strong>naturheilkundlichen Maßnahmen</strong> sind bei einer Blasenentzündung erfolgreich?</span></p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-2450" title="3_28" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/07/3_28-300x200.jpg" alt="3_28" width="300" height="200" />Prof. Ingrid Gerhard</strong>: An erster Stelle stehen hier die <a href="www. pflanzliche-antibiotika.de">pflanzlichen Antibiotika</a> aus <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/naturheilverfahren/bauchgehirn/">Kapuzinerkresse </a>und Meerrettichwurzel in <em>ANGOCIN Anti.Infekt N</em> (<a href="http://www.pflanzliche-antibiotika.de/">Repha</a>). Sie werden bereits in den oberen Darmabschnitten in das Blut aufgenommen und schädigen die „guten“ Darmbakterien nicht. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Auch die Homöopathie kann helfen, doch sollte man sich das passende Mittel von einem Arzt empfehlen lassen.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">BIO: </span></strong><span style="color: #0000ff;">Was kann Frau </span><strong><span style="color: #0000ff;">vorbeugend </span></strong><span style="color: #0000ff;">tun?</span></p>
<p><strong>Prof. Ingrid Gerhard</strong>: Die Badezeit und das Tragen nasser Badekleidung begünstigen gerade im Sommer eine Infektion der Harnwege. Deswegen sollte nach dem Schwimmen möglichst der Badeanzug gewechselt werden. Auch das Sitzen auf blanken Stühlen oder Steinen ist zu vermeiden.</p>
<p>Die Blase hat gerne warme Füße, denn an den Füßen endet der Blasenmeridian. Das bedeutet auch: Nicht auf kaltem Boden barfuß laufen! Wer viel schwitzt, sollte viel trinken, damit die Blase gut durchgespült wird. Bei den allerersten Anzeichen einer Blasenentzündung ist es ratsam, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch ins Bett zu gehen und viel zu trinken.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-2451" title="Cranberry in palms" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/07/1_31-300x199.jpg" alt="Cranberry in palms" width="300" height="199" />Ideal ist beispielsweise <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/naturheilverfahren/naturliche-nahrungserganzungen-granatapfelsaft/"><em>Cranberrysaft</em></a>. Dieser verhindert, dass sich die Bakterien an der Blasenwand anheften können. Außerdem macht <em>Vitamin C</em> den Urin sauer, und das mögen die Bakterien gar nicht. Am besten nur leichte basische Nahrungsmittel essen und für eine gute Verdauung sorgen.</p>
<p>Auch <em>Schüßlersalze</em> sind im Anfangsstadium hilfreich. Hier kann alle zehn Minuten 1 Tablette Natrium phosphoricum D6 – möglicherweise im Wechsel mit Ferrum phosphoricum D12 – eingenommen werden. Natrium sulfuricum D6 ist zu empfehlen, wenn die Entzündung nach Kälte und Nässe aufgetreten ist. Dann ist nach einem Tag meist alles ausgestanden.</p>
<p><strong>BIO</strong>: Welche Mittel können Sie zur Vorbeugung empfehlen?</p>
<p><strong>Prof. Ingrid Gerhard</strong>: Die folgenden Rezepte kann man sowohl zur Vorbeugung von Blasenentzündungen als auch zur Begleitung einer antibiotischen Therapie einsetzen.</p>
<h3>Blasentees</h3>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-2454" title="1_30" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/07/1_30-241x300.jpg" alt="1_30" width="241" height="300" /></p>
<p>•	Je 20 g Birken-, Orthosiphon-, Bärentrauben- und Schwarze Johannisbeerblätter sowie Goldrutenkraut mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und fünf bis maximal acht Minuten ziehen lassen. Viermal täglich  1-2 Tassen trinken.</p>
<p>•	20 g Birken- und Orthosiphonblätter mit 30 g Bärentrauben- und 10 g Pfefferminzblättern mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1 Tasse lauwarm trinken.</p>
<p><strong>Achtung</strong>: Bärentraubenblätter sind für Kinder unter 12 Jahren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht geeignet. Auch sollten Tees und Medikamente, die Bärentraubenblätter enthalten nur maximal fünfmal im Jahr und dann höchstens eine Woche verwendet werden, da sonst Leberschäden auftreten können. Deshalb noch ein Tee ohne Bärentraubenblätter:</p>
<p>•	50 g Schachtelhalmkraut, 30 g Birkenblätter, 20 g Wacholderbeeren mischen. 1 TL der Mischung mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken.</p>
<h3>Pflanzliche Arzneimittel</h3>
<p>Bärentraubenblätter gibt es auch in Tabletten, z. B. <em>Cystinol akut</em> Drg. oder mit Goldrutenkraut zur Nierendurchspülung als <em>Cystinol N</em> Lösung (<a href="http://www.schaper-bruemmer.de/">Schaper und Brümmer</a>).</p>
<p>Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen und Reizblase  <em>Canephron N</em> (<a href="http://www.bionorica.de/cda/home.html">Bionorica SE</a>) längerfristig einnehmen, z.B. 12 Wochen durchgehend, bei akuten Harnwegsinfektionen bis zum Abklingen der Symptome. Die Pflanzenkombination enthält Tausendgüldenkraut, Liebstöckelwurzel und Rosmarinblätter. Dadurch entkrampft sie die Blase, wirkt antientzündlich und antibakteriell. Dosierung:  3 x tgl. 2 überzogene Tbl. oder 5ml.</p>
<p>Oder:</p>
<p>Morgens, mittags und abends je 3-5 Tr. von je einer Sorte: <em>CERES Solidago</em> Ø, <em>CERES Echinacea</em> Ø und <em>CERES Tropaeolum</em> Ø (<a href="http://www.alcea.info/">ALCEA</a>). Wenn Sie Ihren Körper gut kennen, werden Sie vielleicht schon bei den ersten Anzeichen mit diesen Tropfen verhindern, dass es zu einer ausgewachsenen Entzündung kommt.</p>
<h3>Nahrungsergänzung</h3>
<p>Die Kombination aus Cranberry, Vitamin C, Zink und Selen stärkt das Immunsystem und schützt gezielt die Blase (in <em>Tuim urofemin</em>, <a href="http://www.schwabe.de/schwabe/NEM/Urofemin/index.php">Dr. Willmar Schwabe</a>, 4 x tgl. 4 Tbl.).</p>
<h3>Spagyrik</h3>
<p>Bei ersten Signalen 3x tgl. je 20 Tr. <em>Akutur® spag</em> und <em>Toxex® spag</em> Tropfen (<a href="http://www.pekana.de/produkte/homoeopathisch-spagyrische-heilmittel.htm">Pekana</a>) in etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>BIO</strong>: Wann ist bei einer Blasenentzündung von einer Behandlung mit herkömmlichen Antibiotika eher abzuraten?</span></p>
<p><strong><img class="alignright size-medium wp-image-2455" title="2_28" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/07/2_28-300x200.jpg" alt="2_28" width="300" height="200" />Prof. Ingrid Gerhard</strong>: Wenn es sich um wiederkehrende Blasenentzündungen ohne Fieber handelt. In diesem Fall würden die meisten Antibiotika nur die natürliche Keimbesiedlung von Darm und Schleimhäuten zerstören, was weitere Infekte vorprogrammiert. Dann ist es viel besser, die Wurzel des Übels herauszufinden und mit naturheilkundlichen Methoden das Immunsystem zu stärken. Die oben beschriebenen pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in <em>ANGOCIN Anti-Infekt N</em> (<a href="http://www.pflanzliche-antibiotika.de/">Repha</a>) beispielsweise schädigen die Darmbakterien nicht. In der Therapie stehen sie darum immer an erster Stelle. Bei den Alarmsignalen Fieber und Rückenschmerzen dagegen sollte man nicht alleine herumdoktern, sondern schleunigst einen Arzt aufsuchen.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>BIO</strong>: Kann eigentlich eine Blasenentzündung auch durch zu häufigen <strong>Geschlechtsverkehr </strong>ausgelöst werden?</span></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_2462" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><strong><strong><img class="size-medium wp-image-2462" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/07/Fotolia_8061791_XS-200x300.jpg" alt="Brautpaar, © Internetter - Fotolia.com" width="200" height="300" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Brautpaar, © Internetter - Fotolia.com</p></div>
<p><strong>Prof. Ingrid Gerhard</strong>: Leider ja, wir Frauenärzte sprechen dann oft von einer Honeymoon-Cystitis. Beim Austausch von Intimitäten werden Keime vom gesamten Genitalbereich einschließlich der Afterumgebung verteilt und in die Scheide eingebracht. Durch die „Massage“ der Scheide werden die Bakterien in die Harnröhre und Blase gedrückt. Deshalb sollten sich beide Partner vor dem Verkehr gründlich säubern. Zur Prophylaxe empfehlen wir den anfälligen Frauen die Blasenentleerung nach jedem Geschlechtsakt. Außerdem hat es sich bewährt, viel zu trinken, damit sich die Bakterien nicht anheften können.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>BIO</strong>: Manche Frauen klagen unter der Einnahme der <strong>Pille </strong>oder in den <strong>Wechseljahren </strong>über gehäufte Blasenentzündungen, gibt es da tatsächlich einen Zusammenhang?</span></p>
<p><strong>Prof. Ingrid Gerhard</strong>: Ja, den gibt es deshalb, weil die Schleimhaut der Blase wie die Scheidenschleimhaut auf Östrogene anspricht. Wenn eine Pille mit sehr niedrigem Östrogengehalt eingenommen wird oder wenn nach den Wechseljahren die Eierstöcke nicht mehr genügend Östrogene produzieren, trocknen bei manchen Frauen die Schleimhäute des Genitalbereichs einschließlich der Blase aus. Bakterien können sich dann leichter in der Blase ansiedeln. Wenn das der Fall ist, helfen oft Scheidenzäpfchen mit Östriol auch der Blase. Oder die Frauenärztin verschreibt eine andere Verhütungspille, bzw. für die ältere Frau natürliche Östrogene.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>BIO</strong>: Welche <strong>Hygienemaßnahmen </strong>sind wichtig für den Intimbereich?</span></p>
<p><strong>Prof. Ingrid Gerhard</strong>: Die häufigsten Bakterien, die man bei Blasenentzündungen findet, stammen aus dem eigenen Darm. Deshalb sollten Mütter ihren Töchtern von klein auf beibringen, dass sie sich nach der Toilette immer von vorne nach hinten abwischen müssen. Seifen, Waschlotionen und Deos sollten nur sehr zurückhaltend benutzt werden, um die empfindliche Haut im Genitalbereich nicht zu schädigen und die natürliche gesunde Keimbesiedelung zu erhalten. Am besten eignen sich Produkte, die den Säureschutzmantel stärken, beispielsweise <em>Deumavan Waschlotion sensitiv </em>(<a href="http://www.deumavan.de/startseite.htm">Kaymogyn</a>). Einmalwaschlappen sind zu bevorzugen, damit keine Keime in den vorderen Genitalbereich verschleppt werden.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>BIO</strong>: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Gespräch!</span></p>
<h4><span style="color: #0000ff;">Falls sie Fragen zu Blasenentzündungen haben oder eigene Erfahrungen mit anderen Leserinnen teilen wollen, gehen Sie einfach auf dieser Seite nach unten und geben Sie Ihren Kommentar ein. Ich werde auf jeden Fall darauf antworten.</span></h4>
<p><span style="color: #0000ff;"><br />
</span></p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-2438" title="Titelblatt" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/07/Titelblatt-226x300.jpg" alt="Titelblatt" width="226" height="300" />Im <strong>BIO-Heft</strong> 3, 2010 finden Sie weitere interessante Artikel über:</p>
<p>•	Schilddrüsenstörungen</p>
<p>•	Essstörungen</p>
<p>•	Wie wichtig Tanzen ist</p>
<p>•	Pilgern der besonderen Art</p>
<p>•	Selbstachtung</p>
<p>•	Sonnenyoga</p>
<p>•	Außerdem Wohlfühltipps für die heiße Jahreszeit und vieles mehr</p>
<p>Im August erscheint das <strong>BIO-Heft 4</strong>. Darin erfahren Sie in einem weiteren Interview mit mir, was Sie gegen Scheidenentzündungen tun können.</p>
<p>Ein <a href="http://www.biomagazin.de"><strong>BIO-Gratisheft</strong></a> erhalten Sie beim:</p>
<p>BIO Ritter Verlag, Monatshauser Str. 8, 82327 Tutzing,</p>
<p>Tel. 08158-8021,</p>
<p>Fax -997430,  E-Mail: bioritter@aol.com oder über das <a href="http://www.biomagazin.de">Internet </a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hormoncoctail im Kinderzimmer</title>
		<link>http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/umwelt/hormoncoctail-im-kinderzimmer/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 21:26:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>igerhard</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorbeugung]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wieder lassen Untersuchungen zur Chemikalienbelastung von Spielsachen und kindernahen Produkten aufschrecken:
Teddy, Schnuller &#38; Co. sind häufig hoch mit die Gesundheit gefährdenden Schadstoffen belastet.
Das ist beunruhigend, denn gerade bei Kindern sollte besondere Vorsicht geboten sein. Zum einen nehmen die Kleinen durch ihre vergleichsweise größere Hautoberfläche, ihren höheren Stoffwechsel und die intensivere Atmung in Relation zu ihrem Körpergewicht mehr Stoffe als Erwachsene aus der Umwelt auf. Zudem stecken Kinder Gegenstände gerne einmal in den Mund oder knuddeln sie stundenlang, deshalb kommen sie mit Schadstoffen viel direkter in Kontakt. Zum anderen sind ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2361" class="wp-caption aligncenter" style="width: 573px"><img class="size-full wp-image-2361" title="teddies" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/07/teddies.jpg" alt="teddies" width="563" height="365" /><p class="wp-caption-text">© ingerhard</p></div>
<p style="text-align: center;">Immer wieder lassen Untersuchungen zur Chemikalienbelastung von Spielsachen und kindernahen Produkten aufschrecken:</p>
<p>Teddy, Schnuller &amp; Co. sind häufig hoch mit die Gesundheit gefährdenden Schadstoffen belastet.</p>
<div id="attachment_2369" class="wp-caption alignright" style="width: 218px"><img class="size-medium wp-image-2369" title="kind lutscht_bearbeitet-1" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/07/kind-lutscht_bearbeitet-1-208x300.jpg" alt="kind lutscht_bearbeitet-1" width="208" height="300" /><p class="wp-caption-text">© ingerhard</p></div>
<p>Das ist beunruhigend, denn gerade bei Kindern sollte besondere Vorsicht geboten sein. Zum einen nehmen die Kleinen durch ihre vergleichsweise größere Hautoberfläche, ihren höheren Stoffwechsel und die intensivere Atmung in Relation zu ihrem Körpergewicht mehr Stoffe als Erwachsene aus der Umwelt auf. Zudem stecken Kinder Gegenstände gerne einmal in den Mund oder knuddeln sie stundenlang, deshalb kommen sie mit Schadstoffen viel direkter in Kontakt. Zum anderen sind Kinder wesentlich sensibler: Ihre Organe, wie zum Beispiel diejenigen für die Fortpflanzung, und ihr Immun- und Nervensystem befinden sich noch in der Entwicklung. Somit können Schadstoffe in allen wesentlichen Entwicklungsprozessen des Körpers schwerwiegende Langzeitschäden verursachen. Vor allem Produkte aus Kunststoff enthalten häufig gefährliche Schadstoffe. Da Chemikalien im Plastik nicht fest gebunden sind, können sie mit der Zeit entweichen und dann in die Umwelt übergehen oder vom menschlichen Körper aufgenommen werden. Besonders weitreichende Auswirkungen haben dabei hormonell wirksame Substanzen. Dazu gehören vor allem</p>
<ul>
<li><strong>Weichmacher (Phthalate),</strong></li>
<li><strong>bromierte Flammschutzmittel,</strong></li>
<li><strong>Bisphenol A und</strong></li>
<li><strong>Organozinnverbindungen.</strong></li>
</ul>
<p>Sie greifen in das fein ausbalancierte Hormonsystem ein, das alle Stoffwechselvorgänge des Körpers steuert. Eine Vielzahl von Erkrankungen und Störungen wird mit ihnen in Verbindung gebracht:</p>
<p>Bei Jungen kann die Belastung mit hormonellen Chemikalien zu Missbildungen der Geschlechtsorgane und Unfruchtbarkeit führen, bei Mädchen können verfrühte Pubertät sowie, im späteren Alter, Brustkrebs die Folge sein. Auch Allergien und Asthma &#8211; Krankheiten, die in den vergangenen Jahren verstärkt aufgetreten sind – können im Zusammenhang mit der Belastung durch hormonelle Stoffe stehen. Das Besondere an diesen Substanzen ist, dass sie schon bei extrem geringen Dosen das Hormonsystem stören können. Deswegen gibt es für sie keine sicheren Grenzwerte. Zudem können sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken. Einzeln betrachtet mögen die Schadstoffe dann keine messbare Wirkung haben – zusammen addieren sie sich zu einem gefährlichen <strong>Chemikaliencocktail</strong>. Kinder kommen tagtäglich mit unzähligen verschiedenen Kunststoffen in Berührung. Es ist daher wahrscheinlich, dass sie einem solchen Zusammenspiel verschiedener Chemikalien ausgesetzt sind.</p>
<div id="attachment_2366" class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><img class="size-medium wp-image-2366" title="schwanger3" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/07/schwanger3-256x300.jpg" alt="schwanger3" width="256" height="300" /><p class="wp-caption-text">© ingerhard</p></div>
<p>Trotz dieser Risiken werden Kinder nicht ausreichend vor hormonellen Stoffen in Plüsch und Plastik geschützt. Dabei ist unstrittig, dass Kinder die Schadstoffe aus ihrer Umgebung tatsächlich in ihren Körper aufnehmen. Untersuchungen haben zahlreiche dieser Substanzen im Blut nachgewiesen. So hatten bspw. Kindergartenkinder viel höhere Phthalatwerte in ihrem Blut als ihre Erzieherinnen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kinder bereits während der Schwangerschaft über das Nabelschnurblut die im Blut der Mutter enthaltenen Schadstoffe aufnehmen. Nach der Geburt kommt mit dem Stillen die Schadstofffracht hinzu, die die Mutter über die Dauer ihres Lebens in ihrem Fettgewebe angereichert hat und nun mit der Muttermilch an ihr Baby weitergibt.</p>
<p>Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, vor allen Dingen, wie Sie ihr Baby von Anfang an schützen können, dann fordern Sie beim BUND die kostenlose Broschüre<strong> &#8220;Gefährliche Lieblinge&#8221;</strong> an.  <img class="alignright size-full wp-image-2358" title="Bild - gefährliche Lieblinge" src="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wp-content/uploads/2010/07/Bild-gefährliche-Lieblinge.jpg" alt="Bild - gefährliche Lieblinge" width="150" height="213" />Diese <a href="http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/chemie/chemie_im_alltag/versteckte_gifte/spielzeug/gefaehrliche_lieblinge/">Broschüre </a>gibt konkrete Tipps. Sie können sie auch als <a href="http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/chemie/20100204_chemie_gefaehrliche_lieblinge_broschuere.pdf ">PDF</a> herunterladen. Es wird deutlich, dass die Politik bisher noch nicht die notwendigen Konsequenzen aus der vielfach belegten Schadstoffbelastung im Kinderzimmer gezogen hat. Die Gesetze sind unzureichend und die Umsetzung wird nicht effektiv kontrolliert. Der <strong>BUND</strong> ruft die Regierung auf, den Schutz unserer Gesundheit endlich ernst zu nehmen und hormonelle Chemikalien aus kindernahen Produkten zu verbannen. Eltern können auf bestimmte Gütesiegel achten und die Unternehmen auffordern, gesundheitsgefährdende Stoffe durch sichere Alternativen zu ersetzen. Und nicht nur das: auch für Erwachsene sind diese Vorsichtsmaßnahmen wichtig, denn je weniger wir an Gefahrstoffen aufnehmen, desto größer ist die Chance, dass wir gesund bleiben. Und alle Frauen mit Kinderwunsch können selber viel dazu tun, dass ihr Baby sich vom ersten Tag an in ihrem Bauch wohlfühlt. Lesen Sie dazu auch meinen Artikel über <a href="http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/ernahrung/baby-im-bauch-vorgeburtliche-pragung/">vorgeburtliche Prägung</a>.</p>
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